Seitenanfang zur Navigation springen.

Kathmandu-Valley: Bhaktapur - Nagarkot - Dhulikel


Bhaktapur

Bhaktapur  / Bild 28188185
Bhaktapur | ©: Smithore - Fotolia

Das Mittelalter in Nepal können die Besucher in Bhaktapur hautnah erleben. Denn die kleinste der drei Königsstädte des Landes war vom 14. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts das politische Herz des Malla-Reiches. Viele von den 172 Tempelanlagen der Stadt stammen aus dieser Ära. Obwohl 1934 ein Erdbeben große Schäden an der Bausubstanz verursachte, wurden die beschädigten Gebäude originalgetreu restauriert. Anders als in der Hauptstadt Kathmandu gibt es in Bhaktapur noch keine modernen Betonbauten. Schon im 19. Jahrhundert fiel Reisenden auf, das Bhaktapur weniger chaotisch wirkt als die Landeshauptstadt.

Bhaktapur, Altstadt  / Bild 22385833
Bhaktapur, Altstadt | ©: XtravaganT - Fotolia

Der Erhalt dieser Bausubstanz ist maßgeblich dem Biktapur Development Project zu verdanken. Der damalige saarländische Ministerpräsident hatte bei einem Besuch Ende der 1960er Jahre eine finanzielle Hilfe von einer Million D-Mark zugesagt, und schließlich konnte ab Mitte der 1970er Jahre flächendeckend saniert werden.

Temple in Bhaktapur (Nepal)  / Bild 22422343
Temple in Bhaktapur (Nepal) | ©: XtravaganT - Fotolia

Bhaktapurs Wurzeln reichen bis in die spätvedische Zeit der Licchavi zurück. Die heutige Struktur geht auf die Gründung von König Ananda Malla anno 889 zurück. Der Grundriss orientierte sich an einer Trommel des Shiva, die einer Sanduhr ähnlich sieht. Der älteste Stadtteil rund um den Dattatreya Square ist heute eine beliebte Sehenswürdigkeit für Touristen. Übersetzt bedeutet der Name Bhaktapur "Stadt der Gottesfürchtigkeit".

Eine Sehenswürdigkeit sehen die Besucher von Bhaktapur schon während der Anfahrt aus Kathmandu: Am westlichen Rand der Stadt liegt der Siddha Pokhri, ein fast 100 Meter langer Wassertank. Weil in diesem Tank der Legende nach eine riesige Wasserschlange leben soll, die jedoch noch keiner gesehen hat, wird der Tank aus Furcht vor der Schlange nicht komplett geleert.

Bhaktapur
Bhaktapur | ©: www.querrum.de

Sehenswert

Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind der Durbar Square rund um den früheren Königspalast und der Taumadhi Square, auf dem mit dem Nyatapola-Tempel einer der größten Tempel des Landes steht. Überall in der Stadt stößt der Besucher auf Tempel aus der glorreichen Ära der Stadt. Sehenswert ist etwa der Vakupati-Narayan-Tempel östlich des Dattatreya Square. Der Tempel besitzt statt eines Garuda, ein Fabelwesen, das als Götterbote dient, zwei. Diese ruhen vor dem Tempel auf Säulen. Große Flächen des Tempels sind mit Schmuckstücken aus Metall verziert, die Torona und das detailreich verzierte Dach bestehen aus Kupfer.

Die Kunst-Hauptstadt

Bhaktapur, Altstadt  / Bild 22386011
Bhaktapur, Altstadt | ©: XtravaganT - Fotolia

Bhaktapur besitzt eine lange künstlerische Tradition. Weit verbreitet ist die Töpferkunst. Bekannt ist Bhaktapur aber vor allem für seine riesige Musikszene. Mehr als 150 Musik- und 100 weitere Kulturgruppen machen die Stadt zur kulturellen Hauptstadt des Landes.

Die beliebtesten Instrumente der Musiker sind die zweifelligen Zylindertrommeln, die für das Katmandu Valley charakteristisch sind, sowie Querflöten aus Bambus. Bei einigen Gruppen begleiten neun verschiedene Trommeln den Gesang, wobei jede Trommel ihr eigenes Repertoire besitzt. Traditionelle Musik erleben die Gäste bei verschiedenen Festivals, die regelmäßig veranstaltet werden.

Museen in Bhaktapur

Holzschnitzereien Hindu Temel  / Bild 29157787
Holzschnitzereien Hindu Temel | ©: Smithore - Fotolia

Seit 1960 zeigt die Nationale Kunstgalerie am Durbar-Square eine große Sammlung von antiken Thangka-Malereien. Die Besucher sehen außerdem zahlreiche klassische und mittelalterliche Meisterstücke, die aus Holz und Metall hergestellt wurden. Im Gebäude selbst sind originale Malereien aus der Malla-Zeit erhalten.

Im Punjari Math ist das Museum für Holzschnitzerei untergebracht. Das Gebäude wurde im 19. Jahrhundert errichtet und ist selbst mit zahlreichen Holzschnitzereien an Fenstern und Türen versehen.

Direkt gegenüber ist das Bronze- und Messing-Museum. Hier sehen die Besucher kultische und alltägliche Gegenstände aus Metall.

nach oben


Durbar Square Bhaktapur

Tempel in Bhaktapur (Nepal)  / Bild 22422053
Tempel in Bhaktapur (Nepal) | ©: XtravaganT - Fotolia

Die einstige Pracht der Könige ist am Durbar Square nur noch zu erahnen. Denn nachdem Bhaktapur 1768 erobert wurde, sank die Stadt in die politische Bedeutungslosigkeit und die Anlagen verfielen allmählich. Weitere wurden beim Erdbeben von 1934 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Angeblich sollen rund um den Durbar Square einst 99 Gebäudekomplexe existiert haben. Heute stehen noch sechs einstige Anlagen des Königshofes rund um den Durbar Square.

Bhupatindra Malla ließ das Durbar Square Gate während seiner Regentschaft von 1696 bis 1722 als Haupteingang auf den Königsplatz anlegen. Dieses Tor befindet sich im Westen des Durbar Square. Den Torbogen ziert ein "Gesicht des Ruhmes", die Säulen werden von hölzernen Figuren verziert. Die Taxis der Tagesbesucher steuern heute ebenfalls den einstigen Hauptzugang an. Dort werden die Besucher augenblicklich von Kindern umlagert, die durch die Anlage führen oder betteln wollen.

Tempel in Bhaktapur (Nepal)  / Bild 22422343
Tempel in Bhaktapur (Nepal) | ©: XtravaganT - Fotolia

Unmittelbar hinter dem Tor befinden sich die Figuren von zwei sitzenden Löwen. Diese bewachen zwei Abbildungen von Bhairav und Ugrachandi. Mit ihren 18 Händen hält Ugrachandi Waffen und Symbole, die sie von den Göttern für den Kampf gegen Dämonen erhalten hat, hält. Auf der Darstellung tötet sie einen büffelköpfigen Dämon. Angeblich ließ Bhupatinadra Malla dem Bildhauer nach der Vollendung des Werkes beide Hände abhacken. Er sollte nichts Gleichwertiges mehr schaffen können.

Ein wenig weiter östlich bewachen Figuren von Narasinha und Hanumanta-Bhairav den Zugang zur Nationalgalerie. Weil Bhupatindra Malla glaubte, dass sich die Kraft dieser Figuren gegenseitig aufhob, ließ er sie als eine Art Bewahrer des Friedens aufstellen. Sie sollten ausgleichend auf die Stadt wirken.

Bhaktapur
Bhaktapur | ©: www.querrum.de

Durch das Goldene Tor des Palastes ist auch der Talju-Tempel auf dem Mul Chowk zu erreichen. Der Zugang ist jedoch strikt untersagt, dieser Zugang wird von einem Soldaten bewacht. Erhaschen lässt sich lediglich ein Blick auf zwei vergoldete Fenster, die Statuen von König Jitamira Malla und seiner Gemahlin sowie auf einige Wandgemälde.

Bhaktapur
Bhaktapur | ©: www.querrum.de

Der südöstliche Teil des Durbar Square, rechter Hand des Goldenen Tores, wird vom Palast der 55 Fenster beherrscht, der Residenz der Könige. Das dreistöckige Gebäude hat im obersten Stockwerk eine Halle mit 55 geschwungenen Fenstern. An der südlichen Front des Palastes steht der Chyasilin Mandap. Der Schrein wurde erst jüngst restauriert, teilweise wurde originales Baumaterial verwendet.

Bhaktapur
Bhaktapur | ©: www.querrum.de

Der Vatsala-Tempel steht südwestlich des Schreins auf einer dreistufigen Plattform. Zum Tempel führt eine Treppe, die von Löwen und Elefanten aus Stein flankiert wird. Eine dickbauchige Taleju-Glocke wurde 1737 vor dem Tempel angebracht, um die Gläubigen zum Gebet zu rufen. Am Sockel des Tempels befindet sich eine kleinere Glocke. Bhupatindra Malla soll diese angeblich anbringen haben lassen, um mit ihr die Wirkung einer Totenglocke zu neutralisieren, die er im Traum gehört hatte.

Als ältester Tempel Bhaktapurs gilt der Pashupatinath-Tempel an der südöstlichen Seite des Durbar Square. Auch um diesen Tempel ranken sich zahlreiche Legenden. Errichtet worden dürfte der Tempel zwischen dem Ende des 15. und dem Ende des 17. Jahrhunderts.

Darstellungen der Muttergottheiten beherbergt der Siddhi-Lakshmi-Tempel an der südöstlichen Seite des Palastes. Seine Treppen werden von tierischen und menschlichen Wächtern gesäumt.

Am östlichen Ausgang des Durbar Square befindet sich das Tadhunchen Bahal, bekannt als "Vierfarben-Kloster", das aus dem 15. Jahrhundert stammt. Auf den Schnitzereien an den Dachbalken sind die Strafen zu sehen, welche den Sünder in der Hölle erwarten.

nach oben


Bhupatindra-Malla-Statue

Bhupatindra-Malla-Statue in Bhaktapur
Bhupatindra-Malla-Statue in Bhaktapur | ©: www.querrum.de

Die Bhupatindra-Malla-Statue thront auf einer Säule am östlichen Ende des Durbar Square. Die Statue kniet ehrfürchtig vor der Familiengöttin Taleju Bhavani und hat die Hände gefaltet, sie scheint zu beten. Bhupatindra Malla trägt den königlichen Turban und hat sowohl Schwert als auch Schild neben sich liegen. Der von einem Schirm überdachte Thron wird von Löwen getragen. Diese ruhen auf einem Lotus. Aufgestellt wurde die Statue von Bhupatindras Sohn Jaya Ranjit Malla. Sie gilt als absolutes Meisterwerk.

Der Blick des Königs ist direkt auf den Königspalast gerichtet. Der heutige Palast wurde unter der Regentschaft von Yaksha Malla 1427 errichtet. Erneuert wurde er zu großen Teilen von Bhupatindra Malla im 17. Jahrhundert.

Der Königspalast von Bhaktapur gilt als ältester Palast Nepals. Man vermutet, dass schon bei der Stadtgründung im 9. Jahrhundert ein Plast angelegt wurde. Einer anderen Theorie zufolge entstand der Palast aus einer älteren Festungsanlage. Dafür spricht etwa, dass die Hauptverkehrsstraße von Bhaktapur in einer deutlichen Entfernung am Palast vorbei führt. In Patan und Kathmandu dagegen verläuft sie direkt an der Palastanlage entlang. Das wichtigste Heiligtum des Palastes ist der Taleju-Schrein im Mul Chowk.

Auch um diesen Palast rankt sich eine Legende: Göttin Taleju soll König Harisimhadevas nach Bhaktapur geführt haben, als sich dieser 1324 auf der Flucht vor den Moslems befand. Im Bann der Göttin stehend sollen die Einwohner den Palast samt Herrschaft über die Stadt übergeben haben. Harisimhadevas erste Maßnahme soll anschließend der Bau des Mul Chowk gewesen sein, um den herum der Durbar Square dann allmählich gewachsen sein soll.

Der Blick der Bhupatindra-Malla-Statue richtet sich vor allem auf das Sun Dhoka, das goldene Tor. Jaya Ranjit Malla ließ dieses 1753 errichten. Dieses Kleinod ist die wertvollste Kupferarbeit der Stadt, wenn nicht gar des ganzen Kathmandu Valley.

Auf dem Torbogen ist ein Garuda im Kampf gegen Schlangen dargestellt. Darunter befindet sich die 16armige Hausgöttin Taleju Bhavani.

nach oben


Nyatapola-Tempel

Nyatapola-Tempel in Bhaktapur
Nyatapola-Tempel in Bhaktapur | ©: www.querrum.de

Der imposante, 30 Meter hohe Nyatapola-Tempel mit seinen fünf Dächern ist das dominierende Gebäude am Taumadhi Square im Herzen Bhaktapurs. Errichtet wurde der höchste Tempel des Kathmandu Valley 1708 von Bhupatindra Malla. Geweiht wurde der Tempel der hinduistischen Glücksgöttin Lakshmi. Diese sollte den negativen Einfluss der Göttin Bhairav aus dem benachbarten Tempel ausgleichen.

Nyatapola-Tempel  / Bild 38514359
Nyatapola-Tempel | ©: Alexander - Fotolia

Andere Überlieferungen sprechen davon, dass der Tempel Bhairavi geweiht ist. Wieder andere meinen, er sei nie offiziell geweiht worden. Weil Normalsterblichen der Zutritt zum Allerheiligsten verwehrt ist, das nur gelegentlich von Priestern besucht wird, bleibt es wohl immer ein Mysterium, welche Götterfigur sich im Inneren befindet. Denn schon kurz nachdem der Tempel vollendet war, wurde der Hauptschrein für die Öffentlichkeit verschlossen. Im Volksmund ist der Tempel deshalb als Nyatapola Deval, also Tempel mit den fünf Dächern, bekannt.

Kinder spielen am Nyatapola-Tempel in Bhaktapur
Kinder spielen am Nyatapola-Tempel in Bhaktapur
©: www.querrum.de

Der Grund: Das markante Merkmal des Nyatapola-Tempels sind dessen fünf Dächer. Sie demonstrieren überwältigen Macht. Das Hauptmotiv der Schnitzereien an den 108 Dachstreben ist die Glücksgöttin Lakshmi, aber auch niedere Gottheiten werden dargestellt. In den Dachsparren sind außerdem Glockenwindspiele angebracht. Insgesamt hängen mehr als 500 Messingglocken in den fünf Dächern.

Nyatapola-Tempel
Bhaktapur | ©: www.querrum.de

Kolossale Statuen bewachen die Stufen, die zum Allerheiligsten führen. An der untersten Plattform stehen die Ringer Jaya Malla und Patta, die so stark wie zehn andere Männer gewesen sein sollen. Zwei Elefanten, die zehnmal so stark sind wie die Krieger, stehen über ihnen. Auf der nächsten Ebene folgen Fabeltiere mit der Kraft von zehn Löwen. Die Tiergöttin Baghini und die Löwengöttin Sinhini stehen oben. Vermutlich wollte der Erbauer damit die unglaubliche Macht symbolisieren, welche der Gottheit des Tempels inne wohnt.

Der Tempel fügt sich äußerst harmonisch in das Stadtbild von Bhaktapur ein und gilt als architektonischer Höhepunkt. Auch die Statik des Nyatapola-Tempels erwies sich als äußerst stabil: Das Erdbeben von 1934, das große Teile von Bhaktapur verwüstete, richtete an diesem Tempel kaum Schäden an.

nach oben


Dattatreya Square

Dattatreya Square
Dattatreya Square in Bhaktapur | ©: www.querrum.de

Der Dattatreya Square, auch bekannt als Tachapal Tol, ist der Kern des frühen Bhaktapur. Zahlreiche Geschäfte säumen die Straßen, die auf diesen Platz führen. Obwohl sie in einem besseren Zustand sind, als die Straßen der Hauptstadt, hat der Besucher dennoch den Eindruck, durch eine Stadt aus dem 17. Jahrhundert zu flanieren.

Auf der südwestlichen Seite des Platzes erwartet den Besucher ein Bhimsen-Tempel. Er dürfte im Lauf des 17. Jahrhunderts errichtet worden sein. Daneben steht ein kleiner Vishnu-Tempel auf einer Plattform.

Dattatreya Square in Bhaktapur
Dattatreya Square | ©: www.querrum.de

Handwerkern können die Besucher beim Herstellen der typischen Holzschnitzereien in einem Gebäude an der Südseite des Dattatreya Square zusehen. Diese gibt es im Bhaktapur Handicraft Centre auch zu kaufen. Angeboten werden Miniaturen des Pfauenfensters, Masken und Marionetten, welche Dämonen und Götter darstellen.

Der Dattatreya-Tempel im Osten des Platzes gilt als ältestes Gebäude Bhatkapurs. Er ist außerdem einer der wenigen Tempel, die der Göttlichen Dreifaltigkeit, nämlich Brahma, Vischnu und Shiva, geweiht sind.

Altstadtleben in Bhaktapur
Altstadtleben in Bhaktapur | ©: www.querrum.de

An der Stelle des Tempels befand sich zuvor ein Schrein, der die Stelle markierte, an der ein spiritueller Lehrer gestorben war. Yaksha Malla ließ hier 1427 einen Mandap errichten, Vishva Malla erneuerte diesen 1458 und erweiterte ihn zum Tempel. Die Stufen zum Allerheiligsten bewachen zwei monumentale Ringerfiguren. Dabei handelt es sich um Kopien der Statuen des Nyatapola-Tempels, sie wurden 1860 aufgestellt.

Das Pujari Math, die Residenz der Priester, wurde wohl errichtet, nachdem der Tempel vollendet war. Die Tradition, neben dem Tempel einen Math zu bauen, geht auf den spirituellen Lehrer Adi Shankaracharya, der im 8. Jahrhundert in Indien lebte.

Bhaktapur
Bhaktapur | ©: www.querrum.de

Die Pujari Math wurde vom wohlhabenden Händler Gosain Gurubaksha Giri gebaut, der als Ester Priester hier einzog. Großzügige Schenkungen aus Tibet und von nepalesischen Bürgern begründeten den unermesslichen Reichtum der Math.

Der vierstöckige Bau der Pujari Math umfasst drei Innenhöfe. Die Wände sind mit zahllosen Schnitzereien verziert. Die östliche Seite der Math wird beispielsweise von Fenstern verziert, die in Form eines Pfaus geschnitzt sind, der das Gefieder prächtig ausbreitet. Das berühmte Pfauenfenster ist besonders kunstvoll gefertigt.

nach oben


Potters´ Square in Bhaktapur

Bhaktapur Töpfermarkt (pottery square)  / Bild 30959539
Bhaktapur Töpfermarkt (pottery square) | ©: topten22photo - Fotolia

Originale Handwerkskunst gilt als beliebtes Souvenir bei Nepalreisenden. Neben Masken, Stickarbeiten, Lederwaren, kupfernen Schmuckstücken und traditionellen Schnitzarbeiten gehören zu den bevorzugten Mitbringsel auch Tonwaren. Als wahres Mekka für die Freunde dieser uralten Handwerkskunst darf der Potters´ Square in Bhaktapur gelten, der das Zentrum der Töpferei in der alten Königsstadt bildet.

Der Potters´ Square liegt nur wenige Gehminuten südöstlich des Durbar Squares. Die Töpfer sitzen auf halb offenen Verandas, wo sie die massiven Töpferscheiben aus Stein drehen. Faszinierend für den Zuschauer ist es, mit welch traumwandlerischer Sicherheit die Töpfer dem Ton eine Gestalt geben.

Sobald die Gefäße fertig sind, werden sie in der Sonne getrocknet. Deshalb ist der Potters´ Square auch mit Tausenden von Gefäßen aus Ton übersät. Die Besucher tauchen ein in eine Welt aus Ton mit Gefäßen in den verschiedensten Farben und Formen.

Kulturell interessierte Besucher können den kleinen Jeth-Ganesh-Tempel besuchen, der am Potters´ Square steht. Dieser wurde anno 1646 von einem wohlhabenden Töpfer gestiftet. Deshalb muss der Tradition nach der Priester des Tempels aus den Reihen dieser Handwerker stammen. Demzufolge reicht die Tradition des Töpferhandwerks am Potters´ Square bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Asien: die Wiege des Töpferhandwerks

Potters´ Square in Bhaktapur
Potters´ Square in Bhaktapur | ©: www.querrum.de

Potters´ Square in Bhaktapur
Potters´ Square in Bhaktapur | ©: www.querrum.de

Potters´ Square in Bhaktapur
Potters´ Square in Bhaktapur | ©: www.querrum.de

Bhaktapurs Töpfer arbeiten vermutlich nach wie vor noch so, wie ihre Vorfahren vor Jahrhunderten. Asien gilt übrigens als Wiege der Töpferei.

Zwar stammen die frühesten bekannten Tonfiguren aus der Jungsteinzeit und sind mehr als 24.000 Jahre alt. Diese dürften aber wohl zufällig entstanden sein, wenn Lagerfeuer auf Lehmboden gemacht wurden. Die nachweislich ältesten Tongefäße haben ein Alter von etwa 18.000 Jahren und wurden in China Gefunden. Die langsam drehende Töpferscheibe wurde in Vorderasien schon im 6. vorchristlichen Jahrtausend benutzt. Die Scheibe aus Metall oder Holz wird dabei meist von Hand gedreht. Die schnell drehende Töpferscheibe, deren Erfindung im vierten vorchristlichen Jahrtausend erstmals die Massenproduktion von Tonwaren möglich machte, wird dagegen mit den Füßen angetrieben.

nach oben


Trekking-Touren ab Nagarkot

Hiking in Himalaya mountains  / Bild 41157885
Trekking im Himalaya | ©: Maygutyak - Fotolia

Viele Freunde des Trekkingsports reizen anspruchsvolle Touren durch die reizvolle Landschaft des Himalaja. Eine ideale Ausgangsbasis finden die Trekking-Touristen in Nagarkot am östlichen Rand des Kathmandu Valley. Von hier aus führen Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade in die Umgebung.

Gebirgslandschaft in Nepal  / Bild 28187600
Gebirgslandschaft in Nepal | ©: Smithore - Fotolia

Nargakot - Changu Narayan

Mit einer Gehzeit von ca. 4 Stunden müssen die Wanderer auf dieser Route rechnen. Der faszinierendste Streckenabschnitt beginnt bei einer Haarnadelkurve an der Straße nach Bhaktapur. Dieser Startpunkt ist von Nagarkot per Bus zu erreichen.

Der Weg führt von der Kurve aus etwa 30 Minuten lang bergaufwärts durch einen Pinienwald bis zu einem Bergkamm. Hier entlang führt er in das Dorf Changu. Der Wanderer bekommt hier atemberaubende Ausblicke auf die Bergwelt geboten.

Der Weg führt durch einige kleine Ortschaften zum Changu-Narayan-Tempel mit seinem golden erscheinenden Dach. Vom Ziel der Wanderung führt ein etwa vier Kilometer langer Abstieg nach Bhaktapur. Mit etwas Glück steht in Changu am Halteplatz auch ein Taxi, das den Wanderer nach Bhaktapur bringen kann.

Von Changu aus führt eine weitere Route in Richtung Norden. Kurz hinter dem Dorf muss der Manohra-Fluss überquert werden, was dank der zahlreichen Steine im Fluss problemlos möglich ist. Bald nach dem Fluss ist das Dorf Bramhakhel erreicht. Diese führt westwärts zunächst zum Gokarna-Wildreservat, dann weiter nach Bodnath und Kathmandu.

Nagarkot - Sundarijal

Kinder bei der Arbeit auf dem Feld  / Bild 3013053
Kinder bei der Arbeit auf dem Feld | ©: Wolszczak - Fotolia

Eine Übernachtung unterwegs sollten die Wanderer auf dieser anspruchsvollen Route ins Auge fassen. Start sind die Guest Houses in der Ortsmitte, von welchen ein Pfad in Richtung Nord-Nordost führt.

Der Wanderer passiert auf dieser Route folgende Orte: Kattike, Jorsim, Pauwa, Chowki Bhanjyang sowie Bhotechaur und schließlich Sundarijal.

Eine Möglichkeit zum Übernachten bietet das Tea-Shop in Bhotechaur. Am zweiten Tag geht es zunächst zurück nach Chowki Bhanjyang. Hier zweigt rechts ein Weg ab, welcher über einen Berghang führt, und anschließend weiter nach Mulkharka. Dort angekommen führt die Route entlang des Staudammes hinab nach Sundarijal.

Von hier aus fahren regelmäßig Busse nach Kathmandu. Alternativ können die Gäste auch einen weiteren Trekkingtag anhängen und das Kloster Nage Gumba auf dem Shivapuri Hill besuchen.

Wandertouren im Kathmandutal
Wandertouren im Kathmandutal | ©: www.querrum.de

nach oben


Nagarkot

Traumhafte Ausblicke über die Bergwelt des Himalajas bietet der Ort Nagarkot. Es liegt etwa 32 Kilometer östlich von Kathmandu und 14 Kilometer nordöstlich von Bhaktapur auf einer Höhe von fast 2.200 Metern. Der Ort besteht aus mehreren Siedlungen, die sich weit über den östlichen Hang des Kathmandu Valley verstreuen.

Von Nagarkot aus haben die Besucher einen fantastischen Ausblick auf das Massiv des Langtang-Himalajas. Das Blickfeld reicht vom Kanchenjunga und dem Everest im Osten bis nach Dhaulagiri im Westen. Bei einer guten Fernsicht sehen die Besucher sogar bis zum Shisha Pangma. Der Ausflug nach Nagarkot lohnt sich vor allem in den Monaten von März bis zum Oktober. Denn in den Monsunmonaten ist die Sicht meist äußerst schlecht.

Nepal  / Bild 36160829
Nepal | ©: foto_kastenhuber - Fotolia

Auch bei Einheimischen ist Nagarkot ein beliebtes Ausflugsziel. Sie reisen meist allerdings nur für einen Tag an, um einen der atemberaubenden Sonnenaufgänge auf dem Dach der Welt zu erleben. Für Urlaubsgäste dagegen lohnt es sich, ein paar Tage Aufenthalt in Nagarkot einzuplanen. Schließlich ist der Ort ein beliebter Ausgangspunkt für mehrere Trekkingtouren.

Die Straße nach Nagarkot endet bei einem Armeequartier, das in den vergangenen Jahren immer mehr Land in Anspruch genommen hat. Dadurch mussten die höchstgelegenen Übernachtungsbetriebe schließen.

Einfache Quartiere finden die Reisenden unterhalb des Ortszentrums. Sie bieten zwar mehr Komfort als die Herbergen in Gipfelnähe. Dafür müssen die Gäste allerdings einen Fußmarsch in Kauf nehmen, wenn sie zu einem guten Aussichtspunkt gelangen wollen.

Kinder in Nagarkot
Kinder in Nagarkot | ©: www.querrum.de

Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten bietet die Ortsmitte von Nagarkot. Die Gäste können von ihrem Zimmer aus die Aussicht genießen. Auf Annehmlichkeiten wie Elektrizität müssen die Gäste jedoch verzichten. Dafür sorgen Öllampen und das flackernde Kaminfeuer in den hauseigenen Restaurants für romantische Stimmung. Etwas mehr Luxus verspricht das Hotel Flora Hill, das oft von ganzen Tourengruppen belegt ist.

Generell gilt in Nagarkot sowohl für die Restaurants als auch für die Quartiere: Wegen der abgeschiedenen Lage am Rande des Kathmandu Valley erscheinen die Preise oft etwas überzogen.

nach oben


Mit Bus und Taxi von Bhaktapur nach Nagarkot

Ein Lastwagen als Bus
Ein Lastwagen als Bus | ©: www.querrum.de

Zu einem Ausflug nach Nagarkot sollten die Reisenden am besten von Bhaktapur aus starten. Sie können entweder mit dem Bus oder einem Taxi reisen.

Unterwegs von Bhaktapur nach Nagarkot im Kathmandutal
Unterwegs von Bhaktapur nach Nagarkot im Kathmandutal
©: www.querrum.de

Waschen am Bach
Waschen am Bach | ©: www.querrum.de

Wer sich für die Variante mit dem Bus entscheidet, erlebt ein Abenteuer der ganz besonderen Art. Denn Busse verkehren zwar mehrmals am Tag zwischen den beiden Orten. Allerdings lässt sich nicht sagen, wann. Die Reisenden müssen also mit langen Wartezeiten rechnen. Die Busse sind außerdem meist so überfüllt, dass das Dach die einzige Sitzgelegenheit bietet. Dafür ist der Fahrpreis mit sechs Rupien äußerst günstig.

Unterwegs von Bhaktapur nach Nagarkot im Kathmandutal
Unterwegs von Bhaktapur nach Nagarkot im Kathmandutal | ©: www.querrum.de

Individualreisende können sich aber auch mit dem Taxi nach Nagarkot bringen lassen. Die Fahrer befördern ihre Gäste dorthin allerdings nur für eine Pauschale. Die Fahrt kostet ab Bhaktapur etwa 200 Rupien, ab Kathmandu das Doppelte. Wer in Nagarkot nur den berühmten Sonnenaufgang genießen möchte, muss für die Taxifahrt mit etwa einer Stunde Aufenthalt mit einem Preis von 300 bis 500 Rupien rechnen.

nach Nagarkot gehts steil nach oben
nach Nagarkot gehts steil nach oben | ©: www.querrum.de

Kinder in Nagarkot
Kinder in Nagarkot | ©: www.querrum.de

Bus
Bus | ©: www.querrum.de

Alternativ können die Besucher aber auch zu Fuß nach Bhaktapur zurückmarschieren. Für den Abstieg müssen sie etwa zweieinhalb Stunden einkalkulieren. Dazu brauchen sie nur der relativ gut ausgebauten Straße zu folgen, die sich in Serpentinen auf den Berg schlängelt, zu folgen. Zwischen den Serpentinen können die Wanderer den Weg auf Trampelpfaden durch die Natur abkürzen.

Blick ins Kathmandutal
Blick ins Kathmandutal | ©: www.querrum.de

nach oben


Dhulikhel

Die Bergstadt Dhulikhel gilt dank der atemberaubenden Ausblicke auf das Dach der Welt als beliebtes Ziel für Touristen, die Nepal kennenlernen wollen. Die Stadt liegt direkt an der Überlandstraße, welche Kathmandu mit Tibet verbindet und ist deshalb relativ leicht zu erreichen, auch wenn die Straßenverhältnisse manchmal schwierig sind.

Dhulikhel
Dhulikhel | ©: www.querrum.de

Dhulikhel
Dhulikhel | ©: www.querrum.de

Von Dhulikhel aus sehen die Besucher direkt ins Langtang-Massiv, das Blickfeld reicht im Osten bis zum Mount Makalu. Deshalb gehört Dhulikhel zu den besonderen Perlen des Kathmandu Valley und wurde auch von Besuchern aus dem Ausland schon sehr frühzeitig entdeckt.

Dhulikhel
Dhulikhel | ©: www.querrum.de

Das Städtchen bietet den Besuchern aber mehr als nur landschaftliche Schönheiten. Denn die Altstadt ist bestens erhalten und präsentiert neben mehreren Pagoden-Tempeln auch zahlreiche Wohnhäuser mit den kunstvollen Schnitzereien, wie sie für den Newar-Baustil typisch sind.

Das Zentrum von Dhulikhel bietet einen Wassertank sowie einen Narayan- und einen Harisiddhi-Tempel als Sehenswürdigkeiten. Etwas außerhalb des Zentrums, an der Straße nach Namobuddha, stehen außerdem ein Shiva- sowie ein Kali-Tempel. Dieser steht auf einem Hügel, der sich auch als Aussichtspunkt anbietet.

In der Dhulikhel-Lounge, die seit 1969 als Guest House fungiert, übernachten die Gäste in einem originalen Newar-Haus. Dieses Haus bietet nicht nur ein kleines und gemütliches Restaurant, sondern auch viele Tipps zur Freizeitgestaltung. Beispielsweise bekommen die Gäste viele Tipps zu den Sehenswürdigkeiten in der Region und können hier auch Trekking-Karten kaufen. Neben Einzel-, Doppel- und Dreierzimmern gibt es direkt unter dem Dach auch einen großen Schlafsaal.

Im Ortszentrum gibt es mit dem R.K. Guest House noch eine weitere Übernachtungsmöglichkeit. Weitere Hotels stehen außerhalb des Ortes in der freien Natur.

Touristen erreichen Dhulikhel ab Kathmandu und Banepa, von hier aus Steuern jeweils Busse das Bergstädtchen an. Auch Taxis befördern die Gäste von Kathmandu aus nach Dhulikhel. Die Fahrgäste müssen aber damit rechnen, dass sich der Fahrer nicht auf den Taxameterpreis einlässt, sondern eine Pauschale verlangt.

Wandertouren im Kathmandutal
Wandertouren im Kathmandutal | ©: www.querrum.de

Dhulikhel
Dhulikhel | ©: www.querrum.de

Dhulikhel
Dhulikhel | ©: www.querrum.de

nach oben


Palanchowk

Eine wichtige Pilgerstätte für Hindus in der Nähe von Dhulikhel ist Palanchowk. Der hiesige Tempel ist Bhagvati, der Göttin der Wunscherfüllung gewidmet. Das Standbild der Göttin stammt aus dem 6. Jahrhundert.

Weil er außerdem der Göttin Kali geweiht ist, kommen an jedem Dienstag- und Samstagmorgen zahlreiche Gläubige zusammen, um Opferrituale durchzuführen.

Der Tempel selbst bietet den Besuchern keine besonderen Attraktionen. Von hier aus haben die Besucher aber grandiose Ausblicke auf das Kathmandu Valley und die Bergwelt.

Der Ort, an dem seit Jahrhunderten die Zeit stillzustehen scheint, liegt circa 27 Kilometer von Dhulikhel entfernt. Die Straße führt vom Dhulikhel Mountain Ressort aus nach Lamidhara. Hier zweigt nach rechts eine Straße nach Palanchowk ab.

Reisende, die Palanchowk mit dem Bus ansteuern wollen, müssen die Route nach Lamidhara nehmen. Von hier aus fahren verkehren die Busse allerdings nur dienstags und samstags. Sie bringen die Pilger zum Tempel, sind also wahrscheinlich entsprechend überfüllt. Weitere Verkehrsverbindungen bestehen nicht.

Wer ist Kali?

Kali ist die hinduistische Göttin der Zerstörung und des Todes, sie steht in der indischen Mythologie aber auch für Erneuerung. Gemeinhin verkörpert sie den Zorn der Durga, während sie in anderen Mythen als dunkle Seite der Muttergöttin Parvatis gilt.

Dargestellt wird Kali meist in schwarz oder blau und hat mehrere Arme, in den meisten Darstellungen vier oder zehn. In manchen Darstellungen trägt sie eine Halskette aus Schädeln und einen Rock aus abgeschlagenen Armen. Gelegentlich trägt sie an ihrem Ohr ein totes Kind. In den meisten Darstellungen hält sie eine Blutschale, einen abgeschlagenen Schädel und eine Sichel in der Hand.

Trotz ihrer furchterregenden Gestalt wird Kali auch als Beschützerin der Menschen gesehen. Ihre zerstörerische Kraft richtet sich nämlich in erster Linie gegen Dämonen. Die Anhänger der Göttin verstehen das Attribut der Sichel sowohl als Symbol des Todes als auch als Zeichen der Erlösung. Kali zerstört also auch die negativen Kräfte, die den Menschen an seiner Erlösung hindern.

nach oben


Namobuddha

Rund zehn Kilometer südlich von Dhulikhel, zwischen Banepa und Panauti, liegt der buddhistische Wallfahrtsort Namobuddha. Der dortige Stupa ist nach Lumbini, Swayambhunath und Bodhnath einer der heiligsten Orte in Nepal.

Die realen Ursprünge dieses Stupa verlieren sich im Dunkel der Geschichte, allerdings ranken sich zwei Legenden um diesen heiligen Bau. Populär ist etwa die Erzählung, wonach einst ein Jäger auf diesem Hügel eine Tigerin erlegte. Nun drohten ihre Jungen zu verhungern. Um sie zu retten, soll ihnen der Buddha sein eigenes Fleisch zum Fressen angeboten haben. Dieses Szenario ist in einem steinernen Relief verewigt, auf dem Buddha den Tigern seine Hände darbietet.

Einer anderen Legende nach hatte eine Tigerin, deren Junge krank waren, den Prinzen um Hilfe gebeten. Dieser schnitt Fleisch aus seinem Körper und bot das Fleisch den Jungen an. Anschließend fiel die Tigerin den Prinzen an. Auf seine Frage, warum sie das mache, antwortete sie, er würde als Märtyrer sterben und als Buddha wiedergeboren.

"Heil dem Buddha" lautet der Sanskrit-Name des Stupa. Rund um das Gebäude stehen mehrere Chaityas und zahlreiche Gebetsfahnen. Neben dem Stupa steht das kleine Klostergebäude. Von hier aus führen Stufen auf einen Hügel. Dort erblickt der Besucher zwei weitere Stupen, welche für den Vater und die Mutter des Prinzen stehen.

Am besten kommen Touristen zu Fuß nach Namobuddha. Denn von Dhulikhel aus führt nur eine schlecht ausgebaute Straße dorthin, welche allenfalls mit einem Jeep befahrbar ist.

Der Wanderer braucht von Dhulikhel aus etwa drei Stunden. Etwa zwei Kilometer nach dem Start führt der Weg an einem Shiva- und Kali-Tempel vorüber. Etwa zwei Kilometer trennen die beiden Tempel vom Dorf Kabre. Von hier aus führt eine Straße durch Pinienwälder nach Phulbari. Von hier aus trennen den Wanderer noch zwei Kilometer von Namobuddha.

Auch von Panuti ist Namobuddha zu Fuß zu erreichen. Dieser Weg ist etwa gleich lang und führt über den Ort Batase.

nach oben


Religionen in Nepal

Religionen in Nepal
Religionen in Nepal
©: www.querrum.de

Die prägende Religion in Nepal ist der Hinduismus, dem etwa 80 Prozent der Bevölkerung angehören. Bis der König im April 2006 entmachtet wurde, war der Hinduismus sogar Staatsreligion. Etwa neun Prozent der Bevölkerung hängen dem Buddhismus an, circa vier Prozent sind Moslems. Verbreitet sind außerdem nach wie vor animistische Glaubensrichtungen. Gemein ist allen Strömungen der Glaube an den Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt. Dieser Kreislauf wird erst durchbrochen, wen der Mensch in seinem Leben genügend positives Karma angesammelt hat, um Erlösung zu finden.

Religionen in Nepal

Hinduismus

Etwa 900 Millionen Anhänger machen den Hinduismus zur drittgrößten Weltreligion. Am weitesten verbreitet ist er in Indien, wo er seinen Ursprung hat. Der Hinduismus setzt sich aus verschiedenen Religionen zusammen, welche sich gegenseitig beeinflussen. Einen zentralen, für alle Hindus verbindlichen Glaubenskanon gibt es nicht, jede Glaubensrichtung hat eigene heilige Schriften.

Als Hauptrichtungen gelten der Vishnuismus, der Shivaismus und der Shaktismus.

Religionen in Nepal

Shivaismus

Unter Shivaismus versteht man alle Strömungen, in welchen Shiva als höchste Gottheit verehrt wird. Der Gott gilt als Retter des Universums und wird mit dem allsehenden Auge dargestellt, oft mit einer Schlange und seinem Reittier, seiner Frau Parvati und den Söhnen Kartikeya und Ganesha dargestellt. Somit ist Shiva das Oberhaupt der göttlichen Familie.

Religionen in Nepal
Religionen in Nepal
©: www.querrum.de

Vishnuismus

Einige Strömungen üben den Vishnuismus als monotheistische Religion aus. Nach diesem Verständnis sind alle weiteren Götter untergeordnet oder lediglich Diener des höchsten Gottes. Die Verehrung des Vishnu hat eine lange Tradition. Der Gott wird schon in den Veden, den ältesten heiligen Schriften der Hindus, erwähnt. In der Entstehungszeit der Veden (circa ab 1.200 vor Christus) hatte er noch eine untergeordnete Rolle gespielt.

Shaktismus

Im Shaktismus wird der weibliche Aspekt der Gottheiten verehrt. Er entwickelte sich direkt aus dem Tantrismus und hatte seine Blütezeit zwischen dem 8. und dem 10. Jahrhundert. Verehrt wird in Nordindien und Nepal vor allem die Familie der Göttin Kali, welche Tod, Zerstörung und Erneuerung repräsentiert.

Klosterschüler in Kathmandu
Klosterschüler in Kathmandu | ©: www.querrum.de

Buddhismus

Der Buddhismus, der seinen Ursprung in Indien hat, ist vor allem in Süd- und Ostasien verbreitet und gilt als viertgrößte Weltreligion. Der Buddhismus geht auf die Lehren des nordindischen Adeligen Siddhartha Gautama zurück, der sich etwa mit 30 Jahren vom Luxusleben im Palast abwandte und zum Asketen wurde. Er lebte gegen Ende des 5. vorchristlichen Jahrhunderts.

Schon ein Jahrhundert nach dem Tod des Religionsstifters spaltete sich der Glauben in verschiedene Schulen auf. Diese beriefen sich zwar auf die Lehren des Buddha, legten sie aber unterschiedlich aus.

Alle Wesen sind nach der Lehre des Buddhismus einem ewigen Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt unterworfen, bis sie die Erleuchtung gefunden haben.

Religionen in Nepal
Religionen in Nepal
©: www.querrum.de

Vom westlichen Verständnis her ähnelt der Buddhismus eher einer Philosophie als einer Religion. Buddha hatte seine Erkenntnisse nicht in Form einer göttlichen Botschaft erhalten, sondern war durch Meditation zu seinen Erkenntnissen gelangt. Diese Erkenntnisse seien jedem anderen Menschen möglich, wenn er seinen Lehren und seiner Methode folge.

Von den monotheistischen Religionen unterscheidet sich der Buddhismus, weil es hier weder einen Gott noch eine unsterbliche Seele gibt. Mit dem Hinduismus und dem Brahmanismus gibt es zwar Überschneidungspunkte, jedoch lehnt der Buddhismus das Kastensystem ab.

In den vergangenen Jahren wurde der Buddhismus auch im Westen zu einer Art Modereligion. So traten namhafte Hollywood-Stars wie Richard Gere zum Buddhismus über. Die als besonders friedfertig geltende Religion wirkt allerdings auf die westlich geprägten Menschen eine besondere Faszination aus, seitdem die Europäer Asien als Reiseziel entdeckt haben.

Islam

Der Islam gilt als abrahamitische Religion, dessen Basis das Alte Testament ist und entstand im arabischen Raum. Der Islam geht auf den Propheten Mohammed zurück, der um 570 geboren wurde. Der Legende nach diktierte ihm der Erzengel Gabriel die Suren des Koran, der Heiligen Schrift der Moslems. Den Grundstein für die Ausbreitung des Islam zur nunmehr zweitgrößten Weltreligion legte Mohammed mit der Eroberung heidnischer Stämme.

Der moslemische Glauben ruht auf fünf Säulen. So müssen die Anhänger des Islam das Glaubensbekenntnis ablegen, fünfmal pro Tag beten, eine Almosensteuer abführen und sich während des Fastenmonats Ramadan an die Fastenregeln halten. Außerdem sollte jeder Gläubige einmal in seinem Leben die Heilige Stadt Mekka besucht haben.

Animismus

Der Animismus gliedert sich in zahlreiche Strömungen, die vor allem bei Jäger- und Sammlerkulturen verbreitet sind. Für Animisten ist die Kultur selbst beseelt, die spirituelle Welt stellt also die eigentliche Realität dar. Animisten unterscheiden nicht zwischen Natürlichem und Übernatürlichem, weil sie alles, was im Kosmos geschieht, als natürlich wahrnehmen. Alle Gegenstände existieren für Animisten sowohl in der sichtbaren Welt als auch in einer geistigen Form. Vor allem ist die animistische Weltanschauung auf das Diesseits orientiert.

nach oben


Geschichte und Kultur Nepals

Urbar wurde das Kathmandu Valley erst, nachdem der ursprüngliche See nach einem Erdbeben verschwunden war. Die ersten Einwanderer waren die Newar, deren Herkunft nicht mehr nachvollziehbar ist. Sie stellen heute die Mitglieder der höheren Kasten in Nepal.

Lange Zeit befand sich Nepal unter der Herrschaft der indischen Rajputen. Erst im 14. Jahrhundert gelang es Jayadharma Malla, das Kathmandu Valley zu einigen und von der Fremdherrschaft zu befreien. Unter seinen Urenkeln wurde das Reich jedoch in vier Teilreiche zersplittert, sodass es Prithvi Narayan leicht fiel, die Teilreiche gewaltsam zu vereinigen.

Mit dem Vertrag von Sugauli, den Großbritannien 1816 mit Nepal abschloss, wurde Nepal formell zu einem britischen Schutzstaat. Innenpolitisch mischten sich die Kolonialherren aber nicht ein.

Nach einem Putsch kam 1846 Jang Bahadur an die Macht. Der König behielt zwar formal seine Macht, die jedoch tatsächlich vom Ministerpräsidenten ausgeübt wurde. Nun begann auch die Phase der Isolation gegenüber den Nachbarn. Lediglich zu den Briten behielt Nepal ein freundliches aber distanziertes Verhältnis bei.

In den Kriegen des 20. Jahrhunderts kämpfte Nepal an der Seite von Großbritannien. Beispielsweise kämpften im Ersten Weltkrieg insgesamt rund 55.000 Soldaten aus Nepal im Osmanischen Reich, in Afghanistan und Europa.

Nachdem Nepal auch während des Anglo-Afghanischen Krieges und des Zweiten Weltkrieges Truppen stellte, konnte Nepal seinen diplomatischen Status als "unabhängiger Verbündeter" enorm aufwerten.

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Nepal von politischen Unruhen, Hungersnöten und Überschwemmungen geplagt. Nach einer kurzen Phase der Liberalität rief König Tribhuvan deshalb den Notstand aus und schwang sich zum Diktator auf. Nachdem in den 1990er Jahren wieder ein Mehrparteiensystem eingeführt wurde, schaffte das Parlament die Monarchie 2007 de facto ab.

Außenpolitisch konzentrierte sich Nepal vorwiegend auf die großen Nachbarn Indien und China. Die Versuche, eine moderne Infrastruktur aufzubauen, scheiterten, sodass Nepal ständig am Tropf der Entwicklungshilfe blieb.

Der Bürgerkrieg

In den Jahren von 1996 bis 2006 wütete ein Bürgerkrieg in Nepal. Die kommunistische Partei kämpfte damals gegen das hinduistische Kastensystem und die Monarchie. Nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 galten die Aufständischen als Terroristen. Die nächsten sechs Monate waren ein wahres Blutbad, bei dem mehr Menschen starben als in den sechs Jahren zuvor.

Fast 13.000 Menschen starben in diesem Konflikt. König Gyanendra, der im Februar 2005 den Notstand ausrief und die gesamte Regierung unter Hausarrest stellte, wurde für sein Verhalten international kritisiert. Ein Generalstreik wurde am 7. April 2006 ausgerufen und verstärkte den Druck auf den König. Dieser musste die alte Regierung wieder einsetzen und weitere Zugeständnisse machen, bevor Friedensverhandlungen aufgenommen werden konnten. Offiziell wurde der Bürgerkrieg am 21. November 2006 beendet.

Kultur

Kulturell geprägt wird Nepal vor allem von den Newar, den Ureinwohnern des Kathmandu Valley. Diese haben eine komplexe Religion mit Elementen aus Hinduismus und Buddhismus sowie ein eigenes Kastensystem entwickelt.

Der Pagodenbaustil, der als typisch asiatisch gilt, wurde von den Newar erfunden und breitete sich von Nepal ausgehend in ganz Ostasien aus.

Bei besonderen Anlässen werden Maskentänze aufgeführt, mit welchen verschiedene Gottheiten geehrt werden. Eine der bekanntesten Gelegenheiten ist das Festival Indra Jatra in Kathmandu.

Rhythmus prägt die Musik der Newar. Dieses Volk hat 15 verschiedene Trommeln entwickelt, die ihre eigenen Klangkörper und ihre eigene Charakteristik haben. Zimbeln geben den Taktschlag vor. Beliebte Instrumente sind außerdem die Sarangi, ein Streichinstrument, die Muhali, ein Doppelrohrblattinstrument, sowie die Bansuri, eine Querflöte aus Bambus.

nach oben


Flugverbindungen

Das Tor nach Nepal bildet der einzige internationale Flughafen des Landes, der Tribhuvan International Airport. Er liegt etwa sechs Kilometer und circa zehn Kilometer von Bhaktapur entfernt.

Wer nach Nepal reisen möchte, sollte sich rechtzeitig um die Buchung kümmern. Denn die begehrten Reisetermine im Oktober und zur Weihnachtszeit sind meist schon ein halbes Jahr vorher ausgebucht. Flexibilität beim Reisetermin lohnt sich ebenso wie eine Nachfrage beim Reiseveranstalter. Diese belegen meist große Kontingente und haben oft noch freie Plätze, wenn über das Reisebüro kein Flug mehr gebucht werden kann. Den Rückflug bestätigen zu lassen ist nicht mehr notwendig aber empfehlenswert.

Von europäischen Flughäfen aus ist Nepal nur schwierig zu erreichen. Nachdem zahlreiche Nepalesen in den Golfstaaten arbeiten, existieren von hier aus regelmäßige Flugverbindungen. Touristen, die über die Golfstaaten einreisen, müssen allerdings mit längeren Wartezeiten rechnen.

Diese Gesellschaften fliegen

Von Frankfurt am Main aus fliegt Gulf Air nach Nepal. Die Reisenden müssen in den Golfstaaten zweimal umsteigen und eventuell eine kostenlose Übernachtung in Abu Dhabi einplanen.

Qatar bietet regelmäßig Flüge vom Persischen Golf nach Nepal an. Als Kooperationspartner der Lufthansa bietet die Gesellschaft weltweite Anschlussflüge.

Mehrmals wöchentlich fliegt Etihad von den Golfstaaten aus nach Kathmandu.

Fly Dubai fliegt regelmäßig von Dubai nach Kathmandu, die Gäste müssen den Zubringerflug allerdings gesondert buchen. Finanziell lohnen kann sich ein Flug nach Istanbul und die Weiterreise mit Fly Dubai.

Seit Oktober 2010 bietet Oman Air Flüge nach Kathmandu mit einem Tankstop in Muskat an.

Thai fliegt Kathmandu mit einem mehrstündigen Zwischenstopp in Bangkok an.

Eher nicht zu empfehlen ist die Fluggesellschaft PIA, die Europa via Pakistan mit Kathmandu verbindet. Die Gesellschaft ist bekannt für lange Wartezeiten und einen geringen Service.

Einmal pro Woche fliegt Arkefly von Amsterdam-Shipol mit einem Zwischenstopp in den Golfstaaten nach Kathmandu. Allerdings sind die Zubringerflüge nach Shipol meist nicht inklusive.

Mittlerweile können die Reisenden auch über Dheli nach Nepal fliegen. Allerdings sollten sie bei einem selbst zusammengestellten Flug mit zwei verschiedenen Gesellschaften einen ausreichenden Aufenthalt in Dheli einplanen. Bei einer eventuellen Verspätung könnte im ungünstigsten Fall das Ticket verfallen.

nach oben


Einreisebestimmungen nach Nepal

Reisende, die Nepal besuchen wollen, sollten sich über die aktuelle Lage im Land auf dem Laufenden halten. Der Grund: Nepal liegt in einer politisch sensiblen Region, sodass sich die Sicherheitslage auch kurzfristig ändern kann. Die entsprechenden Infos gibt es auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

Besucher aus Deutschland benötigen einen Reisepass, der mindestens noch sechs Monate lang gültig ist sowie ein Visum. Das bekommen sie in Deutschland bei der nepalesischen Botschaft in Berlin oder bei den Honorarkonsuln in Stuttgart, München, Frankfurt, Köln und Hamburg. Alternativ können sie ein 30tägiges Visum an der nepalesischen Grenze oder am Flughafen in Kathmandu kaufen. Dieses kostet 40 US-Dollar. Trekkingurlauber benötigen außerdem das TIMS-Permit. Wird über Agenturen gebucht, kosten diese zehn Dollar. Individualtrecker zahlen das Doppelte.

Sicherheit

Nach wie vor ist die Lage in Nepal instabil. Streiks oder Anschläge können nicht ausgeschlossen werden. Urlauber sollten vor Antritt der Reise die aktuelle Lage im Auge behalten und größere Menschenansammlungen vermeiden. Von Ausflügen in den Terai, dem Grenzgebiet zu Indien, wird generell abgeraten. Denn hier agieren nach wie vor bewaffnete Truppen.

Medizin

Die Reisenden sollten bei der Einreise über den kompletten Impfschutz verfügen. Dazu gehören Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung und Keuchhusten. Für die Reise empfehlen sich außerdem Impfungen gegen Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut und Japanische Enzephalitis. Da die medizinische Versorgung relativ dünn ist, sollten die Urlauber eine Reiseapotheke mitnehmen. Diese sollte Schmerzmittel, Verband, Pflaster sowie Tabletten gegen Durchfall und zur Desinfektion des Wassers enthalten.

Zoll

Verbindliche Auskünfte über die aktuellen Zollbestimmungen gibt es bei den nepalesischen Auslandsvertretung oder auf der Seite des Finanzministeriums unter www.customs.gov.np.

Generell gilt: Gebrauchsgegenstände dürfen zollfrei eingeführt werden, wenn sie bei der Ausreise auch wieder mitgenommen werden. Souvenirs dürfen bis zu dem Wert ausgeführt werden, der bei der Einreise angegeben wurde.

Strafrecht

Wer seinen Aufenthalt nach dem Ablauf des Visums unerlaubt verlängert, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. Diese reichen von zwei bis fünf Dollar pro Tag. Reisende, welche die Strafe nicht bezahlen, müssen mit einer Haftstrafe rechnen.

Drogendelikte werden konsequent verfolgt. Drogensündern drohen lange Haftstrafen.

Wer größere Geldbeträge ausführt, die er bei der Einreise nicht deklariert hat, muss ebenfalls mit einer Geld- oder Haftstrafe rechnen.

nach oben


Botschaften

Gerade in einem relativ instabilen Land wie Nepal sollten die Reisenden die Adresse ihrer zuständigen Botschaft im Gepäck haben. Dort erhalten sie kompetente Hilfe, falls nötig, und können eventuelle Probleme mit Hilfe von landeskundigen Experten lösen. Bei juristischen Problemen oder beim Verlust von Visum oder Reisepass sollten die Betroffenen etwa schnellstmöglich ihre Botschaft aufsuchen.

Nachdem Nepal mittlerweile vielfache diplomatische Beziehungen unterhält, sind hier auch die meisten Staaten vertreten. Deutschsprachige Reisende haben folgende Anlaufstellen:

nach oben


Essen & Trinken in Nepal

Als Schmelztiegel der Kulturen präsentiert sich Nepal, wenn es ums Essen geht. Denn in der nepalesischen Küche machen sich Einflüsse aus Indien, China und Tibet bemerkbar.

Grundsätzlich ist die nepalesische Küche sehr einfach, aber dennoch raffiniert. Als Nationalgericht gilt das Dahl-Bhat, ein Reisgericht mit Linsen. Eingelegtes Gemüse, Fleisch- und Currygerichte werden oft dazu gereicht. Rindfleisch wird aus religiösen Gründen nur selten verzehrt.

Neben Reis und Linsen gehören Kartoffeln, Mais und Weizen zu den Grundnahrungsmitteln in Nepal. Zu den typischen Gewürzen gehören Knoblauch, Pfeffer, Koriander, Ingwer , Senf, Chili und Cumin. Gern verwendet werden außerdem zerlassene Butter und Yakbutter.

Zu den landestypischen Spezialitäten gehören Choyla, ein Gericht aus gegrilltem und scharf gewürztem Fleisch, Alu Tama, also Kartoffeln mit Bambussprossen sowie Chatamari und Trakari. Ersteres ist ein flaches Brot, das aus Reismehl gebacken wird. Bei Trakari handelt es sich um Spinat mit Senfsprossen und Reis.

Vor allem scharfes Essen ist bei Nepalesen beliebt. Die Schärfe rührt allerdings meist von den Beilagen wie eingelegtem Gemüse her. Ein fester Bestandteil der nepalesischen Küche sind vegetarische Gerichte.

Traditionell wird in Nepal auch in höheren Kreisen mit den Fingern. Touristen, die sich den Gepflogenheiten anpassen wollen, sollten aber darauf achten, nur die rechte Hand zu benutzen. Die Linke gilt als unrein und ist am Esstisch tabu.

Zu den traditionellen Getränken gehört in Nepal Tongba, das aus vergorener Hirse und heißem Wasser zubereitet wird. Traditionell wird auch gern Tee getrunken. Dieser wird aufgebrüht und mit Zucker und Milch, aber auch mit verschiedenen Gewürzen wie Zimt, Kardamon oder Ingwer verfeinert. Beliebt ist außerdem das Bier Chhang, das aus fermentiertem Getreide, meist Hirse, hergestellt wird. Der beliebte Rakshi, ein Schnaps aus Weizen oder Reis, wird von den meisten Nepalesen selbst gebrannt, da er sehr teuer ist. Im ganzen Land gibt es außerdem die beliebten Softdrinks, Mineralwasser sowie zahlreiche einheimische und internationale Biersorten. Leitungswasser sollte besser nicht getrunken werden.

Hier eine kleine Auswahl von Restaurants in der Hauptstadt:

Internationale Küche und eine ruhige Atmosphäre mit viel Grün bietet das „Hi Peace Garden Restaurant“ in Chibahal Thamel, Kathmandu seinen Gästen.

Das romantische Dinner zu zweit ist im OR2K in Thamel, Kathmandu, ebenso möglich wie die Mahlzeit in einer größeren Gruppe. Auf der Karte stehen israelische Spezialitäten.

Traditionelle nepalesische Küche bietet das „Yangling Tibetan Restaurant“ in Thamel, Kathmandu, den Gästen. Auch zahlreiche Einheimische speisen hier.

nach oben


Trekkingtouren in Nepal

Landschaft und Hängebrücke bei Manaslu  / Bild 47428107
Landschaft und Hängebrücke bei Manaslu | ©: Caroline Devulder - Fotolia

Wer die faszinierenden Landschaften Nepals hautnah erleben möchte, kommt mit einer Trekkingtour auf seine Kosten. Die Besucher können vor Ort spontan zu einer kleinen Tour aufbrechen oder einen ausgedehnten Trekkingurlaub durch die Bergwelt des Himalaja buchen.

Hiking in Himalaya mountains  / Bild 41157623
Hiking in Himalaya mountains | ©: Maygutyak - Fotolia

Trekkingurlauber sollten lediglich auf eine optimale Ausrüstung achten. Die entsprechenden Tipps gibt es beim Reiseveranstalter, einige Anbieter haben sich auf Trekkingurlaub in Nepal spezialisiert. Auch ein medizinischer Check-up im Vorfeld der Reise empfiehlt sich. Denn die körperliche Aktivität in einer Höhe von 2.000 Metern über dem Meeresspiegel ist gewöhnungsbedürftig.

Mögliche Touren

Langtang - Gosainkund - Helambu

Startpunkt dieser geführten Trekkingtour ist Kathmandu. Die Teilnehmer wandern durch das Tal des Langtang Khola nach Kyangjin Gompa zu einem Gletscher am Fuße des Berges Langtang. Sie erleben Nepal in seiner ganzen Vielfalt. Denn die Route führt entlang von Sechs- bis Siebentausendern durch verschiedene Dörfer des Landes. Auf Wunsch kann die Tour um weitere sechs Tage verlängert werden. Dann führt die Route weiter durch den Terai zum Royal Chitwan Nationalpark.

Insgesamt müssen die Wanderer für diese Reise inklusive An- und Abreise 24 Tage einkalkulieren. Sie brauchen zwar eine gute Kondition, aber die leichte bis anstrengende Tour kann auch von ungeübten Bergwanderern bewältigt werden.

Nepal - Tibet

Die Wanderer marschieren von Kathmandu aus zum "Dach der Welt" nach Tibet. Die Route führt von Kahtmandu aus über das Himalajamassiv zur tibetischen Hauptstadt Lhasa. Dabei bewegen sie sich auf einer Höhe von bis zu etwa 5.600 Metern.

Mount Everest Base Camp  / Bild 36771666
Mount Everest Base Camp | ©: Daniel Prudek - Fotolia

Teilweise bewältigen sie die Strecke auch mit Flugzeug und Jeep. Zunächst führt der Weg über Nepalgunj nach Simikot. Von her aus stehen sechs Tage Trekking auf dem Programm.

Zu den Highlights gehören unterwegs der Manasarowar See, der den Beinamen "Perle aller Seen" trägt, sowie die 52 Kilometer lange Kora des Mount Kailash. Dabei handelt es sich um einen buddhistischen Pilgerweg.

Gebetsfahnen  / Bild 39722412
Gebetsfahnen | ©: Daniel Prudek - Fotolia

Weitere Etappenziele sind Töling und Tsaparang. Dabei handelt es sich um geistige Zentren des tibetischen Buddhismus, die sich innerhalb der Grenzen des alten Königreichs Guge befinden. Sehenswert sind etwa die prächtigen Wandmalereien und die Statuen von Buddhas und Bodhisattvas. Die Route durch Tibet führt die Trekkingurlauber über mehrere Bergpässe. Unterwegs marschieren sie an verschiedenen Klöstern vorbei.

Zu den Zielen in Lhasa gehören der Potala Palast, der als Symbol für die einstige weltliche Macht des Dalai Lama steht. Das Programm umfasst außerdem das Sera-Kloster und der Jokhang-Tempel. Anschließend fliegen die Teilnehmer über den Hauptkamm des Himalaja zurück nach Kathmandu.

Diese Tour dauert 31 Tage. Eine gute Kondition und Trittsicherheit sind für die Interessenten absolute Grundvoraussetzungen.

nach oben


Unterkünfte

Reisende müssen in Nepal oft auf den gewohnten Standard aus europäischen Hotels verzichten. Denn eine Sterneklassifizierung, wie sie in vielen Ländern üblich ist, gibt es in Nepal nicht. Generell bieten die nepalesischen Beherbergungsbetriebe eine große Bandbreite von einfachen Lodges in den Bergen bis hin zu luxuriösen Häusern in den Städten.

Die Lodges

Trekkingurlauber übernachten meist in Lodges, weil diese eine ziemlich gute Versorgung bieten. Bei diesen Lodges handelt es sich um umgebaute Berghütten, die meist Doppel-, oft sogar Einzelzimmer anbieten.

Abstriche müssen die Gäste lediglich bei den sanitären Anlagen machen. Bei den WCs handelt es sich beispielsweise um Trocken-WCs, die sich auf dem Hof befinden. Fließendes kaltes Wasser gehört zum Standard, morgens und abends wird den Gästen eine Schüssel mit warmem Wasser zur Verfügung gestellt. In den vergangenen Jahren rüsten allerdings immer mehr Lodges auf Duschen um. Die Mahlzeiten können sich die Gäste aus dem Angebot der Lodges selbst zusammenstellen. Üblicherweise werden Spezialitäten aus der heimischen Küche angeboten.

Die Hotels

Hotels stehen in allen größeren Städten des Landes in verschiedenen Kategorien zur Auswahl, vom einfachen Guesthaus bis zum Luxus-Hotel mit europäischem Standard.

Die einfacheren Häuser bieten ein Minimum an Standard. Allerdings werden die sanitären Anlagen oft gemeinschaftlich genutzt.

Die meisten Gäste entscheiden sich eher für eine komfortable Unterkunft. Das Ambiente dieser Häuser reicht von gemütlichen Hotels bis hin zu stimmungsvollen Häusern, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen.

Ein außergewöhnliches Flair bietet etwa das Hotel "Königliches Kathmandu", das nur einige Minuten vom Stadtzentrum entfernt ist. Der Eigentümer hat für diese Hotelanlage einige historische Gebäude restaurieren lassen. Traditionelle Verzierungen, aber auch viele Plätze und Pflanzen sorgen für eine intime Atmosphäre, während das Haus luxuriöse Eleganz ausstrahlt.

Einen Anhaltspunkt über die Qualität des gewählten Hauses bekommen die Gäste schon im Reisebüro. Denn der Transfer des Gastes vom Flughafen zum Hotel wird nur von Häusern mit einem gehobenen Qualitätsanspruch angeboten.

Sehr ruhig und günstig präsentiert sich das Fuji Guest House (p)Ltd in Jaytha Kamel, Kathmandu.

Eines der nobelsten Hotels in Kathmandu ist das „Jak &Jeti“ in der Durbar Marg nahe des Königspalastes.

Die Gäste des Newa Chen übernachten in einem historischen Newarhaus mit großzügig geschnittenen Zimmern. Die Adresse: Kulimha Kobahal 9, Patan.

In unmittelbarer Nähe zu den Sehenswürdigkeiten von Patan liegt das „Traditional Homes Swotha“ am Swotha Square. Das Restaurant bietet nepalesische und französische Küche.

Das „Herzen von Bhaktapur“ mit seinen großen Zimmern bietet mitten in der Stadt eine Ausgangsbasis, um Land und Leute zu entdecken. Die Adresse: Kulmanani, Tamaudhi Square, Bhaktapur.

Vor den Toren Bhaktapurs liegt das „Planet Bhaktapur Hotel“. Das Restaruant bietet internationale Spezialitäten aus Nepal, Indien, China und Italien.

Ein solides Mittelklassehotel mit atemberaubender Aussicht ist das „Dhulikhel Lodge Resort in Kavrepalanchowk, Dhulikhel. Die Gäste haben eine sichere Stromversorgung und Internetzugang.

Mit seinem exzellenten Service und der Aussicht auf den Himalaja überzeugt das Dhulikhel Mountain Ressort die Gäste. Die Adresse: Khawa Khawa 977, Dhulikhel.

Eine Oase der Ruhe in der Bergwelt stellt das „Nagarkot Farmhouse Resort dar“. Die Leitung des Hotels kümmert sich persönlich und individuell um die Gäste.

Heimelige Zimmer und ein freundlicher Service machen das „Resort Eco Home“ in Naldum 8, Nargakot zu einem idealen Hotel für die ganze Familie.

Jugendherbergen

Natürlich gibt es in Nepal auch verschiedene Jugendherbergen. Die Übernachtung kostet im Schlafsaal meist unter drei Euro, Zimmer gibt es ab vier Euro pro Nacht. Hier eine Auswahl an Jugendherbergen:




[ © Das Copyright liegt bei www.querrum.de | QUERRUM - QUER RUM gedacht, geschrieben, notiert]