
Der Name des La Vanille Crocodile Parks im Süden von Mauritius führt etwas in die Irre. Der Park bietet nämlich sehr viel mehr als nur Krokodile. Beispielsweise werden hier seit Jahren Riesenlandschildkröten von den Seychellen gezüchtet. Besucher können in der großen Zuchtanlage sowohl Babyschildkröten als auch erwachsene Tiere mit einem Gewicht von bis zu 200 Kilo bestaunen. Diese leben in einer Region des Parks, die einer Savanne nachempfunden ist. Die Besucher dürfen hier einfach hineingehen und die Schildkröten hautnah erleben.

Kamla's hibiscus of love | ©: Tarikh Jumeer - Fotolia

Palme | ©: AMATHIEU - Fotolia
Die Betreiber haben die Anlage mit viel Liebe gestaltet, die Gäste fühlen sich in dem von Bambus und Palmen gesäumten Wegen direkt in den tropischen Regenwald hinein versetzt. Zahlreiche weitere tropische Pflanzen sorgen im gesamten Park dafür, dass sich die Gäste fühlen dürfen wie die Entdecker, die sich erstmals durch die dichten Regenwälder gekämpft haben. An mehreren Stellen im Park befinden sich kleine Seen und Becken, die einzig und allein den Krokodilen gehören. Wer bei der Fütterung der Raubtiere zusehen möchte, kann die Fütterungszeiten gleich am Eingang erfragen.
Verschiedene Ausstellungen, beispielsweise mit Skeletten und vielen Hintergrundinfos zu den Krokodilen, runden das Angebot in La Vanille ab. Ein besonderes Highlight ist dabei das Insektarium, in dem Schmetterlinge, Käfer und viele andere Insekten aus der ganzen Welt zu sehen sind. Darüber hinaus gibt es weitere Gehege, Aquarien und Käfige, in welchen Leguane, Chamäleons, Affen, Fledermäuse, Fische und viele andere Tiere zu sehen sind.

Tropischer Baum | ©: Jean-Marie MAILLET - Fotolia
Die Besucher sollten auf jeden Fall gutes Schuhwerk anziehen und notfalls Insektenspray dabei haben. Wer den Park mit seinem Kleinkind besuchen möchte, sollte statt des Kinderwagens ein Tragetuch oder ähnliches verwenden. Denn des Öfteren müssen auf dem Rundgang durch den Park relativ schmale Treppen bewältigt werden. Natürlich soll für die Besucher auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Das kulinarische Highlight ist ein Restaurant mitten im Regenwald.

Le Morne | ©: Asiul - Fotolia
An vielen Stellen wirkt der wilde Süden von Mauritius mit seinen einsamen Buchten und den zerklüfteten Steilküsten, als wäre er nicht von dieser Welt. Geformt wurde diese oft bizarr wirkende Landschaft von rohen Naturgewalten. Denn die Inseln von Mauritius sind vulkanischen Ursprungs, erkaltete Lava legte den Grundstein für das heutige Urlauberparadies. Und vor allem im Süden des Landes formt eine weitere Naturgewalt das Land bis auf den heutigen Tag – zwar nicht so heftig wie der Vulkanismus, dafür aber langsamer und nicht minder eindrucksvoll. Denn die Wellen des Indischen Ozeans treffen hier fast ungebremst von vorgelagerten Riffen direkt auf die Felsenküste. Die Besucher erleben das Toben der Elemente vor allem bei einem Ausflug an die Südküste an einem stürmischen Tag hautnah.
Im Laufe von vielen Jahren haben die Wellen des Meeres beispielsweise in der Nähe von LEscalier einen Felsen regelrecht ausgehöhlt. Wenn die Wellen mit aller Macht auf diesen Felsen prallen, schießt aus diesem oben aus einer kleinen Öffnung eine meterhohe Fontäne gen Himmel. Dieses Naturschauspiel gab dem Felsen auch seinen Namen, er heißt Le Souffleur, übersetzt bedeutet das Blasloch oder Gebläse. Wer das Schauspiel genießen möchte, kann auch einen Spaziergang entlang der Küste unternehmen und das beeindruckende Panorama in vollen Zügen genießen. Aber Vorsicht: Sie sollten auf keinen Fall den hölzernen Zaun übertreten. In der Vergangenheit war es nämlich schon zu einigen Unfällen gekommen, wobei unvorsichtige Besucher ins Meer gestürzt sind. Festes Schuhwerk ist bei einem Besuch dieses Ausflugsziels also Pflicht.
Im Prinzip kann der Urlauber diese Sehenswürdigkeit auch ohne ortskundige Führung besuchen. Er muss auf der B8 lediglich in der Ortschaft LEscalier die Augen offen halten, weil kurz vor dem Ortsausgang eine Straße rechts abzweigt. Eigentlich ist diese Abzweigung beschildert, doch die Markierung kann leicht übersehen werden. Der weitere Weg führt auf holprigen Straßen an Zuckerrohrfeldern entlang.
Sollte das Wetter auf Mauritius wider Erwarten tatsächlich einmal nicht mitspielen, bietet das Aquarium im kleinen Küstenort Point aux Piments an der nördlichen Küste der Hauptinsel Mauritius. Von Grand Baie dauert die Anfahrt mit dem Auto etwa 20 Minuten.

Tolle Unterwasserwelt vor Mauritius | ©: Konstantin Kulikov - Fotolia
Die Betreiber dieser Besuchereinrichtung haben dafür ein eigenes Öko-System entwickelt, das die Besucher in die Welt unter der Wasseroberfläche des Indischen Ozeans rund um die Inseln von Mauritius entführt. Rund 150 verschiedene Arten sind in den Becken und Bädern in fünf Gebäuden zu Hause.
Beeindruckend nah können die verschiedenen Bewohner des Indischen Ozeans in den Becken – das größte von ihnen hat eine Länge von 15 Metern und gilt als absolutes Highlight des Aquariums - bestaunt werden. Die Besucher können sogar bei der Fütterung, die täglich um 11 Uhr stattfindet, live dabei sein. Während die gefährlichen Meeresbewohner in einem separaten Becken untergebracht sind, gibt es für die kleinen Besucher einen Tauchpool. Sie können die Tiere des Meeres hier aus nächster Nähe kennen lernen.
Geöffnet ist das Aquarium täglich von 9.30 Uhr bis 17 Uhr, für Erwachsene kostet der Eintritt 250 Rupien, für Kinder die Hälfte. Das Familienticket für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 650 Rupien. Ein Rundgang dauert etwa 1 ½ Stunden. Führungen werden nicht angeboten, aber insgesamt sechs Mitarbeiter stehen bei Fragen jederzeit zur Verfügung.
Die Besucher des Aquariums haben also noch jede Menge Zeit, anschließend Pointe aux Piments zu erkunden. Ein ausgiebiger Bummel lohnt sich auf jeden Fall, denn der Ort hat sich seinen ursprünglichen Charakter aus der Zeit, als Mauritius von den Besuchern aus aller Welt noch nicht als traumhaftes Urlaubsziel entdeckt war, bewahrt. Sowohl der lange Sandstrand als auch das Korallenriff, das ideale Bedingungen zum Schnorcheln und Tauchen bietet, gelten als absolute Highlights. Zum Shoppen laden neben den Supermärkten auch zahlreiche kleine Läden ein.

Panoramablick | ©: Myrtille MLB - Fotolia

Leuchtturm Albion | ©: Jean-Marie MAILLET - Fotolia
Touristisch ist das verschlafen wirkende Küstenstädtchen Albion mit seinen rund 3.300 Einwohnern an der Westküste von Mauritius so gut wie gar nicht erschlossen. Weil sich hier vor allem wohlhabende Mauritier niedergelassen haben, was sich auch an zahlreichen prächtigen Häusern und Villen zeigt, mag sich der Besucher in dem Ort in die Zeit zurückversetzt fühlen, als Zuckerbarone die Geschicke der Insel lenkten. Wer einen Ausflug in den Westen der Hauptinsel geplant hat, sollte also auf jeden Fall Zeit für einen ausgiebigen Bummel und vielleicht einen kleinen Badeaufenthalt einplanen. Denn der öffentliche, weiße Sandstrand von Albion liegt in einer beschaulichen Bucht. Die Badegäste können von hier aus die Fischerboote beobachten, die auf dem Ozean ihre Kreise ziehen.
Die wichtigste Sehenswürdigkeit in Albion ist der Leuchtturm, der an der Steilküste im Norden des Städtchens errichtet wurde. Der etwa 30 Meter hohe Turm weist nach wie vor den Schiffen auf dem Ozean den Weg. Weil die Gegend an sich sehr ruhig ist und sich nur wenige Urlaubsgäste hierher verirren, haben die Besucher alle Zeit der Welt, um sich den Leuchtturm in Ruhe anzusehen. Wer den Turm besteigen möchte, muss sich allerdings erst einmal auf die Suche nach dem Besitzer machen, der auf dem Gelände des Leuchtturmes lebt. Von oben haben die Besucher einen faszinierenden Überblick über große Teile der westlichen Küste. Leuchttürme oder Leuchtfeuer wurden übrigens schon in der Antike verwendet, um Seefahrern den Weg zu weisen und sie auf gefährliche Punkte hinzuweisen. Der erste Leuchtturm, der nach dem Prinzip moderner Leuchttürme errichtet wurde, dürfte der „Herkulesturm“ in Spanien sein.

Fischer mit seinem Boot | ©: Louie Schoeman - Fotolia
Albion befindet sich auf der Strecke zwischen Port Lois und und Black River. Autofahrer sollten zwischen Port Louis und Bambous auf die Abzweigung nach Albion achten, die sehr gut beschildert ist, in Albion selbst ist der Weg zum Leuchtturm ebenfalls gut beschildert.

Brauner Rohrohrzucker und Gewürze zum Backen | ©: Heike Rau - Fotolia
Zucker hat die einstigen Herren von Mauritius reich gemacht. Die ersten, die Zuckerrohr als süße Delikatesse entdeckt hatten, waren die Polynesier. In vorchristlicher Zeit wurde er auch in Persien gewonnen. Das begehrte Luxusgut wurde in der Spätantike auch in den Haushalten reicher Patrizier in Rom verwendet. Gesüßt wurde in den folgenden Jahrhunderten in erster Linie mit Honig. Erst als die europäischen Mächte ihren Einfluss auf die ganze Welt ausdehnten, wurde er häufiger verwendet – allerdings nur an Adelshöfen und in den Haushalten reicher Handelsherren. Das einfache Volk konnte sich das „weiße Gold“ nicht leisten. Erst im 19. Jahrhundert, als in Europa Zucker aus Rüben gewonnen wurde, endete das goldene Zeitalter der Zuckerbarone in den tropischen Kolonien.
Einen Blick in die Vergangenheit können die Besucher im L´Aventure du Sucre in Pamlemousses machen. In diesem interaktiven Museum erfahren sie aber nicht nur alles rund um die Herstellung von Zucker. Beleuchtet wird beispielsweise auch die Bedeutung des Zuckers im Laufe der vergangenen Jahrhunderte und natürlich auch die Geschichte des Inselstaates, welche eng mit dem Zucker verknüpft ist.
Natürlich wird ausführlich erklärt, wie aus dem Zuckerrohr das „weiße Gold“ entsteht und welche einzelnen Schritte dafür erforderlich sind. Eine eigene Abteilung ist der Reise des Zuckers aus Polynesien in alle Winkel der Welt und dem Handel mit Zucker gewidmet.
Diese Vielzahl an Informationen ist clever aufgearbeitet. Neben Infotafeln gibt es auch Videos und Bilder zu sehen sowie interaktive Bereiche, die vor allem die kleinen Museumsbesucher begeistern. Dass auch auf eine kindgerechte Präsentation Wert gelegt wird, zeigen die beiden Maskottchen Raj und Floryse. Sie sind eingangs in einem Film zu sehen und führen anschließend die Kids durch die Ausstellung.
Wechselausstellungen in einem Bereich des Zuckermuseums runden das Angebot ab. So können beispielsweise Mauritische Fotografen und Künstler ihr Schaffen präsentieren. Geöffnet ist das Museum täglich von 9 bis 17 Uhr.
Wie einsam und verlassen sich die Seeleute einst gefühlt haben mögen, als sie im Zeitalter der Entdeckungen oft wochenlang einsam und fernab vom nächsten Land dem Toben der Elemente ausgesetzt waren, kann der Besucher am südlichsten Punkt von Mauritius erahnen. An dieser Stelle wird die Küste nicht von einem Riff geschützt, so dass die Wellen des Ozeans ungebremst und mit voller Wucht auf das Land prallen. An dieser Stelle kann der Besucher die einsame Lage der Insel in der Weite des Indischen Ozeans förmlich erspüren.

Gris Gris Strand im Süden von Mauritius | ©: Konstantin Kulikov - Fotolia
Hier liegt auch La Roche qui pleure, zu Deutsch der weinende Fels, der dem Besucher ein faszinierendes Schauspiel bietet. Wer sich auf den Felsvorsprung vorwagt, sieht die Spritzer, die sich nach jeder Welle über den Stein ergießen. Bei passender Wetterlage schimmert nach jeder Welle ein neuer Regenbogen im Miniaturformat über dem Felsen.
Wer baden möchte, sollte sich nicht vom goldfarbenen Sand täuschen lassen, sondern sich lieber eine ruhigere Bucht für den Sprung ins erfrischende Nass suchen. An dieser Stelle ist das Baden nämlich lebensgefährlich.
Wer den weinenden Felsen besuchen möchte, muss zunächst zur Ortschaft Souillac. Etwa in der Mitte des Ortes weist ein Schild den Weg nach Gris Gris. Hier weist schließlich das nächste Schild mit der Aufschrift La Roche que pleure den Weg zum weinenden Fels. Von einem Parkplatz aus muss der Besucher noch einen kurzen Fußmarsch machen, um das Naturschauspiel genießen zu können. Beim Parkplatz haben außerdem einige Restaurants ihre Pforten geöffnet.
Ein längerer Bummel lohnt sich am südlichsten Punkt von Mauritius in jedem Fall. Denn der Ozean ist hier meistens aufgewühlt und die Kraft des Wassers hat aus den Klippen bizarre Formationen gemacht. Wer den Blick in die Ferne schweifen lässt, sieht nichts als Wassermassen. Und diese ziehen sich auch über Tausende von Kilometern hin. Die nächste Landmarke in Richtung Süden ist erst wieder in der Antarktis zu finden.

Seerosenteich | ©: Unclesam - Fotolia
Als einer der drei schönsten Botanischen Gärten weltweit gilt der Botanische Garten von Pampelmusses. Und das braucht auch nicht zu wundern, denn hier gibt es die ganze Vielfalt an tropischen Pflanzen zu sehen. Zum Bestand gehören sogar Talipot-Palmen, die nur einmal in 60 Jahren blühen und absterben. Zu den weiteren Highlights gehören die riesigen Victorial Regia Wasserlilien sowie die Wasserlilien vom Amazonas, deren Blätter sogar ein kleines Kind tragen sollen. Seit den Tagen des ersten Besitzers, Mahé de Labordonnais, wurde der Garten beständig weiter ausgebaut. 1767 pflanzte Pierre Poivre Gewürze an und machte damit den Holländern im Gewürzhandel ernsthaft Konkurrenz. Weil im Laufe der Jahrzehnte auch Zierpflanzen für den Export gezüchtet wurde, gilt dieser Garten heute als der weltweit artenreichste Botanische Garten.
Wie in einem tropischen Regenwald dürfen sich die Besucher des La Vanille Crocodile Parks führen. Palmen und zahlreiche exotische Pflanzen verwandeln den Naturpark in einen Garten der Sinne. Auch wenn die Krokodile dem Park seinen Namen gaben, erleben die Gäste hier sehr viel mehr. Beeindruckend sind beispielsweise die Riesenschildkröten, die auf der Insel einst ausgerottet waren, weil sie von den Seeleuten zu Tausenden abgeschlachtet wurden, und erfolgreich wieder angesiedelt wurden. Die Krokodile wohnen in mehreren Becken und Seen, die auf dem Gelände angelegt wurden. Darüber hinaus erfahren die Besucher jede Menge Wissenswertes aus der Welt der Krokodile.

Black River Schlucht | ©: carole castelli - Fotolia
Aktiven Naturschutz hat man sich im seit 1994 existierenden Black River Gorges Nationalpark auf die Fahnen geschrieben. Er erstreckt sich auf einer Fläche von fast 7.000 Hektar über den Südwesten der Insel und nimmt etwa 3,5 Prozent der Landfläche auf der Insel ein. Weil hier ein großer Teil der einheimischen und endemischen Pflanzen ihren Lebensraum hat, gilt der Urwald als einer der seltensten Wälder überhaupt. Von etwa 700 Pflanzenarten, die es auf Mauritius gibt, finden mehr als 300 im Nationalpark ein Refugium. Vor allem bedrohte Tierarten wie der Mauritius-Turmfalke oder die Rosa Taube werden aktiv geschützt. Natürlich haben im Park auch Arten, die eingeführt wurden, ihr Revier im Park gefunden. Dazu gehören etwa Wildschweine und Flughunde. Auf einem gut ausgebauten Wandernetz mit einer Länge von circa 60 Kilometern können die Besucher die Fauna und Flora von Mauritius erwandern. Drei Routen wurden für eine ausführliche Tour durch den Park ausgebaut. Vor Ort können sich die Besucher in zwei Besucherzentren ausführlich über den Nationalpark, seine Entstehung und über die Welt der Tiere und Pflanzen, die er beherbergt, informieren.
Die Vogelwelt gilt als einmalig auf den Inseln des Indischen Ozeans. Weil sich hier das Leben ungestört von äußeren Einflüssen entwickeln konnte, haben vor allem Vögel ökologische Nischen besetzt, die anderswo von Säugetieren in Beschlag genommen wurden. Wie artenreich diese Gattung auf Mauritius vertreten ist, können die Besucher im Casela Vogelpark, einem Teil des Casela Nature-Parks erleben: Mehr als 1.500 Vögel aus 150 Arten tummeln sich in den Gehegen des Parks, darunter als ganz besonderes Prachtstück die Rote Taube, die als besonders gefährdet gilt.

Schildkröten füttern | ©: BlueOrange Studio - Fotolia
Eine Landschaft wie im Märchen offenbart der Le Val Nature Park, der in einem Tal inmitten von dicht bewachsenen Hügeln und Bergen liegt. Der Park, der von Affen, Hirschen und Riesenlandschildkröten bevölkert wird, hat einen sehr alten Baumbestand, der den Besuchern auf ihrem rund zweistündigen Rundgang durch den Park viel Schatten spendet. In den zahlreichen Teichen auf dem Gelände werden Garnelen und Fische gezüchtet, während in den Gewächshäusern Blumen gezogen werden, etwa im Zentrum des Parks liegt ein See mit vielen Möglichkeiten für einen kurzweiligen Aufenthalt. Dazu gehören eine Eisenbahn im Miniformat sowie ein Bootsverleih. In einem Restaurant können sich die Gäste bei einer kreolischen Mahlzeit stärken.

Vulkankrater Trou aux Cerfs auf der Hochebene bei Curepipe | ©: SPy - Fotolia
Aus Feuer geboren ist Mauritius ebenso wie viele andere Inseln des Indischen Ozeans. Das liegt an einem geologisch sehr aktiven Hot Spot, aus dem sich eine ganze Reihe von Vulkanen erhoben haben. Doch anderes als im benachbarten Réunion ist der Trou aux Cerfs, der in grauer Vorzeit die Insel gebar, längst nicht mehr aktiv.
Der etwa 300 Meter durchmessende Krater, im Herzen der Stadt Curepipe gelegen, hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel für Touristen entwickelt. Sie können mit dem Auto fast bis zum Rand des Kraters fahren und erleben an diesem exponierten Punkt traumhafte Aussichten, wie sonst kaum an einem Ort der Insel. Der Rempard Mountain, die drei Spitzen der Les Trois Mamelles und der Mont St. Pierre sind die herausragenden Landmarken. Darüber hinaus haben die Besucher einen Blick aus der Vogelperspektive über die Orte und Städte im Zentrum der Insel. Oft reicht der Blick sogar bis zur Küste von Mauritius, vor allem gen Westen.
An einer Seite des Kraters befindet sich ein kleiner Trampelpfad, auf dem die Besucher bis zur Wasserlinie wandern können. Denn der Krater des inaktiven Vulkans ist am Grund mit Wasser und Schlamm bedeckt und an den Hängen dicht bewachsen.
Zwischen Port Louis und Quatre Bonoes befindet sich auf dem Motorway ein Kreisverkehr mit der Abzweigung nach Curepipe. Hier ist innerorts der Weg zum Trou aux Cerfs beschildert.

Berge auf Mauritius | ©: Tarikh Jumeer - Fotolia

Shiva | ©: lissonicristiano - Fotolia
Die nebelverhangene Landschaft, die zahlreichen Tempel und der tiefe Kratersee im Südosten von Mauritius verleihen diesem Ort eine ganz besondere Magie. Denn Grand Basin, ein See in einem Vulkankrater auf einer Höhe von etwa 700 Metern ist eines der wichtigsten Heiligtümer der Hindus, die nach dem Verbot der Sklaverei zahlreich nach Mauritius zur Arbeit auf den Plantagen gereist sind.
Als der Gott Shiva zusammen mit seiner Frau Satis Parvati in seinem Blumenschiff die schönsten Plätze der Erde besuchte, so die Sage, soll er auch nach Mauritius gekommen sein. Der Gott hatte stets Wasser aus dem heiligen Fluss Ganges bei sich und verschüttete an dieser Stelle versehentlich einen Tropfen. Shiva prophezeite daraufhin, dass eines fernen Tages Hindus auf Mauritius leben würden und dieser See eine Pilgerstätte werden sollte.

Hindu Tempelanlage am Grand Bassin | ©: porschelegend - Fotolia
Heute pilgern zum Fest Maha Shivaratree, dem größten hinduistischen Fest außerhalb des indischen Subkontinents mehr als 500.000 Hindus aus allen Winkeln von Mauritius zum Grand Bassin. Die Gläubiger pilgern aber nicht nur aus diesem Anlass zum Heiligtum, sondern während des ganzen Jahres. In den Tempeln rund um den See liegt der beständige Duft von Räucherstäbchen in der Luft. Grand Bassin ist deshalb vor allem für Urlaubsgäste, die sich für die Kulturen auf Mauritius interessieren, faszinierend. Die Tempel dürfen nämlich von Jedermann betreten werden, allerdings müssen Besucher die Schuhe ausziehen, bevor sie einen Tempel betreten.

Berge auf Mauritius | ©: Sapsiwai - Fotolia

Berge und Täler auf Mauritius | ©: Harley666 - Fotolia

Wasserfall | ©: alexantoni - Fotolia
Mauritius mit seinen wilden und faszinierenden Landschaften ist vor allem für seine zahlreichen Wasserfälle bekannt. Den krönenden Abschluss bildet zum Beispiel bei einem Besuch im Black River Nationalpark ein Stopp bei den Alexandria Wasserfällen. In drei Bahnen fällt das Wasser über eine etwa 50 Meter hohe, hohle Klippe und wird gesäumt vom Grün des ursprünglichen Regenwaldes. Auch wenn der Wasserfall weniger spektakulär ist als die anderen der Insel, so lohnt sich der Abstecher von der nahe gelegenen Hauptstraße durch den Nationalpark in jedem Fall. Denn von der Aussichtsplattform aus hat der Besucher einen atemberaubenden Blick über das Tal des Black River. Traumhaft ist die Aussicht, wenn gutes Wetter herrscht und die Sonne langsam weit im Westen im Meer versinkt.
Die Rochester Falls, der breiteste Wasserfall von Mauritius, ist auch für Individualreisende gut zu finden. An einer kleinen Kreuzung zwischen den Ortschaften St. Felix und Soulliac ist ein kleines Hinweisschild angebracht, das den Weg weist. Der Wasserfall, der aus einer Höhe von etwa zehn Metern über ausgewaschenes Lavagestein rauscht, wird eingesäumt von Zuckerrohr- und Bananenplantagen, das Flussbett ist mit ursprünglichen Pflanzen bewachsen. Wer mit dem Auto anreist, kann dieses an einem kleinen Parkplatz abstellen und den Wasserfall zunächst von oben betrachten. Ein kleiner Trampelpfad führt hinunter zum Becken.

Wasserfall | ©: Tarikh Jumeer - Fotolia

Sprung vom Wasserfall | ©: ohrim - Fotolia
Angeblich soll das Becken tief genug sein, dass man von oben springen kann. Davon ist aber abzuraten, auch wenn der Wasserstand ausreichend ist, bleibt doch ein gewisses Restrisiko. Besucher sollten außerdem darauf acht geben, hier nicht übers Ohr gehauen zu werden. Denn Einheimische begleiten hier die Besucher ungefragt, zeigen ihnen den Weg und springen als Höhepunkt den Wasserfall hinunter. Ein kleines Trinkgeld von 200 Rupien ist durchaus angemessen, es gibt aber auch Guides, die unverschämt werden und 1.000 Rupien oder mehr fordern.
Die Tamarin Falls sind wohl die beeindruckendsten Wasserfälle von Mauritius, die sich über sieben Stufen nach unten ergießen. Wer dieses Naturschauspiel lediglich vom Aussichtspunkt von oben betrachtet, bringt sich um ein unvergleichliches Naturerlebnis: Denn in Begleitung eines ortskundigen Führers kann der Besucher nämlich durch den Wald aus Eukalyptusbäumen, Pfeffersträuchern und verschiedenen Palmen nach unten wandern. Festes Schuhwerk und Moskitospray sind auf diesem Weg fast Pflicht, denn der Weg nach unten ist kein befestigter Wanderweg, teilweise ist er sehr steil und rutschig.
Die Wanderer marschieren also durch eine fast ursprüngliche Urwaldlandschaft. Wer den gesamten Weg zurücklegen möchte, sollte allerdings genügend Zeit mitbringen. Der Ab- und anschließende Wiederaufstieg ist eine komplette Tagestour, jedoch kann man auch lediglich ein Teilstück, etwa bis zur dritten Stufe, gehen. Unten angekommen kann der Wanderer vor dem anstrengenden Aufstieg ein erfrischendes Bad im klaren Wasser des Flusses nehmen. Die Anreise erfolgt über Quatre Bones, Vacoas und Henrietta. Hier warten am Busbahnhof auch schon Guides, welche Touristen zu den Tamarin Falls führen. Eine komplette Tour sollte pro Person etwa 350 Rupien kosten.
Im Herzen von Mauritius befindet sich der Hesketh Ball Wasserfall, der wohl schönste Wasserfall der Insel, gesäumt vom Grün der tropischen Pflanzen. Denn der Wasserfall liegt in einem bewachsenen Tal und ergießt sich aus einer Höhe von etwa fünf Metern in das Becken. Wer die Seele baumeln lassen möchte, kann auf einem kleinen Trampelpfad das Tal und seine Pflanzenwelt erkunden.
Die Anfahrt erfolgt über den Highway. Wer den Wasserfall besuchen möchte, nimmt die Abfahrt Reduit. Hier geht es zunächst zur Universität und auf der Straße weiter zu einem Kreisverkehr, wo die letzte Abfahrt zur Hesketh Bell Bridge führt. Hier geht es dann zu Fuß weiter.

Traumhaft paradiesische Strände auf Mauritius | ©: Jörg Engel - Fotolia
Erkaltete Lava hat eine Landzunge gebildet, die weit ins Meer hinausreicht. An diesem Punkt, dem Baie du Cap, bietet sich dem Gast ein schier unglaublicher Ausblick auf die Insel und den Ozean.
Nur rund 15 Autominuten von Port Louis ist der Traumstrand von Baie du Tobeau entfernt. Der schneeweiße Sand wird von zahlreichen Palmen gesäumt, während das Meer klar ist wie nur an wenigen anderen Stränden. Besucher schwärmen in den höchsten Tönen von dieser Kulisse zum Träumen.
Vor allem während des Sommers schätzen die Badegäste den Strand von Belle Mare, einem der breitesten auf der Insel. Denn er ist meist dem Wind ausgesetzt und sorgt deshalb für eine angenehme und natürliche Erfrischung. Viele kleine Buchten laden zum Baden und Träumen ein.
Klein, aber sehr bekannt und von vielen Badegästen besucht ist der Strand von Blue Bay. Er grenzt direkt an den Marine Park und bietet deshalb die optimalen Voraussetzungen für ein Picknick am Strand. Im Meer wartet eines der schönsten Riffe von Mauritius darauf, entdeckt zu werden.
Als Hort der Ruhe abseits des hektischen Treibens in den Metropolen gilt der Strand von Malheureux. Weil hier des Öfteren große, schwarze Lavasteine im Sand liegen, ist dieser Strand eher unbekannt, Badegäste sollten nicht auf Badeschuhe verzichten. Dafür entschädigen den Gast aber das klare Wasser der Lagune und die Ruhe.
Über eine Länge von mehreren Kilometern erstreckt sich der Strand von Flic en Flac, der als Hauptstrand auf der Westküste von Mauritius gilt. Er ist aus allen Richtungen sehr gut erreichbar und wird auch von Einheimischen gern besucht. Schwimmer müssen wegen der starken Strömung etwas vorsichtig sein.
Schwimmer haben am öffentlichen Strand der touristischen Hauptstadt am öffentlichen Strand schlechte Karten, weil die Bucht für gewöhnlich von einer riesigen Flotte von Booten belegt ist. Trotzdem gilt diese Bucht als die schönste auf ganz Mauritius, die den Betrachter mit dem Farbenspiel des Wassers in den verschiedensten Blautönen verzaubert.
Zwischen den zwei größten Hotels des Fischerdorfes liegt der kleine öffentliche Strand von Grand Gaube. Die Badegäste, welche die Sonne genießen, haben hier einen hervorragenden Blick auf die kleinen, vorgelagerten Inseln. Die Besucher können sich auf dem Strand rundum verwöhnen lassen und können mit etwas Glück eine der zahlreichen Regattas hautnah verfolgen.

Traumstrand von Mauritius | ©: Tom-Hanisch.de - Fotolia
Einen Besuch wert ist der Strand am südlichsten Punkt von Mauritius. Der Indische Ozean präsentiert sich hier mit Brechern und hohen Flutwellen von seiner stürmischen Seite. Der Strand ist vor allem als Aussichtspunkt sehr beliebt.
Völlig zu Recht gehören die Strände der kleinen Insel Ile aux Cerfs zu den schönsten Stränden der Welt. Sie bieten feinen, weißen Sand und klares, blaues Wasser. Sie sind längst mehr als nur ein Geheimtipp. Deshalb sollten Besucher möglichst frühzeitig auf die Insel fahren, um sich einen guten Platz zu sichern.
Die kleine Bucht, in dem sich der Traumstrand La Cuvette im Herzen von Grand Baie befindet, wird vor den Wellen des Ozeans von Felsen geschützt. Der feine Sand und das klare Wasser machen den Aufenthalt zu einem Vergnügen. Die Nähe des Luxushotels Royal Palm sorgt dafür, dass es den Badegästen an nichts fehlt.
Baden und mehr verspricht der kleine Strand am Rand des Black River Bezirks: Ganz in der Nähe des weißen Sandstrandes steht der Martello Turm aus der Kolonialzeit, der von den Badegästen gern besichtigt wird. Der Strand gilt als ideales Ziel für Gäste, die in Ruhe ihre Bahnen im Meer ziehen wollen.

Le Morne | ©: Asiul - Fotolia
Die Badegäste können an diesem öffentlichen Strand vor der beeindruckenden Kulisse des Berges Le Morne schwimmen. Ein kleines Stück weiter befindet sich ein weiterer Strand, der wegen des Wellengangs vor allem eine Spielwiese für Kitesurfer geworden ist. Wer diesen Sport lernen möchte, kann hier auch Kurse buchen.
In der riesigen Lagune von Mahébourg treffen sich mehrmals im Jahr zahlreiche Boote aus nah und fern zur Teilnahme an einer der berühmten Regattas. Schwimmen ist an der langen Strandpromenade nicht möglich, dafür haben die Besucher einen hervorragenden Blick aufs Meer und die vorgelagerten Inseln.
Die Mauritianer treffen sich am Wochenende an diesem Strand. Wer sich im Urlaub gern unter die Einheimischen mischt, hat hier also die beste Gelegenheit dazu. Die große Lagune ist geradezu ideal zum Schwimmen für die ganze Familie, zudem gibt es am Strand viele regionale Spezialitäten zum Probieren.
Weißer Sand, türkisblaues Wasser und brodelndes Lebens sind die Markenzeichen des Strandes von Pereybere. Der Strand liegt mitten im Ortszentrum und ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt. Der Strand empfiehlt sich als Ziel für die ganze Familie, weil hier auch kleine Kinder im Wasser und im Sand jede Menge Spaß haben können.
Viele kleine Buchten, in welchen die Besucher vor der Hektik des Alltags für ein paar Stunden fliehen können, sind das Markenzeichen des sechs Kilometer langen Strandes von Pointe aux Cannoniers. Die Badegäste finden hier hervorragende Bedingungen zum Schwimmen und zum Schnorcheln vor. Der Strand wird gelegentlich von großen Lavafelsen unterbrochen.
Ruhige und romantische Buchten finden die Badegäste am langen Strand von Pointe aux Piments. Das absolute Highlight ist das Korallenriff, das ideale Bedingungen für Taucher und Schnorchler bietet. Wegen der großen Artenvielfalt gibt es in der Region den ersten maritimen Nationalpark. Auch mit den Einheimischen können die Urlaubsgäste am öffentlichen Strand rasch in Kontakt kommen.
Der Strand im Südosten der Insel gilt als einer der schönsten auf Mauritius. Weißer Sand und eine türkisblaue Lagune über eine Länge von mehreren Kilometern verzaubern seine Gäste. Das klare Wasser ist ideal zum Schwimmen und Schnorcheln. Von Juni bis August finden Kitesurfer in diesem Küstenabschnitt ideale Bedingungen vor.
Vor allem in den heißen Sommermonaten strömen die Badegäste wegen des frischen Windes an den örtlichen Strand. Der Strand wird gesäumt von zahlreichen Casuarina Bäumen und einer türkisblauen Lagune, in der auch Kinder ohne Probleme baden können. Der Ort gilt noch als Geheimtipp auf Mauritius.
Der Traumstrand im Süden ist am Wochenende und an Feiertagen ein beliebter Treffpunkt für Einheimische, ansonsten ist er fast menschenleer, Gäste finden also Ruhe und Erholung. Weil die Strömung sehr stark ist, sollten Anfänger, die hier schwimmen wollen, sehr vorsichtig sein. Gen Norden wird der Strand flankiert von grün bewachsenen Bergen.
Der Strand befindet sich in einer kleinen Bucht im Mündungsbereich des Black River in den Indischen Ozean. Das Wasser ist hier jedoch nicht so klar wie in den Lagunen und auch der Strand bietet keine so traumhafte Kulisse wie sie an anderen Stellen der Insel zu finden sind.
Schwarze Lavasteine und das raue Meer, das sich an den Korallenriffen bricht, bilden die atemberaubende Kulisse im Osten von Mauritius. Der öffentliche Strand eignet sich nicht sonderlich gut zum Baden, aber bei einem Spaziergang lassen sich im Sand wundervolle Muscheln entdecken. In der heißen Jahreszeit sorgt der ständige Wind für angenehme Erfrischung.
Wie aus einer anderen Zeit erscheint das kleine Fischerdorf Souillac. Denn hier gibt es zahlreiche Gebäude aus der Kolonialzeit, die besichtigt werden können. In dem Ort hat übrigens der Dichter Robert Edwards gelebt, dessen Haus heute ein Museum über sein Leben und Wirken ist.
Surfer aus aller Welt schwärmen von dem hervorragenden Revier in der Bucht von Tamarin im Schatten des Riviere Noire. Das Angebot am Strand lässt keine Wünsche offen. Jedoch hängt das Badevergnügen vom Wetter ab. Denn bei starkem Wind bilden sich große Wellen, die Brandung reicht dann direkt bis zum Strand.
Wer einen Ausflug zu einer der benachbarten Inseln zu Wasser machen möchte, findet die Anbieter für Bootsausflüge an diesem Strand. Die Gäste treffen sich bei der Hauptanlegestelle nahe der Ruine eines alten Kalkofens.
Über mehrere Kilometer bietet der öffentliche Strand von Trou aux Biches ungetrübtes Badevergnügen. Wer nicht in der prallen Sonne liegen möchte, findet unter den zahlreichen Filasobäumen jede Menge Schatten. An dieser Stelle ist das Meer ruhig und die Lagune relativ flach. Der Strand ist von der Küstenstraße aus sehr leicht zugänglich.
Völlig zu Recht gilt Mauritius als Mekka für Aktivurlauber. Denn die Möglichkeiten sind schier grenzenlos. Von Wandern und Radfahren bis hin zu abenteuerlichem Wassersport ist so ziemlich alles möglich.

Kitesurfen auf Mauritius | ©: Carina Hansen - Fotolia

Traumhafte Kanutouren in türkisfarbenem Wasser | ©: Jörg Engel - Fotolia
Der Golfsport erlebte in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom. Aus drei Plätzen in den 1980ern sind mittlerweile ein Dutzend Plätze geworden, darunter sechs 18-Loch-Anlagen, sechs weitere sind in Planung oder befinden sich im Bau. Die Golfplätze sind meist an ein Hotel angeschlossen und teilweise weit über die Grenzen von Mauritius hinaus bekannt. Golfsportler können schon bei der Buchung nach einem entsprechenden Ressort suchen.

Golfplatz für die Golfer | ©: goodluz - Fotolia
Höchstens fünf Kilometer vor der Küste von Mauritius fällt der Meeresboden auf eine Tiefe von rund 700 Metern ab. Die Region gilt als absolutes Mekka für Hochseefischer. Wer einmal auf den Spuren Ernest Hemingways wandeln und selbst Hochseeangeln möchte, findet entsprechende Angebote in jedem Touristenort und kann bequem vor Ort buchen. Auf der Insel gibt es ein gutes Dutzend an verschiedenen Anbietern.
Weil Mauritius fast komplett von einem Riff umschlossen ist, können die Urlaubsgäste fast an jedem Ort schnorcheln. Ein Guide vor Ort kann den Besuchern erklären, wo sich die schönsten Ecken zum Schnorcheln befinden. Unter Wasser ist Vorsicht angesagt. Denn nicht nur bunte und faszinierende Fische sind im Indischen Ozean zu Hause, sondern auch Muränen, Rotfeuerfische und andere Arten, die nicht ungefährlich sind.
Natürlich sind die endlosen Weiten des Indischen Ozeans ein ideales Revier für Segler. Sieben Anbieter verleihen auf Mauritius Yachten oder bieten Kurse an.

Segelregatta | ©: BlueOrange Studio - Fotolia

Tauchen auf Mauritius | ©: tagstiles.com - Fotolia
Mehr als 1.000 Fischarten haben ihre Heimat im Indischen Ozean. Das und die faszinierenden Welten der Riffe machen jeden Tauchgang zu einem besonderen Erlebnis. Wagemutige Taucher können sogar auf Tuchfühlung mit Haien, den Königen der Meere, gehen. Mehr als 20 Anbieter stehen auf Mauritius für Tauchgänge zur Verfügung.
Als ideales Revier für Windsurfer gelten der Norden und der Nordosten von Mauritius. Der Wind ist aber eher gemäßigt und erreicht nur selten Windstärken, die höher als 2 bis 4 liegen. Die entsprechende Ausrüstung kann in den meisten Hotels der Region ausgeliehen werden.
Die Insel Mauritius bietet eine Vielzahl von faszinierenden Zielen, seien es Naturschönheiten oder historische Sehenswürdigkeiten aus der Zeit der Kolonialisierung – mehr als sich in einem einzigen Urlaub erleben lassen. Egal, an welcher Ecke der Insel der Gast seinen Urlaub verbringt, er kann Mauritius und seine Geheimnisse zu Lande und zu Wasser entdecken. Das Angebot reicht von Bustouren bis hin zu Bootstouren und Ausflügen mit dem Katamaran. Gebucht werden können die Ausflüge entweder von zu Hause aus mit der Buchung des Hotels oder vor Ort auf Mauritius.
Ein besonderes Erlebnis, das nur an wenigen Orten auf der Welt geboten ist, ist das Beobachten von Walen und Delfinen im Indischen Ozean. Vor der westlichen Küste von Mauritius sind große Schwärme der schlauen Delfine zu finden. Die Boote, welche Urlaubsgäste zu den Delfinen bringen, starten in Black River. Sie legen bereits um 8 Uhr ab, weil sich die Delfine morgens von ihren nächtlichen Jagd- und Streifzügen in die Schlafplätze zurückkehren. Zwei Arten von Delfinen können vor Mauritius beobachtet werden. Das sind zum einen pazifische Delfine, etwas seltener sind die größeren Tümmler. Wenn das Boot einen Schwarm gefunden hat, dauert es meist nicht lange, bis die neugierigen Tiere angeschwommen kommen und die Besucher mit ihnen sogar im Wasser auf Tuchfühlung gehen können.
Bei einem Ausflug mit der Isla Mauritia unternehmen die Teilnehmer eine Zeitreise mitten ins 19. Jahrhundert. Bei dem Schiff handelt es sich nämlich um einen originalen Bau, der 1852 erstmals in See gestochen ist. Zunächst war das Schiff auf der einträglichen Route zwischen Europa und Afrika als Handelsschiff eingesetzt, bevor es mit Barcelona als Mutterhafen nur noch im Mittelmeer segelte. Nach mehr als einem Jahrhundert, nämlich 1959, sank es ohne ersichtlichen Grund. Zwei Jahre später wurde die Isla Mauritia jedoch gehoben und restauriert. Nachdem sie für verschiedene Filmprojekte eingesetzt wurde, kam sie schließlich nach Mauritius, wo sie nun Touristen ein unvergessliches Erlebnis bietet.
Die Teilnehmer des Ausflugs treffen sich üblicherweise um 9.30 Uhr am Steg in Grand Baie und werden von hier aus mit einem Hilfsboot auf die Isla übergesetzt. Dort empfängt die Crew ihre Gäste standesgemäß im Piratenoutfit. Sobald der Anker gelichtet ist, nimmt das Schiff vom Dieselmotor angetrieben, Fahrt auf. Doch schon bald werden die Segel gehisst, wobei die Besucher tatkräftig mithelfen dürfen. Auf dem Weg nach Baie du Tombeau können die Gäste schnorcheln und die faszinierende Unterwasserwelt kennenlernen. Mittags wird ein kreolisches Menü serviert.
Nähere Infos und Buchung unter www.isla-mauritia.com.
Erst 2002 öffnete der Naturpark Domaine de L´Eoile seine Pforten. Das Besondere an diesem Park sind nicht nur die beeindruckenden Landschaften, sondern die Tatsache, dass die Besucher in die Welt des tragischen Liebespaares Paul und Virgine eintauchen können. Im Park befinden sich nämlich jede Menge Requisiten, die für die 1972 realisierte Verfilmung des Klassikers gebaut wurden, etwa eine Hütte und eine traumhafte Veranda.
Besucher können diesen Park auf verschiedene Art entdecken, etwa zu Fuß, mit dem Rad, zu Pferd oder mit dem Mountainbike. Sie erleben dabei nicht nur unberührte Natur, sondern können Arbeitern auf den Plantagen bei der beschwerlichen Arbeit über die Schulter schauen. Denn das Zuckerrohr wird beispielsweise noch wie annodazumal von Hand und mit der Sichel geerntet.
Weil natürlich bei den Touren auch der Spaß nicht zu kurz kommen soll, bietet der Naturpark jede Menge zusätzlicher Attraktionen. So können die Gäste in die Fußstapfen von Jägern treten, wenn sie sich, bewaffnet mit Pfeil und Bogen auf die Suche nach Gummitieren im Gelände machen und diese erlegen.
Über Jahrzehnte hinweg wurde die Insel nach ihrer Entdeckung zu Beginn des 16. Jahrhunderts nur als Stützpunkt auf der langen Seereise zwischen Europa und Indien genutzt, um hier frisches Wasser und Vorräte zu laden. Entdeckt wurde die Insel zwischen 1505 und 1510 vom portugiesischen Seefahrer Pedro Mascarenhas, nach dem die Inselgruppe der Mascaren benannt wurde. Dazu gehören neben Mauritius auch Réunion und Rodrigues. Doch erst 1598 meldete die damalige Kolonialmacht Holland ihren Gebietsanspruch auf die Insel an. Die ersten Siedler trafen allerdings erst 1638 auf der Insel ein.

Fischer mit seinem Boot | ©: Louie Schoeman - Fotolia
Der erste Versuch, die Insel dauerhaft zu besiedeln, scheiterte jedoch. Die Niederländer beanspruchten die Insel Mauritius 1598 und besiedelten sie anno 1638. Die Siedler kämpften jedoch gegen Krankheiten und verschiedene Umweltplagen wie Zylone und Schädlinge, so dass die Kolonie 171ß aufgegeben wurde. In den folgenden Jahren machten Seeräuber die Insel zu ihrem Stützpunkt und fügten den Großmächten der damaligen Zeit durch ihre immer dreisteren Überfälle einen erheblichen Schaden zu. Das war Grund genug für Frankreich, das unter anderem das benachbarte Réunion zu seinen Besitzungen zählte, einzugreifen und den Piraten den Kampf anzusagen.
1715 gelang es den Franzosen, das organisierte Piratentum zu zerschlagen und die Insel zu erobern. Die Insel blieb fortan von den politischen Wirren der Kolonialherren nicht verschont, französische Korsaren fügten von der Operationsbasis auf Mauritius der Handelsflotte des Erzfeindes Großbritannien erheblichen Schaden zu.
Schließlich besetzten die Briten 1810 die tropische Insel und blieben die Herren bis zur Unabhängigkeit des Staates Mauritius 1968. Die französischen Herrscher hatten im Mauritiuskrieg eigentlich eine Seeschlacht erwartet und nicht damit gerechnet, dass ein starkes britisches Heer im Norden der Insel landen und einmarschieren würde.
Nachdem 1835 die Sklaverei auf Mauritius verboten wurde, fehlten billige Arbeitskräfte, um die Plantagenwirtschaft rentabel aufrecht zu erhalten. Deshalb wurden in Indien massenhaft Vertragsarbeiter angeworben, so dass deren Nachfahren mittlerweile den größten Anteil an der Bevölkerung haben.
Auf der zweitgrößten Insel des heutigen Staates Mauritius, Rodriguez, landeten die Niederländer erstmals 1601. Die ersten Versuche, sich dauerhaft niederzulassen, scheiterten aber schon nach kurzer Zeit. Deshalb nutzten sie die Schiffe auf dem Weg in die Kolonien lange Zeit nur als Landmarke und Möglichkeit, ihre Vorräte aufzufrischen.
Erst 1691 wollten Hugenotten, die vor der Verfolgung in Frankreich geflohen waren, auf Rodriguez eine protestantische Republik namens Eden errichten. Aber nur acht Männer erreichten unter der Führung von Francois Leguat überhaupt die Insel. Nach zwei Jahren gaben sie jedoch auf und gingen nach Mauritius, wo sie von den herrschenden Niederländern wegen des Verdachts auf Spionage inhaftiert wurden.
Ab 1725 starteten die Franzosen einen weiteren Versuch, die Insel zu besiedeln und zehn Jahre später wurde die erste feste Siedlung, Prot Mathurin, gegründet. Die entlegene Insel war auch in die ständigen Auseinandersetzungen zwischen Großbritannien und Frankreich verwickelt. So wurde Rodriguez am 27. Dezember 1808 von einer Flotte mit 16.000 Mann besetzt und diente zwei Jahre später als militärische Basis zur Eroberung von Mauritius.
Rodriguez blieb, anders als Réunion, das ebenfalls kurzzeitig britisch war, im Empire und formte nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit der größeren Nachbarinsel den neuen Staat Mauritius.

Blaue Mauritius | ©: André Bujara - Fotolia
Weder ist sie die seltenste noch die wertvollste Briefmarke der Welt, trotzdem genießt die Blaue Mauritius und ihre „kleine Schwester“, die Rote Mauritius sowohl in Fachkreisen als auch bei Laien einen legendären Ruf. Dabei ist die Blaue Mauritius um einiges bekannter als die Rote von beiden existieren nur noch wenige Exemplare. Acht gebrauchte und vier ungebrauchte sind es bei der Blauen Mauritius, zwölf Gebrauchte und zwei ungebrauchte bei der Roten. Angeblich – so die Legende – soll es sich bei der ersten Auflage, die 500 Stück betrug, um einen Fehldruck gehandelt haben.
Zumindest zählen Blaue und Rote Mauritius zu den ältesten Briefmarken weltweit. Denn nachdem die ersten Briefmarken 1840 in England benutzt wurden, eiferte man in den Kolonien dem Vorbild aus dem Mutterland nach. Gouverneur Sir William Gomm unterzeichnete eine Verordnung, wonach zwei Marken herausgegeben werden sollten: Eine rote Marke für Briefe innerhalb von Mauritius, eine blaue für den internationalen Postverkehr. Die erste Serie der Marken wurde am 21. September 1847 ausgegeben. Auf ihrer Umrandung stand die Inschrift: „Mauritius“, „Postage“ und „Post Office“ statt dem in England üblichen „Post Office“. In der zweiten Auflage blieb das Motiv, ein Seitenportrait der Queen Victoria, unverändert. Lediglich der Schriftzug „Post Office“ wurde durch „Post Paid“ ersetzt.
Weil die ersten Marken nicht einmal 20 Jahre nach ihrer Ausgabe einen hohen Seltenheitswert hatten, kochten ab 1864 Gerüchte hoch, es handle sich dabei um Fehldrucke. Aktennotizen bewiesen jedoch, dass es sich nicht um Fehldrucke handelte, sondern der Schriftzug bewusst so gewählt worden war. Doch der Grundstein für die Legende war gelegt, betuchte Sammler machten sich nun auf die Jagd nach der Blauen Mauritius. Die größte Sammlung an Exemplaren der Blauen Mauritius befand sich in den 1980er Jahren übrigens im Fernen Osten: Der japanische Industrielle Hiroyuki Kanai besaß insgesamt acht Mauritius. Zu seiner Sammlung gehörte auch der Bordeaux-Brief, der sowohl mit einer Roten als auch einer Blauen Mauritius frankiert war.

Dodo | ©: DM7 - Fotolia
Fett und unbeholfen, diese Eigenschaften werden dem Dodo gemeinhin zugeschrieben. Denn der flugunfähige Vogel, der lediglich auf den Inseln Mauritius und Réunion lebte und etwa 1690 ausgestorben ist, kannte keine natürlichen Feinde. Zum Verhängnis wurden ihm zwei Faktoren: Ein Exemplar wog um die 20 Kilo, und obwohl das Fleisch nicht sonderlich wohlschmeckend war, bildete es für die Seefahrer, die schon wochen- oft monatelang auf hoher See waren, eine willkommene Abwechslung im Speiseplan. Der zutrauliche Vogel, der in seiner Heimat keine natürlichen Feinde kannte, war eine leichte Beute für sie. Hinzu kam, dass die Gelege des bodenbrütenden Dodos eine Delikatesse für eingeschleppte Tiere wie Schweine, Ratten und Affen war.
Das Bild vom schwerfälligen Vogel dürfte auch daran legen, dass zeitgenössische Maler vor allem Tiere abbildeten, die in Gefangenschaft lebten. Eine andere Erklärung liegt im natürlichen Lebensrhythmus von Mauritius: Auf der Insel gibt es sowohl feuchte als auch trockene Jahreszeiten. Es könnte also durchaus sein, dass sich der Vogel während der Regenzeit üppige Fettreserven angefressen hat, um in der Trockenzeit nicht zu verhungern.
Eine der wenigen realistischen Darstellungen des Dodo, der als Maskottchen von Mauritius gilt und auch im Wappen des Landes erscheint, stammt vom indischen Maler Ustand Mansur aus dem Beginn des 17. Jahrhunderts. Auch berichten zufolge hatte der Dodo ein blaugraues Gefieder und einen gebogenen Schnabel. Seine Flügel waren nutzlos, denn wegen der schwach ausgebildeten Brustmuskulatur konnte der Vogel nicht fliegen. Ob der Dodo in Réunion tatsächlich beheimatet war oder ob es sich bei den dort gefundenen Exemplaren um eingeschleppte Vögel handelt, bleibt wohl für immer ein Rätsel.

Maheswarnath Tempel in Mauritius | ©: Cisek Ciesielski - Fotolia
Mauritius gilt völlig zu Recht als Schmelztiegel der Kulturen, in dem Völker aus völlig verschiedenen Winkeln der Welt friedlich nebeneinander leben und ihren Glauben tolerieren. Neben den bekannten christlichen Festen, die höchsten sind ja Ostern und Weihnachten, haben auch Moslems, Chinesen und Hindus ihre hohen Feiertage, die sie auch auf Mauritius pflegen. Auch Andersgläubige tolerieren diese nicht nur, sondern feiern auch kräftig mit.

Hindu Tempel auf Mauritius | ©: ruf Photography - Fotolia
In Indien pilgern die Gläubigen zu Ehren des Gottes Shiva Anfang März an den Ganges, um am Heiligen Fluss die rituellen Waschungen vorzunehmen. Denselben Hintergrund hat auf Mauritius das Shivaratree-Fest, bei dem die Gläubigen zum Grand Bassin pilgern. Kurz nach diesem Fest feiern die Hindus die Freude Holi, den Sieg des Guten über das Böse. Der genaue Termin ist abhängig vom Mondkalender. Im Oktober/November entzünden die Hindus kleine Lämpchen aus Ton als Dank für Reichtum und Glück. Hintergrund ist der Sieg der Weisheit des Lichts über die Dunkelheit von Ignoranz. Im selben Zeitraum pilgern die Hindus zum Meer, um hier rituelle Waschungen vorzunehmen. Das Jahresende feiern Hindus zwischen Oktober und März. Der Höhepunkt dieses Festes ist der Feuerlauf, bei dem Männer und Frauen barfuß über ein sieben Meter langes, glühendes Kohlebett laufen.
Die Moslems feiern im Januar das Fest Yaum un Nabai, an dem sie den Todestag von Mohammed gedenken. Zwischen Januar und Juli findet außerdem der Fastenmonat Ramadan statt, der mit dem großen Dankesfest Id-El-Fitr endet. An die Geschichte von Abraham und Isaak erinnert. Den Tag verbringen die Moslems traditionell mit Gebeten, abends wird im Kreis von Familie und Freunden ein geschlachtetes Lamm verspeist.
Die traditionellen christlichen Feste werden nicht viel anders gefeiert als in Europa. Zusätzlich ehren die Christen aber auch noch Jaques Désiré Laval, dem Apostel der Schwarzen, dem heilende Kräfte nachgesagt wurden und der 1979 heilig gesprochen wurde.
Buddhisten und Konfuzianer feiern das Chinesische Neujahr nach dem Mondkalender Ende Januar oder Anfang Februar. Dieses Fest zieht sich insgesamt über zwei Wochen hin, am Festtag werden böse Geister mit einem Feuerwerk und bunten Prozessionen vertrieben. Den Abschluss dieses Festes bildet das „Laternenfest“ bei dem die Gläubigen Laternen an den Häusern und auf den Booten befestigen, um den guten Geistern den rechten Weg zu weisen. Den Sieg des Guten über das Böse symbolisiert der Drachentanz durch Port Louis.
Das Zentrum des Nightlife auf Mauritius ist der Norden rund um Grand Baie sowohl bei den Einheimischen als auch den Touristen. Eine Legende des örtlichen Nachtlebens ist der Banana Beach Club, der seit mehr als einem Vierteljahrhundert in Grand Baie zu Hause ist. Die Partylegende hat selbst dann ihre Pforten geöffnet, wenn draußen die Zyklone toben und diente auch Filmen und Werbespots schon als Kulisse.
Auch Les Enfants Terrible, einer der bekanntesten Clubs der Insel, ist nicht weit von Grand Baie entfernt, er liegt im eher beschaulichen Ort Pointe aux Cannoniers. Er wird vor allem von den Einheimischen gern besucht, allerdings beginnt die Party erst um Mitternacht.
Natürlich gibt es darüber hinaus vor allem in den touristischen Zentren des Landes noch jede Menge weiterer Bars und Clubs, in welchen sich sowohl Einheimische als auch Feriengäste zum Feiern treffen.

Samosa | ©: Rainer Plendl - Fotolia

Ananas Plantage | ©: Keysurfing - Fotolia
So vielfältig wie die Kulturen, die sich auf Mauritius zusammengefunden haben, so reichhaltig ist auch die Küche des Landes. Neben europäischen und afrikanischen finden sich vor allem viele asiatische Einflüsse in der landestypischen mauritischen Küche. Das Essen gilt als bunt, sehr geschmackvoll und reich an Variationen. Hier eine Auswahl an typischen Snacks:
Burger, gebratenen Reis, aber auch Nudeln und Kebab aus Hühnchen sind die klassischen mauritischen Strandsnacks. Dazu gibt es zur Erfrischung verschiedene Früchte wie Kokosnuss oder Ananas.
Entlang der Straßen werden Nudeln und Reis in den verschiedensten Variationen und mit verschiedenen Soßen angeboten.
Eine typische Spezialität sind Samosa, mit Gemüse oder Fleisch gefüllte und frittierte Teigtaschen. Serviert werden sie mit Huhn, Fisch, Käse, Kartoffelbrei oder nur mit einer Chilisoße.

Chicken Curry mit Reis | ©: sarsmis - Fotolia

Spezialitäten | ©: Konstantin Kulikov - Fotolia
Frittierte Auberginen, die sogenannten Bringele Fries, werden in einer Mischung aus Mehl von Kichererbsen, Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch paniert.
Als typisch mauritisches Essen gelten Bouletten, Teigtaschen, die mit Schwein, Fisch, Huhn oder Gemüse gefüllt sind.
Restaurants öffnen auf Mauritius meist erst abends ihre Pforten. Dafür hat der Gast eine schier grenzenlose kulinarische Auswahl: Indisch, Chinesisch, Französisch oder Kreolisch sind die am meisten verbreiteten Küchen auf der Insel.
Auch in Sachen Getränke lässt Mauritius keine Wünsche offen. Selbstverständlich gehören die international bekannten Softdrinks ebenso zur Auswahl wie lokale Spezialitäten. Es lohnt sich durchaus, einmal einen Eski, der in exotischen Geschmacksrichtungen wie Mandel oder Vanille angeboten wird, zu probieren. Aus den tropischen Früchten wie Passionsfrucht oder Mango zaubern die Barkeeper schmackhafte Säfte.
Als Nationalgetränk gilt auf Mauritius jedoch Rum, der aus Zuckerrohr gewonnen wird. Der Drink, der auf der Insel in zahlreichen Variationen produziert wird, kann pur, mit Cola oder in Form eines schmackhaften Cocktails genossen werden. Das beliebteste einheimische Bier ist das Phoenix Bier, einen Tick stärker ist das Blue Marlin. Weine werden vor allem aus Frankreich, Südafrika oder Australien eingeführt.

Karte von Mauritius | ©: lesniewski - Fotolia
Sonnenbrille, Hut, Sonnencreme, Badesachen, Elektro-Adapter, eine kleine Taschenlampe, ein Taschenmesser und Insektenspray sollten Besucher im Gepäck haben. Allerdings bekommen sie auch alles Notwendige vor Ort.
Wer viel von der Insel sehen möchte, sollte sich für die Dauer seines Urlaubs ein Auto mieten. Unbegrenzte Kilometer und eine Vollkaskoversicherung sind meist enthalten. Aber vorsicht: Auf Mauritius herrscht Linksverkehr und der vorherrschende Fahrstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Der Wagen kann schon bei der Buchung des Urlaubs reserviert werden.
Die ganze Insel ist von einem gut ausgebauten Busnetz durchzogen. Allerdings stellen die Busse zwischen 18 und 20 Uhr den Betrieb ein, ein Weiterkommen ist dann nicht mehr möglich.
In den touristisch erschlossenen Regionen gibt es zahlreiche Internetcafés. Eine Stunde Surfen kostet 50 Rupien, allerdings sind die Verbindungen relativ langsam.
Generell sind keine Impfungen vorgeschrieben, es empfiehlt sich aber, den Schutz für Tetanus, Polio, Diphterie und Hepatitis A aufzufrischen. Wer länger als drei Monate auf der Insel bleiben möchte, sollte sich vorsorglich auch gegen Hepatitis B impfen lassen.
Die gängige Währung auf Mauritius ist die Rupie. Ein Euro entspricht in etwa 44 Rupien, der aktuelle Kurs kann bei jeder Bank oder im Internet erfragt werden. Mit einer EC-Karte lässt sich an jeder Bank Geld abheben. Um Gebühren zu sparen, sollten Deutsche-Bank-Kunden nach der Barclays Bank Ausschau halten. In Sachen Kreditkarten werden sowohl Master als auch Visa und American Express akzeptiert.
Das Porto ist günstig, allerdings ist eine Postkarte nach Europa mehrere Wochen unterwegs. Montags bis freitags haben die Postämter von 8.15 bis 11.15 Uhr und von 12 bis 16 Uhr geöffnet, samstags von 8.15 bis 11.45 Uhr.

Frau mit Fischen am Strand | ©: Louie Schoeman - Fotolia
20 Kilo Freigepäck können Reisende in der Economy-Klasse mitnehmen. Gepäck für den Golf- und Tauchsport muss bei der Fluggesellschaft vorher angemeldet werden.
Die Hauptreisezeit nach Mauritius liegt zwischen November und Januar, generell herrschen aber während des ganzen Jahres optimale Bedingungen. Nur der Februar und März empfehlen sich nicht für einen Urlaub, weil in diesen Monaten Zyklonen und starke Regenfälle auftreten.
Die Stromspannung beträgt auf Mauritius 220 Volt. Steckdosen gibt es entweder nach der europäischen oder der britischen Norm als Dreipolsteckdosen. Besucher sollten einen Adapter mitnehmen.
Taxis warten an allen belebten Plätzen auf Fahrgäste. Sie können auch für Halb- oder Ganztagestouren gebucht werden. Welcher Fahrpreis berechnet wird, hängt vom Verhandlungsgeschick des Gastes ab.

Typische Fischerboote | ©: Patrick Hemdé - Fotolia
Die Urlaubsgäste sollten sich für die Dauer des Aufenthaltes eine mauritische Sim-Karte für ihr Handy besorgen. Bei den Anbietern EmTel und Orange, die auf der Insel vertreten sind, kostet eine SMS nach Europa etwa sechs Rupien. Sim-Karten und Guthabenkarten werden in zahlreichen kleinen Boutiquen und Supermärkten verkauft. Es gibt aber auch CallingCards für günstige Gespräche nach Europa. Die internationale Vorwahl für Gespräche nach Mauritius lautet: 00230.
Urlaubsgäste aus Deutschland brauchen nur einen Reisepass, der zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate lang gültig ist. Eine Einreiseerlaubnis bekommt man bis zum Datum des Rückflugs. Wer länger auf Mauritius bleiben will, kann ein Touristenvisum beantragen, das drei Monate gültig ist und auf sechs Monate verlängert werden kann.
Weil seit 2008 auch in Mauritius die Sommer- und Winterzeit eingeführt wurde, gehen die Uhren gegenüber Mitteleuropa um vier Stunden vor.
Besucher über 16 Jahre dürfen auf Mauritius zollfrei 250 Gramm Tabak, einen Liter Schnaps, zwei Liter Wein oder Bier und 250 Milliliter Eau de Toilette einführen. Was ausgeführt werden darf, erfahren die Mauritius-Urlauber beim Zoll.
Osterinseln
Die Osterinseln befinden sich im Pazifischen Ozean und gehören zu Chile. Nur die Hauptinsel Rapanui ist von Menschen bewohnt und wegen der Moais bekannt.
Insel La Réunion
Réunion gilt nicht nur als absolutes Mekka für Wassersportler, sondern auch für alle Arten von Aktivurlaub. Wegen der Gewürze gilt Réunion nach wie vor auch als eine Insel der Genüsse.
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