
In der freien Natur wird der Welpe von seiner Hundemutter erzogen und auf das Leben vorbereitet. Auch bei gezüchteten Hunden läuft das so ab, allerdings hat der Hund in diesem Fall noch nichts gelernt, was für den Menschen wichtig ist. Also muss der Halter es ihm beibringen, was Anfängern in der Regel nicht leicht fällt. Glücklicherweise gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten, sich Unterstützung bei der Hundeerziehung zu holen. Welche das sind und wo ihre individuellen Vor- und Nachteile liegen, das erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.
Die Hundeschule ist immer noch die klassische Methode, um sich bei der Erziehung eines Hundes Hilfe zu holen. In fast jeder Stadt und Gemeinde in Deutschland gibt es eine oder sogar mehrere Hundeschulen. Deren Leistungen und Qualitäten sind allerdings sehr unterschiedlich, so dass man bei der Auswahl der passenden Hundeschule äußerst sorgfältig vorgehen sollte.
Wenn Sie einen Welpen bekommen haben, der problematische Verhaltensweisen zeigt, oder Sie einen bereits erwachsenen Hund mit Verhaltensauffälligkeiten besitzen, wird Ihnen eine gewöhnliche Hundeschule oftmals nicht weiterhelfen können. Hier ist eine spezielle Hundetherapie gefragt.
Die Grundlagen zum Überleben muss ein Welpe nicht extra durch ein spezielles Erziehungsprogramm lernen, denn sie wurden ihm in Form von Instinkten bereits durch die Natur mitgegeben. Etwas anders sieht es aus, wenn Hund und Mensch harmonisch miteinander auskommen sollen. Hier ist eine qualifizierte Welpenerziehung in der Regel unumgänglich.
Auch wenn Erziehungsmethoden, Erziehungsgeschwindigkeit und individuelle Inhalte der Erziehung eines Hundes je nach Alter, Rasse und Geschlecht teilweise deutlich variieren können, gibt es einige allgemeine Grundlagen, mit denen man bei keinem Hund etwas falsch machen kann. Sie bilden sozusagen die Basis jeder guten Hundeerziehung.
Egal, ob Sie die Erziehung Ihres Hundes in die eigenen Hände nehmen oder sich professionelle Hilfe - beispielsweise in einer Hundeschule - holen: Es gibt einige kleine Lektionen und Tipps, die jeder in seinen Alltag einbauen und bei entsprechender Gelegenheit mit seinem Hund durchführen kann. Das verschafft sowohl dem Menschen als auch seinem Hund erste Erfolgserlebnisse und motiviert somit für die weitere Zusammenarbeit.
Die Hundeschule ist immer noch die klassische Methode, um sich bei der Erziehung eines Hundes Hilfe zu holen. In fast jeder Stadt und Gemeinde in Deutschland gibt es eine oder sogar mehrere Hundeschulen. Deren Leistungen und Qualitäten sind allerdings sehr unterschiedlich, so dass man bei der Auswahl der passenden Hundeschule äußerst sorgfältig vorgehen sollte.
Wenn Sie noch keinerlei Erfahrungen mit Hundeschulen gesammelt haben, sollten Sie sich einige Tipps zu Herzen nehmen, um letztendlich eine Schule zu finden, die sowohl Ihrem Hund als auch Ihren persönlichen Vorstellungen und Bedürfnissen gerecht wird.
Idealerweise besuchen Sie zunächst einige Hundeschulen in Ihrer Nähe und machen sich vor Ort ein genaues Bild. Wie sieht das Trainingsgelände aus? Ordnung und Sauberkeit deuten auf eine gewissenhafte Führung der jeweiligen Schule hin, das Personal sollte freundlich und unaufdringlich sein und sich genügend Zeit für Ihre Fragen nehmen. Stellen Sie dabei auch unbedingt die Frage nach der angewandten Erziehungsmethode. Es gibt immer noch Hundeschulen in Deutschland, die auf eine autoritäre Erziehung setzen, nicht selten unter Androhung (und Ausübung) von Gewalt. Das ist absolut nicht mehr zeitgemäß, und Sie sollten solche Hundeschulen daher meiden.
Auf die Ausstattung der Hundeschule sollte ebenfalls Augenmerk gelegt werden. Ist genügend Platz vorhanden, damit sich die Tiere auch bei voller Auslastung nicht gegenseitig behindern? Sind genügend Trainingsgeräte und Hilfsmittel vorhanden, die die Ausbildung unterstützen? Idealerweise sollten die Trainingsgeräte so beschaffen sein, dass sie sich auf die verschiedenen Rassen beziehungsweise Größen der Hunde einstellen lassen.
Schließlich spielt auch die Größe der Gruppen eine entscheidende Rolle. Hierbei sind möglichst kleine Übungsgruppen zu bevorzugen. So kann sich der Trainer wesentlich besser auf jeden einzelnen Hund konzentrieren, beziehungsweise auf dessen individuelle Bedürfnisse eingehen. Apropos Trainer: Die Bezeichnung „Hundetrainer“ ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt, grundsätzlich kann sich also jeder so nennen. Von Vorteil wäre es, wenn die Trainer der gewählten Hundeschule entsprechender Qualifikationen nachweisen können.
Bleiben schlussendlich noch die Preise. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Hundeschulen. Nicht immer muss die teuerste Hundeschule auch gleichzeitig die beste sein. Verlassen Sie sich bei der Auswahl nicht nur auf alle hier aufgezählten Punkte, sondern auch auf das Urteil anderer Hundebesitzer, die bereits Erfahrungen mit der jeweiligen Schule gemacht haben.
Wenn Sie einen Welpen bekommen haben, der problematische Verhaltensweisen zeigt, oder Sie einen bereits erwachsenen Hund mit Verhaltensauffälligkeiten besitzen, wird Ihnen eine gewöhnliche Hundeschule oftmals nicht weiterhelfen können. Hier ist eine spezielle Hundetherapie gefragt.
Eine spezielle Hundetherapie setzt genau dort an, wo die gewöhnliche Hundeschule nicht mehr weiter kommt. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn es sich bei dem Tier um einen so genannten Problemhund handelt, der etwa aus dem Ausland kommt und in der Vergangenheit bereits sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen oder anderen Tieren gemacht hat. Doch auch Rassehunde vom Züchter können in jungem oder fortgeschrittenem Alter plötzlich Verhaltensauffälligkeiten zeigen, für deren Beseitigung eine Hundetherapie notwendig wird.
Ein Hundetherapeut ist spezialisiert darauf, mit Problemhunden umzugehen und sich individuell auf das Tier einzustellen. Dazu benötigt es eine umfangreiche Ausbildung und idealerweise auch langjähriger Erfahrung. Manche Therapeuten haben sich auf bestimmte Rassen spezialisiert, die sie selbst züchten oder mit denen sie bereits seit vielen Jahren arbeiten. Wenn Sie für Ihren Hund einen solchen spezialisierten Therapeuten finden, ist das meist die ideale Lösung.
In einem ausführlichen Gespräche sollten Sie sich danach erkundigen, welche Erfolge der Therapeut bereits mit Hunden, die ein ähnliches Problem wie Ihrer aufweisen, erzielt hat. Gleichzeitig sollten Sie sich die individuelle Arbeitsweise des Therapeuten so genau wie möglich erklären lassen. Sind Arbeitsweisen und Techniken enthalten, mit denen Sie nicht einverstanden sind, sollten Sie dies offen ansprechen und um eine Ausweichlösung bitten. Lässt sich der Therapeut darauf nicht ein, so wird er höchstwahrscheinlich nicht der richtige Ansprechpartner für Ihr Problem bzw. das Problem des Hundes sein.
Bezüglich des Preises kann eine Hundetherapie um einiges teurer sein als der Besuch in einer herkömmlichen Hundeschule. Dabei ist dieser Spezialist für die Beseitigung eines individuellen Problems, nicht für die allgemeine Erziehung des Hundes. Hundetherapeuten besitzen in der Regel viel Erfahrung auf ihrem Gebiet und können dementsprechend recht hohe Preise verlangen. Dennoch kann diese Investitionen im Sinne des Tieres und auch des Halters unbedingt empfehlenswert sein.
Die Grundlagen zum Überleben muss ein Welpe nicht extra durch ein spezielles Erziehungsprogramm lernen, denn sie wurden ihm in Form von Instinkten bereits durch die Natur mitgegeben. Etwas anders sieht es aus, wenn Hund und Mensch harmonisch miteinander auskommen sollen. Hier ist eine qualifizierte Welpenerziehung in der Regel unumgänglich.
Die Welpenerziehung umfasst viele Punkte, die für das spätere Zusammenleben zwischen Mensch und Hund unabdingbar sind. Wer bereits über genügend Erfahrung mit Hunden verfügt, kann sich die Erziehung eines Welpen durchaus selbst zutrauen. Stammt der Hund vom Züchter, so gibt dieser in der Regel wertvolle Ratschläge zur richtigen Erziehung des kleinen Vierbeiners und steht als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung.
Wenn Sie dagegen absoluter Neuling auf diesem Gebiet sind und sich den ersten Hund anschaffen, sollten Sie darüber nachdenken, sich bei der Erziehung des Welpen professionelle Hilfe zu holen. Eine solche Hilfe bieten mittlerweile fast alle Hundeschulen in Deutschland an, viele von ihnen in Form von speziellen Welpenstunden, in denen gezielt auf die Bedürfnisse der kleinen Freunde und ihrer Menschen eingegangen wird.
Ganz oben auf der Agenda steht bei vielen Hundebesitzern die Stubenreinheit des Welpen. Bei manchen Hunden funktioniert dies mit der Zeit von ganz allein, sie beginnen irgendwann von selbst anzuzeigen, wenn sie nach draußen müssen, um ihr Geschäft zu verrichten. Anderen Hunden muss man dieses Verhalten erst beibringen, indem man sie beispielsweise für ein richtig im Freien gemachtes Geschäft ausführlich lobt und tadelt, wenn doch einmal etwas in die Wohnung gegangen ist.
Doch nicht nur die Stubenreinheit spielt bei einem Welpen eine große Rolle, sondern auch wichtige andere Faktoren wie Leinenführigkeit oder das Verhalten gegenüber anderen Hunden und Menschen. Dabei kann die Leinenführigkeit beispielsweise sehr gut innerhalb einer kleinen Gruppe in einer Hundeschule trainiert werden. Auch das Verhalten gegenüber anderen Hunden werden die Kleinen viel schneller lernen, wenn sie bereits in der Welpenstunde mit anderen Vierbeinern zusammenkommen.
Sie sollten sich keine großen Gedanken machen, wenn Ihr Welpe die wichtigen Lektionen im anvisierten Zeitraum noch nicht beziehungsweise nicht vollständig gelernt hat. Von Hunderasse zu Hunderasse ist die Lerngeschwindigkeit ganz verschieden, auch das Geschlecht und der individuelle Charakter jedes Hundes spielen dabei eine ausschlaggebende Rolle. Es kann durchaus sein, dass ein Hund, der als Welpe viele Probleme gemacht hat, später zu einem überaus lieben und gehorsamen Begleiter wird. Sehen Sie die Welpenzeit daher als wichtige Erfahrungsphase an und führen Sie die Erziehung des kleinen Freundes ohne Stress für beide Seiten durch.
Auch wenn Erziehungsmethoden, Erziehungsgeschwindigkeit und individuelle Inhalte der Erziehung eines Hundes je nach Alter, Rasse und Geschlecht teilweise deutlich variieren können, gibt es einige allgemeine Grundlagen, mit denen man bei keinem Hund etwas falsch machen kann. Sie bilden sozusagen die Basis jeder guten Hundeerziehung.
Bei der Hundeerziehung gilt: Je früher man damit beginnt, umso schneller stellt sich der Erfolg ein. Es ist wesentlich einfacher, einem Welpen etwas beizubringen, als einem erwachsenen Hund. Was aber nicht bedeutet, dass ein erwachsener Hund nichts mehr lernen könnte. Es dauert eben nur entsprechend länger und man muss bereit sein, mit viel Geduld und Muße und oft alternativen Wegen das Gewünschte zu trainieren.
Es gibt zwei grundlegende Dinge, ohne die eine Hundeerziehung nicht möglich ist. Zum Einen die Bindung zu Ihrem Hund, zum Anderen Ihre Einstellung zum gewünschten Zustand. Beginnen wir mit der Bindung, bzw. dem erörtern, warum diese wichtig ist. Hunde sind Rudeltiere, d.h. wenn Sie nicht gleich ein ganzes Rudel Vierbeiner um sich gesellen, sind Sie ab dem Tag der Ankunft des Hundes für ihn das Rudel. Das hat zur Folge, dass der Hund sich an Ihnen orientieren wird. Wenn Sie nun diesen Vorteil für sich nutzen und ihn mit freudiger Stimme signalisieren, dass er etwas gut gemacht hat, werden Sie nur wenige Anlässe haben, in denen Sie unerwünschtes Verhalten mit tiefer Stimme „Nein“ sagend, unterbinden müssen.
Denken Sie bitte daran, dass der Hund Ansagen nur direkt koppeln kann. Seien Sie mit ihrer Aufmerksamkeit ganz bei der Sache und loben Sie zeitnah. Sollte es Ihnen schwer fallen, mit Ihrer Stimme zu arbeiten, d.h. freudige und bestimmende Ansagen differenzieren zu können, können Sie alternativ auch mit Leckerchen arbeiten. So haben Sie bestimmt die ungeteilte Aufmerksamkeit des Hundes bei sich.
Um die Bindung zu stärken, verbringen Sie so viel Zeit wie möglich mit Ihrem Vierbeiner. Spielen Sie mit ihm, stärken Sie sein Selbstbewusstsein, und gewöhnen Sie ihn langsam an alltägliche Dinge, wie z.B. das Staubsaugen. Mit neuen Erfahrungen sollte sparsam umgegangen werden, um den Hund nicht zu überfordern. Das Training lieber in kleinen Einheiten von 15 Minuten mehrmals täglich anwenden, denn die Regelmäßigkeit ist ausschlaggebend, und nicht die einmalige Dauer einer Trainingseinheit.
Zeit, auf den zweitwichtigsten Punkt neben der Bindung zu kommen, nämlich ihren Führungsqualitäten bzw. Ihrer Einstellung zu dem gewünschten Trainingszustand. Sie sind verantwortlich für Ihren Hund und damit in der Position des Rudelführers. Und Sie sind nur dann in der Lage, die Führung Ihres Mensch-Hund Rudels zu übernehmen, wenn Sie auch die dazu passende innere Einstellung haben bzw. diese durch Ihre Körperhaltung signalisieren. Ein Beispiel:
Sie möchten, dass Ihr Hund zu Ihnen kommt. Nehmen wir an, es ist dringend vll. sogar eine gefährliche Situation (Auto im Feldweg). Sie sind angespannt, beugen sich nach vorne und rufen Ihren Hund mit lauter und gehetzter Stimme zu sich. Er wird nicht kommen. Ihre Körperhaltung sagt ihm, er soll da bleiben wo er ist, und die laute, gereizte Stimme tut ihr übriges, das der Hund sich keinen Millimeter bewegt. Versuchen Sie das Ganze mit freudiger Stimme und gehen zügig in die Richtung, in die Sie Ihren Hund bringen möchten, also entfernen Sie sich von ihm, wird er Ihnen folgen. Auch wenn es uns völlig zuwider ist, dem Hund in solch einer Situation die abgewandte Schulter zu zeigen und zu gehen, so animiert es ihn doch, eben weil er ein Rudeltier ist, uns zu folgen. Üben Sie solche Situationen in stressfreier Zeit, um für die eigene Körpersprache ein Gefühl zu bekommen.
Hundeerziehung ist keine geheime Wissenschaft, sondern eigentlich ganz einfach zu bewerkstelligen. Man muss lediglich Rücksicht auf die natürlichen Gegebenheiten und die individuellen Bedürfnisse des kleinen Vierbeiners legen, dann kam so gut wie nichts schiefgehen. Trotzdem tun sich viele Menschen dabei schwer, insbesondere jene, die zuvor noch keinen Hund hatten. Damit Sie es etwas leichter mit der Erziehung Ihres Hundes haben, haben wir nachfolgend einige Basis-Lektionen und hilfreiche Tipps zusammengestellt.
Grundsätzlich funktioniert die Erziehung eines Hundes insbesondere über Lob von Belohnung, und viel weniger über eine Bestrafung. Der Hund muss dazu motiviert werden, Ihren Anweisungen zu folgen. Das funktioniert aber zumindest am Anfang in der Regel nur durch entsprechende Belohnungen. Gewöhnen Sie sich daher an, den Hund immer zu belohnen, wenn er etwas richtig gemacht hat. Eine Belohnung kann sowohl in Form von liebevollen Worten als auch durch ein Leckerli erfolgen. Idealerweise kombinieren Sie beides.
Gewöhnen Sie sich an, bei der Erziehung Ihres Hundes immer die gleichen Worte bzw. Begriffe zu verwenden. So machen Sie es dem Hund viel leichter, mit den Kommandos zurecht zu kommen und Sie zu verstehen. Auch der Ton ist hierbei von entscheidender Bedeutung. Sie müssen Ihren Hund nicht anschreien, damit er auf das Kommando hört. Im Gegenteil: Versuchen Sie, so leise wie möglich mit Ihrem Hund zu kommunizieren, das schont die Nerven aller Beteiligten.
Um einem Hund Kommandos geben zu können, müssen Sie zunächst seine Aufmerksamkeit erlangen. Das schaffen Sie, indem Sie intensiv – natürlich wieder unter Zuhilfenahme von Belohnungen – trainieren. Üben Sie das Ganze erst einmal an der Leine, bis der Hund während des Laufens immer wieder zu Ihnen blickt. Dabei kann es hilfreich sein, ein Signalwort zu verwenden, zum Beispiel „Schau“. Immer wenn der Hund aufmerksam war, bekommt er zur Belohnung ein Leckerli. Sobald das an der Leine reibungslos klappt, können Sie dazu übergehen, die gleichen Übungen auch ohne Leine zu machen. Irgendwann ist dann das gewünschte Ziel erreicht und der Hund widmet Ihnen von selbst genügend Aufmerksamkeit bzw. reagiert sofort, wenn Sie das Signalwort sagen.
Apropos Leine: Viele Hundehalter haben Probleme damit, ihrem Hund das richtige Gehen an der Leine beizubringen. Insbesondere das starke Ziehen an der Leine ist oftmals lästig. Um dem Hund dies abzugewöhnen, sollte man unbedingt auf eine flexible Leine (Leine mit variabler Länge) verzichten und stattdessen eine feste Leine – zum Beispiel eine Lederleine – verwenden. Nur so bekommt der Hund überhaupt ein Gefühl für den Zug, welchen er verursacht. Eine Flexleine steht dagegen immer unter Spannung und kann dem Hund daher dieses Gefühl nicht vermitteln. Vermeiden Sie es, mit heftigen Rucken an der Leine zu ziehen, wenn der Hund zieht. Solche Rucke sind schlecht für Gelenke und Bänder und bewirken meist nicht das Gewünschte. Bestärken Sie Ihren Hund dafür immer wieder mit positiven Worten und kleinen Leckerlis, wenn er gerade schön an der Leine geht.
In „freier Wildbahn“ haben viele Menschen immer wieder das Problem, dass der Hund nicht zu ihnen kommt, wenn sie ihn rufen. Der Hundehalter hat in diesem Fall meist die Angewohnheit, auf seinen Hund zuzugehen und dabei seinen Namen zu rufen, wenn er nicht gleich folgt. Stopp! Das ist genau die falsche Vorgehensweise. Versuchen Sie folgendes: Rufen Sie den Namen Ihres Hunde ein Mal. Reagiert er darauf nicht, rufen Sie den Namen ein zweites Mal, drehen sich dann sofort um und gehen weg. Sie werden erstaunt sein, wie schnell Ihr Hund Ihnen nun doch folgt!
Letztendlich ist die unbedingte Konsequenz das A & O bei der Erziehung eines Hundes. Nehmen wir als Beispiel das vielgescholtene Betteln beim Essen. Die Menschen sitzen am Tisch, essen, und der Hund kommt immer wieder an, um etwas von den Köstlichkeiten abzustauben. Genau in solchen Situationen ist Konsequenz gefragt. Soll heißen: Hat der Hund einmal mit seiner Taktik Erfolg, wird er es immer wieder versuchen. Bleiben Sie also hart, auch wenn es schwer fällt.
In unserer modernen, hochtechnisierten Welt sind Hunde vor allem Freizeitbegleiter und Familienmitglieder. Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass ein Hund auch als so genanntes „Gebrauchtstier“ gehalten werden kann. Zwar mutet dieser Begriff zunächst etwas unsensibel an, trotzdem gibt es viele Bereiche im täglichen Leben, in denen ein Hund äußerst wichtige und notwendige Arbeiten verrichten kann. So zum Beispiel Hunde, die im Öffentlichen Dienst bei der Polizei oder beim Zoll „angestellt“ sind, aber auch Blindenhunde, Rettungshunde und Spürhunde.
Um den Hund auf solche Arbeiten vorzubereiten, ist eine teilweise sehr komplexe und langwierige Ausbildung notwendig. Die Menschen müssen sich auf einen Gebrauchshund immer zu 100 % verlassen können, der Hund selbst muss Spaß an seiner Tätigkeit haben, damit er diese zuverlässig und dauerhaft ausführt. Welche Möglichkeiten einer professionellen Hundeausbildung es gibt, erfahren Sie hier.
Arbeitsprüfungen für Hunde kommen vor allem bei der Ausbildung von Hunden zum Einsatz, die anschließend im Öffentlichen Dienst bestimmte Leistungen erbringen sollen. Bestes Beispiel hierfür sind die Diensthunde der Polizei und die Drogen- und Sprengstoffspürhunde, welche insbesondere beim Zoll eingesetzt werden. Aber auch das Militär und diverse Rettungsdienste nutzen die individuellen Fähigkeiten von Hunden für ihre Arbeit.
Um einen Hund auf die zukünftigen Aufgaben vorzubereiten, gibt es für spezielle Prüfungen, auch Arbeitsprüfungen genannt. Dabei unterscheidet man zwischen einer zielgerichteten Ausbildung, wie sie beispielsweise die Hunde von Polizei und Zoll erfahren, und der so genannten Vielseitigkeitsprüfung, bei der ein Hund in unterschiedlichen Bereichen seine Fähigkeiten beweisen muss. Eine solche Vielseitigkeitsprüfung können auch private Hundehalter absolvieren, sie besteht aus drei verschiedenen Bereichen: Schutzdienst, Fährtenarbeit sowie Gehorsamsaufgaben.
Die Aufgaben eines Blindenhundes kennt sicherlich jeder. Er wird nach seiner Ausbildung zum täglichen Begleiter des behinderten Menschen und erleichtert ihm durch vielfältige Hilfestellungen das Zurechtkommen im Alltag sowie die Bewältigung der täglichen Aufgaben. Dazu muss der Hund zunächst besondere Voraussetzungen erfüllen, damit er die langwierige und teure Ausbildung letztendlich auch erfolgreich absolvieren kann.
Die Ausbildung eines Blindenhundes beginnt bereits im Welpenalter, genauer gesagt mit etwa acht Wochen. Es existieren spezielle Tests, mit denen Welpen auf ihre Eignung zum Blindenhund geprüft werden können. Stellt sich ein Welpe dabei als geeignet heraus, so wird er zunächst für rund ein Jahr in einer so genannten Patenfamilie untergebracht und dort so gut wie möglich sozialisiert. Die Patenfamilie besteht dabei aus hundeerfahrenen Menschen, welche die nötigen Kenntnisse mitbringen, um einen jungen Hund mit allen nur denkbaren Situationen zu konfrontieren. Die Ausbildung selbst dauert dann nochmals mehrere Monate - teilweise sogar über ein Jahr. Neben den Fähigkeiten müssen außerdem bestimmte gesundheitliche Merkmale des jeweiligen Hundes nachgewiesen werden, z. B. ein intaktes Gangwerk und gute Augen.
Rettungshunde sind dazu da, hilflose Menschen aus gefährlichen Situationen zu befreien. Sie können z. B. nach einem Erdbeben zum Einsatz kommen, aber auch in Gewässern, um beispielsweise Ertrinkende zu retten. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen Einsatz-Rettungshunden und Hunden, die lediglich für den Rettungshundesport eingesetzt werden. Letztere kommen nicht mit echten Gefahrensituationen in Kontakt, sondern müssen lediglich bestimmte Aufgaben in einer simulierten Rettungssituation erfüllen.
Grundsätzlich muss jeder Hund, der für Rettungseinsätze geeignet sein soll, bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Dazu gehören ein festes Wesen, die entsprechende Arbeitsfreude sowie eine gute Verträglichkeit mit anderen Hunden und Menschen. Für Rettungshunde, die in echten Einsätzen arbeiten sollen, sind nochmals gesteigerte Voraussetzungen zu erfüllen. So können bei Hunden für den Rettungssport beispielsweise kleinere gesundheitliche Einschränkungen toleriert werden, bei professionellen Rettungshunden dagegen nicht. Bevor ein Rettungshund für reale Einsätze zugelassen werden kann, muss er zunächst verschiedene Prüfungen bestehen, zum Beispiel in den Bereichen Fährten, Trümmer, Lawinen und Wasser.
Die Aufgaben eines Spürhundes sind grundsätzlichen denen eines Rettungshundes ähnlich, allerdings muss der Hund hierbei keine Rettungsaufgaben übernehmen, sondern lediglich Personen und/oder Gegenstände in Rettungssituationen aufspüren und den Fund dann anzeigen.
Ähnlich wie Rettungshunde kommen Spürhunde auch in Situationen wie Erdbeben, Lawinen etc. zum Einsatz. Damit sie dafür geeignet sind, müssen sie verschiedenste Voraussetzungen erfüllen. So muss ein Spürhund auch unter erschwerten Bedingungen zuverlässig arbeiten, zum Beispiel bei großer Hitze und Kälte sowie bei starker Rauchentwicklung beziehungsweise entsprechender Geruchsbelastung. Äußere Einflüsse wie Geräusche, Gerüchte oder die Anwesenheit anderer Hunde beziehungsweise großer Menschenmengen dürfen den Hund nicht in seiner Konzentration beeinflussen. Er muss starke Nerven haben, über äußerst scharfe Sinne verfügen und darf keine Anzeichen von Angst zeigen.
Gebrauchshunde können Menschenleben retten und haben das in der Vergangenheit auch schon vielfach unter Beweis gestellt. Ob bei der Polizei, als Rettungs- oder Spürhund oder bei der Aufgabe als Blindenhund - viele Tätigkeiten kann ein Hund viel besser ausführen als ein Mensch. Kein noch so genaues Messgerät kann verschüttete Personen zuverlässiger und schneller anzeigen, als ein entsprechend trainierter Hund. Man sollte daher dem Begriff Gebrauchshund nicht mit etwas Negativem assoziieren, sondern ihn eher als Helfer des Menschen und treuen Retter in der Not ansehen.
Ein Hund ist sicherlich nicht damit zufrieden, sein ganzes Leben zu Hause in seinem Korb zu verbringen und nur zwei- bis dreimal am Tag für wenige Minuten nach draußen zu kommen. Schließlich stammt der Hund von einem Wildtier - dem Wolf - ab und hat sich bis heute viele Verhaltensweisen seines Vorfahren bewahrt.
Sport ist da eine sehr gute Möglichkeit, einen Hund auszulasten und Spaß in seinen Alltag zu bringen. Dabei gibt es heute unzählige Möglichkeiten, zusammen mit seinem Hund sportliche Tätigkeiten auszuüben. Hier ein erster kleiner Überblick:
Der englische Begriff Agility bedeutet ins Deutsche übersetzt soviel wie Flinkheit oder Wendigkeit. Anhand dieser Übersetzung ahnt man auch schon, worum es bei dieser Hundesportart grundsätzlich geht. Es wird eine Hindernisstrecke - ein so genannter Parcours - aufgebaut, auf dem der Hund verschiedenste Aufgaben zu bewältigen hat. Diese Aufgaben müssen in möglichst kurzer Zeit und dabei nach Möglichkeit auch noch fehlerfrei bewältigt werden. Agility ist vor allem für kleine Hunde geeignet, insbesondere solche mit starkem Bewegungsdrang. Große Hunde dagegen haben mit den Agility-Hindernissen oftmals Probleme und sind daher eher für andere Hundesportarten geeignet. Ein Agility-Parcours besteht beispielsweise aus Hindernissen wie einem Tunnel, einem Slalom sowie einer Wippe, die der Hund passieren muss.
Der etwas sperrig klingende Begriff Discdogging steht für eine Hundesportart, in der eine so genannte Wurfscheibe - besser bekannt als Frisbee – als Sportgerät verwendet wird. Inzwischen hat sich in daraus ein echter Turniersport entwickelt, auch in Deutschland werden jedes Jahr diverse Veranstaltungen dieser Art abgehalten. Das Discdogging kann in verschiedenen Varianten gespielt werden. Es gibt sowohl den Bereich Freestyle, bei dem Hund und Mensch verschiedene eingeübte Tricks vorführen als auch die Distance Wettbewerbe, bei denen der Hund die Scheibe innerhalb eines bestimmten Spielfeldes aus der Luft fangen muss.
Das Dummytraining ist besonders für Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb interessant. Hierbei wird unter Zuhilfenahme des Dummys - also einer Attrappe – eine Jagdsituation simuliert. Dabei muss der Hund verschiedene Aufgaben erfüllen. Er soll sich beispielsweise die Stellen merken, an denen die Attrappe auf den Boden fällt, sie später finden und dann möglichst unauffällig markieren. Auch das Suchen eines verloren gegangenen Dummys wird hierbei trainiert. Ein Dummytraining kann heute sowohl im Rahmen einer Jagdhund- Ausbildung als auch als reines Freizeitvergnügen erfolgen.
Die Fährtenarbeit wird teilweise auch als Nasenarbeit bezeichnet. Auch diese Disziplin entstand ursprünglich im Bereich der Jagdhundeausbildung, wird heute aber auch als sportliches Freizeitvergnügen durchgeführt. Der Hund muss dabei in unterschiedlich beschaffenem Gelände eine speziell angelegte Fährte finden und diese so weit wie möglich verfolgen.
Dass fast jeder Hund das Spiel mit einem Ball liebt, dürfte den meisten Hundebesitzern geläufig sein. In den Siebziger Jahren erwuchs in den USA daraus eine eigene Hundesportart, genannt Flyball. Herzstück dieses Sports ist eine Kiste mit einem eingebauten Federmechanismus, welche bei der Betätigung eines Auslösers jeweils einen Ball in die Luft schleudert, teilweise mehrere Meter hoch. Aufgabe des Hundes ist es nun, diesen Ball zu fangen. Teilweise muss er dabei zuvor andere Hindernisse überwinden. Allerdings ist das Flyball-Spiel in Deutschland noch relativ unbekannt, es existieren auch noch keine einheitlichen Regeln.
Hunde werden seit Tausenden von Jahren auch zum Hüten von Vieh herangezogen. Daraus hat sich die Sportart des Leistungshütens entwickelt, bei der es insbesondere auf das Zusammenspiel zwischen Hund und Hirten ankommt. Im Wettkampf werden verschiedene Hindernisse aufgebaut, die Hund und Herrchen bewältigen müssen. So muss das Vieh beispielsweise über eine simulierte Brücke getrieben werden oder der Hund muss eine Herde in freiem, nicht umzäuntem Gelände zusammenhalten.
Das Mantrailing ist eine Sportart für Spürhunde, bei der es eine Person aufzuspüren gilt. Dabei hat der Hund nicht nur die Aufgabe, die Person überhaupt aufzuspüren, sondern auch diese von anderen Personen zu unterscheiden. Hier kommt insbesondere der ausgezeichnete Geruchssinn der Hunde zum Einsatz. Im Gegensatz zu der Fährtenarbeit arbeiten Hunde beim Mantrailing auch in Städten und geschlossenen Gebäuden.
Die Sportart mit dem Namen Obedience ist in Deutschland noch relativ unbekannt. Wie viele andere Hundesportarten stammt sie aus England. Hier spielt die Beziehung zwischen Hund und Halter die entscheidende Rolle. Es müssen zahlreiche Aufgaben in den Bereichen Gehorsam bewältigt werden, außerdem spielt das Sozialverhalten des Hundes gegenüber Artgenossen und anderen Menschen eine wichtige Rolle. Für gute Erfolge beim Obedience ist oft ein jahreslanges Training notwendig. Grundsätzlich sind alle Hunde hierzu geeignet, allerdings wird es bei Hunden mit starkem Jagdtrieb entsprechend schwieriger.
Rennen mit Schlittenhunden sind vor allem aus dem nordischen Raum bekannt. Ziel jedes Rennens ist es, die vorgegebene Distanz möglichst schnell zu überwinden. Es gibt Schlittenhunderennen über kurze, mittlere und lange Distanzen, teilweise gehen die Rennen sogar über mehrere Tage. Als Hunde kommen ausschließlich kräftige und ausdauernde Rassen infrage, insbesondere Siberian Huskys, der Alaskan Malamute oder der Grönlandhund.
Windhunde sind die schnellsten Vertreter der Gattung Hund und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Um diese Hunde richtig zu fordern, werden in vielen Ländern der Erde Windhundrennen veranstaltet. In einigen Ländern, z. B. USA, England oder Australien, ist daraus ein professionelles Geschäft geworden, man wettet auf die Hunde wie bei einem Pferderennen. In Deutschland sind gewerbliche Hunderennen allerdings aus Gründen des Tierschutzes verboten. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Arten des Windhundsports: den eigentlichen Rennen und dem Coursing. Während des Rennen auf einer speziell präparierten Bahn in Ovalform stattfindet und es dabei ausschließlich auf die Geschwindigkeit des Hundes ankommt, wird beim Coursing ein Parcours aufgebaut, den der Hund möglichst fehlerfrei ablaufen muss. Als Hilfsmittel dient dabei eine Hasenattrappe, die an einem Seil durch den Parcours gezogen wird. Sie weckt den Jagdtrieb und befriedigt ihn schließlich, indem der Hund am Ziel die „Beute“ bekommt. Um an Windhundrennen teilzunehmen, muss der betreffende Hund eine Renn- bzw. Coursinglizenz besitzen. Dazu sind zunächst einige erfolgreiche Lizenzläufe zu absolvieren. Zugelassen sind nur die anerkannten Windhundrassen, außerdem besagt das Regelwerk, dass die Hunde während des Rennens bzw. Coursings einen Maulkorb (spezieller Rennmaulkorb) und eine Renndecke mit aufgebrachter Startnummer tragen müssen.
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