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Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

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TCM: Ein neuer Ansatz für die Behandlung von Akne

Seitdem sich die Traditionelle chinesische Medizin vor etwa 2.000 Jahren entwickelt hat, hatten die praktizierenden Mediziner die Hautkrankheit Akne im Visier. Nach der Vorstellung dieser fernöstlichen Heilkunde wird Akne wie alle anderen Hautkrankheiten durch die Akkumulation einer inneren Hitze ausgelöst, welche Krankheiten auslösen kann. Weil diese Hitze, wie es der Natur des Feuers entspricht, nach oben aufsteigt, löst sie am Kopf und am Oberkörper Akne aus.

Diese Hitze wird nach den Vorstellungen der alten Heilkundigen aus China in verschiedenen Organen gebildet. Der Grund dafür können Störfaktoren wie falsche Lebensweise, emotionale Belastung und Ähnliches sein. Die Hitze ist demnach für die Rötung der Haut verantwortlich, während der Schleim für die eitrigen Pickel verantwortlich ist. Anhand der betroffenen Hautpartien lasse sich erkennen, welche Organe betroffen sind, so die Traditionelle chinesische Medizin. Ist die Stirn betroffen, liege die Ursache in der Lunge begründet, bei der Hautpartie rund um den Mund ist es der Magen. Den Grund dafür, dass vor allem Jugendliche von der Hautkrankheit betroffen sind, sehen die Vertreter der Traditionellen chinesischen Medizin darin begründet, dass junge Menschen sehr viel Hitze in sich tragen. Dieser Überschuss führe oft dazu, dass sich Akne bildet. Auch der Ernährung misst die Traditionelle chinesische Medizin eine große Bedeutung bei. Der Schleim bilde sich in erster Linie durch die falsche Ernährung, etwa wenn ein Übermaß an Milchprodukten konsumiert wird.

So wird Akne therapiert

Der Grundpfeiler der Aknebehandlung ist in der Traditionellen chinesischen Medizin die Ausleitung von Hitze und Schleim aus dem Körper. Bei Frauen, die erst in den Wechseljahren unter Akne leiden, sieht die Traditionelle chinesische Medizin die Ursache in einer schlechteren Blutzirkulation, die sich auch an Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus zeigen. In der Therapie werden deshalb auch Blut bewegende Substanzen eingesetzt.

Durch die entsprechende Diagnostik lässt sich die Ursache der Erkrankung relativ genau im Körper lokalisieren und die Behandlung entsprechend fein justieren. Behandelt wird die Krankheit im Rahmen der chinesischen Arzneimitteltherapie. Bei schwerer Akne wird ergänzend dazu Akupunktur eingesetzt. Die Behandlung von Akne dauert in der Traditionellen chinesischen Medizin bis zu vier Monate lang, eine Besserung sollte sich nach etwa vier Wochen einstellen.

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Fettige Haut und die Traditionellen Chinesischen Medizin

Vor mehr als 2.000 Jahren wurden die Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin entwickelt, die auf fünf Säulen ruht: Sie betrachtet deshalb auch Probleme wie fettige Haut mit einem ganzheitlichen Ansatz. Die konkrete Therapie wird individuell zwischen dem Therapeuten und dem Patienten abgestimmt.

Ein möglicher Therapieansatz

Die Traditionelle Chinesische Medizin geht davon aus, dass warmes und feuchtes Klima das Entstehen von fettiger Haut begünstigt. Auch der Ernährung wird eine sehr viel größere Bedeutung als bei anderen Hautproblemen zugeschrieben. Zu den Tabus bei der Ernährung gehören fettige Nahrungsmittel, Schweinefleisch, Milchprodukte und frittierte Speisen. Der Grund: Diese Nahrungsmittel können die Talgbildung anregen und somit dazu beitragen, dass fettige Haut entstehen kann.

Nach der Lehrmeinung der Traditionellen Chinesischen Medizin besteht bei fettiger Haut eine Schwäche im Verdauungstrakt, die durch die Ernährung beeinflusst wird. Eine entsprechende Umstellung allein bringt allerdings nur wenig. Ein weiteres Ziel der Therapie besteht darin, mit Hilfe von Heilkräutern das Übermaß an Feuchtigkeit im Körper und den Schleim zu vermindern und zugleich die Verdauung zu stärken. Unterstützt wird die Wirkung dieser Heilkräuter zusätzlich durch Akupunktur.

Das ist für die Wahl des Therapeuten wichtig

Wer fettige Haut nach der Traditionellen Chinesischen Medizin behandeln lassen möchte, sollte ein Augenmerk darauf legen, ob sich der Therapeut auf Dermatologie nach der Traditionellen Chinesischen Medizin spezialisiert hat. Denn die Diagnose wird direkt nach dem Hautbild des Patienten erstellt. Die entsprechenden Heilkräuter werden direkt nach dem Erscheinungsbild der Haut verordnet. Weitere Methoden der Diagnostik werden zwar angewendet, sie spielen allerdings eher eine untergeordnete Rolle.

Arzneien und ihre Anwendung

Die Traditionelle Chinesische Medizin kann aufgrund ihrer langen Geschichte auf einen Fundus von mehreren Hundert Arzneien aus der Natur zurückgreifen, die im medizinischen Alltag verwendet werden. Dabei handelt es sich sowohl um Heilkräuter als auch um pflanzliche und mineralische Arzneien. Diese werden bei den verschiedensten Hautkrankheiten individuell auf das Hautbild des Patienten abgestimmt. Werden lediglich Heilkräuter bei Hautproblemen verabreicht, werden diese zunächst abgekocht. Daraus entsteht ein Sud, den der Patient oral zu sich nimmt. Weitere Arzneimittel werden ergänzend dazu eingesetzt. Diese werden beispielsweise in Form von Salben, Ölen oder Pulver angewendet.

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Fußpilz in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Fußpilz (Tinea Pedis) gilt in Deutschland als wahre Volkskrankheit, unter der bis zu 70 Prozent der Bevölkerung leiden oder gelitten haben. Was den Fußpilz für die Betroffenen so unangenehm macht: Er gilt als sehr hartnäckig und ist in manchen Fällen auch mit Antimykotika der neuesten Generation nicht unbedingt in den Griff zu bekommen. Zahlreiche Betroffene setzen deshalb für die Behandlung von Fußpilz auf alternative Heilmethoden wie die Traditionelle Chinesische Medizin.

Die Hautkrankheiten in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Fußpilz ist nicht die einzige Hautkrankheit, die auch in der westlichen Welt immer häufiger mit den Methoden aus Fernost behandelt werden. Denn die chinesische Medizin kennt Erkrankungen wie Neurodermitis, Akne oder Schuppenflechte schon seit mehreren Hundert Jahren und behandelt diese erfolgreich mit Heilkräutern.

Die Arzneimittel werden in der Regel als Abkochungen verordnet, die der Patient trinkt. Verschiedene Substanzen können außerdem in Form von Ölen, Pulvern, Salben oder Tinkturen auch äußerlich angewendet werden.

So Diagnostizieren die chinesischen Hautärzte

Die wichtigste Rolle für die Diagnose spielt in der Traditionellen Chinesischen Medizin das Erscheinungsbild der Haut. Der Arzt mischt die Arzneien also individuell für den Patienten, je nachdem, welches Hautbild er beobachtet. Deshalb gibt es auch keine einheitliche Behandlung für Fußpilz.

Ein wichtiges Kriterium ist beispielsweise der Juckreiz als typisches Symptom von Fußpilz. Je nachdem, wie intensiv dieser ist, gibt es verschiedene Heilmittel. Bei leichtem Juckreiz werden gerne pflanzliche Mittel wie Katzenminze verabreicht. Bei starkem Juckreiz haben sich tierische Arzneimittel bewährt.

Beobachtet wird vom Dermatologen außerdem, ob auf der Haut Bläschen, Krusten oder Risse vorhanden sind. Auch das sind typische Symptome von Fußpilz, beziehungsweise ob die Haut trocken ist oder nässt. Der Grund:

Krusten, Bläschen und Nässen deuten auf eine Einlagerung von Feuchtigkeit im Körper hin, die durch die passenden Arzneimittel ausgeleitet werden sollen. In diesem Fall spielt auch die Ernährung eine Rolle. Empfohlen werden Nahrungsmittel wie Karamom, Bohnen, Mais oder Kürbis.

Trockene und rissige Haut wird mit Salben und Tees aus Heilkräutern bekämpft. Zu den Arzneimitteln, die in diesem Fall verabreicht werden, gehören Sesam, chinesische Engelwurz und Cannabissamen.

Hier gibt es die chinesischen Heilmittel

In Deutschland sind die Heilmittel der Traditionellen Chinesischen Medizin apothekenpflichtig, einige davon sind sogar verschreibungspflichtig. Patienten, die Fußpilz mit den Arzneimitteln der Traditionellen Chinesischen Medizin behandeln wollen, sollten diese also keinesfalls aus anderen Quellen beziehen. Dann ist auch gewährleistet, dass die Arzneimittel ausgiebig getestet wurden, um beispielsweise Verunreinigungen auszuschließen.

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Rauchfrei dank Akupunktur

Die Anwendungen der Traditionellen Chinesischen Medizin erfreuen sich auch in der westlichen Welt immer größerer Beliebtheit. Auch Raucher erhoffen sich zunehmend, durch Akupunktur von ihrer Nikotinsucht geheilt zu werden. Damit die Betroffenen dauerhaft rauchfrei bleiben können, behandelt der Therapeut sogenannte Suchtpunkte am Ohr mit den Akupunkturnadeln. Doch inwieweit eignet sich die Akupunktur zur Rauchentwöhnung?

Die Vorgehensweise zur Raucherentwöhnung

Raucher, die ihrer Sucht dauerhaft entsagen wollen, kämpfen vor allem in den ersten Tagen nach dem Aufhören mit massiven Entzugserscheinungen. Ex-Raucher sind beispielsweise häufig leicht reizbar, nervös und teilweise auch aggressiv. Genau aus diesem Grund greifen sie dann oft zur nächsten Zigarette und beenden damit ihr Vorhaben, Nichtraucher zu werden, vorzeitig. Die TCM hingegen verspricht rasche Abhilfe gegen das Problem, demnach soll es möglich sein, durch Akupunktur zum Nichtraucher zu werden.

Mediziner, die Akupunkturbehandlungen für Raucher anbieten, sind davon überzeugt, dass diese Methode erfolgreich ist. Bereits nach der zweiten Behandlung könnten Raucher das Rauchen einstellen, ist Dr. Beate Strittmatter von der Deutschen Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin überzeugt.

So läuft die Akupunktur ab

Während der Behandlung sticht der Therapeut Akupunkturnadeln in die Suchtpunkte am Ohr. Der Effekt soll darin bestehen, dass das Verlangen des Patienten nach einer Zigarette wesentlich geringer ist. Ferner sollen sich die Entzugserscheinungen wesentlich mildern. Damit die Raucher endgültig aufhören können, müssen sie lediglich nur noch die Gewohnheit ablegen, dass sie im Alltag automatisch zu einer Zigarette greifen. Dafür ist vor allem Disziplin von den Nichtrauchern gefragt.

Wie erfolgreich ist die Akupunktur bei der Nikotinentwöhnung?

Wie erfolgreich die Therapie ist, ist jedoch noch umstritten. So führt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führt die Wirkung in erster Linie auf einen Placebo-Effekt zurück. In einigen Fällen kann der gewünschte Effekt also eintreten, weil die Patienten hoffen, dass Akupunktur ihnen dabei hilft, rauchfrei zu leben.

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Wie lässt sich Neurodermitis behandeln?

Bei Neurodermitis handelt es sich um eine chronische Hautkrankheit, die zwar als nicht heilbar, aber sehr wohl als behandelbar gilt und die Menschen jeden Alters betreffen kann. Beispielsweise ist der kleine Leo bereits im zarten Alter von vier Monaten an Neurodermitis erkrankt, was die ganze Familie vor schwerwiegende Probleme gestellt hat. Nachdem eine Therapie nach der klassischen Schulmedizin gescheitert war, konnte dem Kind jedoch mit einer Therapie nach der Traditionellen Chinesischen Medizin geholfen werden.

Mutter Tanja schildert die Fallgeschichte: „Bis zum vierten Monat war Leo ein ganz normales Baby“, doch dann habe sie an einem Bein eine trockene Stelle auf der Haut entdeckt, welche in etwa die Größe einer Ein-Euro-Münze hatte. Die rissigen und trockenen Stellen auf der Haut breiteten sich weiter aus, sodass Leo begann, sich zu kratzen. „Der Kinderarzt tippte gleich auf Neurodermitis. Da ich noch stillte, riet er mir, keinen Weizen sowie kein Milch- und Hühnereiweiß zu essen“, so die Mutter. Und weiter: „Ich musste meine Ernährung total umstellen. Da fast überall Weizen drin ist, war das für mich erst mal sehr hart.“

Zunächst wurde eine homöopathische Behandlung versucht, um dem Kind zu helfen, was jedoch erfolglos blieb. Im Gegenteil verschlechterte sich der Zustand des Babys zunehmend. Irgendwann hatte Leo sogar am ganzen Körper trockene, rissige und blutige Haut und litt zudem unter Juckreiz und Schmerzen. Besonders schlimm war es nachts, sodass an Schlaf kaum noch zu denken war.

Auch das Wesen veränderte sich

Zwei Monate, nachdem die Krankheit ausgebrochen war, stellte die Mutter auch fest, dass sich das Wesen des Kindes verändert hatte. Leo war nun sehr traurig, weinte oft und wollte sich permanent kratzen, gelacht hat er hingegen überhaupt nicht mehr. Damit er sich nicht blutig scheuern konnte, zog ihm die Mutter sogar Socken über die Hände. Sie erinnert sich: „Wenn ich nachts nicht auf ihn aufpasste, befreite sich Leo mit den Füßen aus dem Schlafanzug und kratzte sich mit den Zehen die Beine auf. Das Bett war dann voller Blut.“

Auch auf die drei Brüder wirkte sich Leos Erkrankung aus. Denn sie konnten nicht einmal mehr mit ihrem kleinen Bruder spielen, weil dieser von der Krankheit völlig geschwächt war. Beispielsweise war es für Leo unmöglich, zu krabbeln, sitzen konnte er nur mit Hilfe von Stützpolstern.

Der erste Heilungsversuch

Die Krankheit hatte auf das Kleinkind aber noch andere Auswirkungen: So nahm Leo nicht an Gewicht zu und wuchs auch nicht. Der Kinderarzt überwies das Kind deshalb im Alter von elf Monaten an die Uniklinik in Würzburg, wo er mit Antibiotika und Kortison behandelt wurde. Scheinbar mit Erfolg. Denn: „Nach zwei Wochen Aufenthalt sah Leo endlich wieder aus wie ein normales Kind. Für uns alle, aber vor allem für den Kleinen war das eine wichtige Verschnaufpause. Doch wir wussten: Heilen kann das Kortison Leos Neurodermitis nicht, sondern nur die schrecklichen Symptome lindern. Und ständig Kortison auf seine Haut schmieren wollte ich auch nicht, so die Mutter, weshalb nach einer alternativen Heilmethode gesucht wurde.

TCM als zweiter Versuch

Schließlich versuchte die Familie ihr Glück bei Christian Schmincke, seines Zeichens Chefarzt der Klinik am Steigerwald, der Traditionelle Chinesische Medizin praktiziert. Er erläutert: „In der chinesischen Medizin werden Körper und Seele ganzheitlich betrachtet. Nicht das betroffene Organ steht im Mittelpunkt der Krankheitsdiagnose, sondern wir versuchen zu ergründen, welche körperlichen und seelischen Prozesse zu einer Erkrankung führen. Ausführliche Gespräche mit der Mutter und spezielle TCM-Untersuchungen wie die Puls- und Zungendiagnose halfen, Leos krankhafte Prozesse zu erkennen.“

Die Untersuchungen waren allerdings alles andere als einfach, weil Leo im Lauf der Erkrankung immer schüchterner geworden war. Sobald die Diagnose abgeschlossen war, verordnete der Mediziner Abkochungen aus verschiedenen chinesischen Kräutern. Der Grund: Dadurch sollten Entzündungsprodukte aus dem Körper geleitet werden.

Dazu erläutert Schmincke: „Neurodermitis stellt aus chinesischer Sicht meist einen Entgiftungsversuch dar. Bei Entzündungen der Atmungsorgane, allergisch oder infektbedingt, die nicht mit ausreichend klassischen Krankheitszeichen wie vermehrter Schleimabsonderung einher gehen, fallen reichlich Entzündungsprodukte an, die in Blut und Lymphe übertreten. Im Entgiftungsversuch des Körpers werden sie aus dem Blut in die Haut transportiert. Dort sind jedoch die Ausscheidungsmöglichkeiten, im Gegensatz zu den Schleimhäuten, sehr beschränkt. Es kommt zu einem Stau von ausleitungspflichtigen Stoffen, der wiederum zur Hautentzündung führt. Die Absicht des Körpers, Gifte auszuscheiden, wir auch dadurch deutlich, dass der Juckreiz nachlässt, sobald durch Kratzen Blut und Lymphe ausgeschieden wurden.“

Deshalb bekam Leo in der Klinik täglich Kräuter-Arzneien, die individuell auf ihn abgestimmt waren. „Wir beobachten genau, wie der Körper des Patienten auf die Arzneien reagiert. Darauf aufbauend passen wir die Rezeptur während des Therapieverlaufs kontinuierlich an“, erläutert Schmincke die Behandlung. Und bereits nach vier Wochen habe Leo positiv reagiert, sodass die Einreibungen mit Kortison reduziert werden konnten.

Wie reagieren Kinder auf Chinesische Medizin?

Wie Schmincke sagt, würde der menschliche Organismus bereits in der Kindheit lernen, wie er mit krankmachenden Einflüssen umzugehen hat, weshalb Kinder Infekte komplett durchleben sollten. Denn: „Häufig werden bereits in der frühen Kindheit die Weichen gestellt, die später zu schweren Krankheiten führen können.“

Davon war auch Leo betroffen, weil sein Immunsystem nicht richtig gearbeitet hatte. Der Entzündungsdruck wurde also umgeleitet, was durch die chinesischen Arzneien umgekehrt werden konnte. In der Folge hatte sein Organismus nämlich nach einem neuen Weg gesucht, um den Körper zu entgiften.

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Fatigue-Syndrom: eine Besserung durch Akupressur

Ängste, Depressionen und Schmerzen sollen sich durch zwei Akupressur-Methoden wegmassieren lassen. Eine positive Wirkung konnte nun im Rahmen einer kontrollierten Studie zu dieser traditionellen manuellen Therapie festgestellt werden, auch auf das sogenannte Fatigue-Syndrom.

Was ist das Fatigue-Syndrom?

Dieser Fachbegriff bezeichnet eine chronische Erschöpfung, die insbesondere nach einer körperlichen Belastung mit starker Müdigkeit einhergeht, wodurch die Betroffenen hinsichtlich ihrer Aktivitäten stark beeinträchtigt sind. Allein in den USA könnten bis zu 2,5 Millionen Menschen betroffen sein, wobei der chronische Erschöpfungszustand in sehr vielen Fällen nicht diagnostiziert wird. Bei Frauen in einem Alter von 30 bis 45 Jahren tritt diese medizinisch anerkannte Erkrankung etwa dreimal so oft auf wie bei Männern.

Besonders betroffen: Frauen nach einer Krebsbehandlung

Über die typischen Symptome des Fatigue-Syndroms, also Konzentrationsschwäche, Abgeschlagenheit und depressiven Verstimmung, leiden Frauen sehr oft während einer Krebsbehandlung oder kurz nachdem diese erfolgreich abgeschlossen wurde. Einen chronischen Verlauf nimmt diese Erkrankung etwa bei 20 bis 50 Prozent der Betroffenen, was zu einer starken Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität führen kann. Üblicherweise werden diese Beschwerden durch Psycho- und Bewegungstherapie behandelt. Weitere Methoden zur erfolgreichen Behandlung kennt man in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dazu gehören zwei Akupressur-Techniken. So führt die entspannende Akupressur zu mehr Ruhe, wodurch auch die Schlafqualität verbessert wird. Die stimulierende Akupressur hingegen spendet Lebensenergie. Um diese positiven Effekte zu erreichen müssen die Betroffenen bestimmte Punkte auf ihrer Haut täglich mehrere Minuten lang mit kreisenden Bewegungen stimulieren.

Hintergründe zur Studie

Durchgeführt wurde die genannte Studie an der Universität von Michigan unter der Leitung von Suzanna Maria Zick. Ein TCM-Therapeut hatte dafür 288 Frauen darin eingewiesen, wie sie die Techniken korrekt anwenden. Bei der Untersuchung wurde diese Methode mit der aktuellen Standard-Behandlung verglichen. Dabei stellten die Forscher fest, dass sich die depressiven Verstimmungen bei 41,5 Prozent der Frauen verbesserten, wenn sie die entspannende Massagetechnik anwendeten. Bei der stimulierenden Massage verbesserte sich der Zustand immerhin bei 25 Prozent der Betroffenen. Der Zustand verbesserte sich bei Betroffenen aus der Kontrollgruppe hingegen lediglich bei acht Prozent. Beide Massagetechniken milderten des Weiteren die Angstzustände im Vergleich zu Patientinnen aus der Kontrollgruppe deutlich. Ebenso berichteten die Studienteilnehmerinnen, dass sie die Schmerzen weniger intensiv verspürten und fühlten sich dadurch folglich auch weniger stark eingeschränkt.

Nach einem Zeitraum von sechs Wochen beobachteten die Forscher die besten Ergebnisse. Sämtliche Symptome außer der Ängstlichkeit hatten sich weiter abgeschwächt. Deshalb plant das Forschungsteam die Entwicklung eines Massagestabes sowie einer App, welche die Frauen dazu animieren soll, die Massagen konsequent auszuführen.

Dass Akupressur den Zustand von Patienten, die unter dem Fatigue-Syndrom leiden, verbessert, konnte also festgestellt werden. Nicht klar ist jedoch, wie diese Verbesserung zustande kommt. Bereits in einer früheren Arbeit zum Thema hatten die Autoren vermutet, dass die Massage Auswirkungen auf die Hirnfunktion der Betroffenen haben könnte. Aber auch einen Placebo-Effekt schließen die Wissenschaftler nicht aus.

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Migräne und Akupunktur: So lässt sich Kopfschmerzen vorbeugen

Welche Ursachen Migräne hat und wodurch sie ausgelöst wird, ist bislang noch nicht restlos geklärt, obwohl diese wohl eine der unangenehmsten Kopfschmerz-Arten sein dürfte. Eine effektive Vorbeugung ist jedoch mit Akupunktur möglich, weshalb diese Heilmethode auch in die Behandlungsleitlinie aufgenommen wurde.

So lässt sich Migräne-Attacken vorbeugen

Durch Akupunktur ist es möglich, sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität der quälenden Kopfschmerzen lindern, wie auch der Neurologe Dr. Hans-Christoph Diener, seines Zeichens Professor an der Essener Universität, bescheinigt. Wie der Berufsverband Deutscher Neurologen sagt, lasse sich die Wirkung der Akupunktur durchaus mit konventionellen Medikamenten vergleichen, die zur Prävention verwendet werden.

Die Behandlung erfolgt nach den Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin. Allerdings muss diese in der beschwerdefreien Zeit zwischen zwei Kopfschmerz-Attacken durchgeführt. Dafür gibt es auch einen guten Grund. Denn bei einer akuten Attacke zeigt die Akupunktur nahezu keine Wirkung, es ist also nicht möglich, akute Kopfschmerzen zu lindern.

Wann soll Akupunktur zur Vorbeugung eingesetzt werden?

Anders als bei Medikamenten ist die Behandlung mittels Akupunktur kaum mit Nebenwirkungen verbunden. Diese alternative Behandlungsmethode empfiehlt sich nach dem Dafürhalten von Professor Diener insbesondere bei chronischen Kopfschmerzen. Der Grund: Werden Medikamente, die gegen starke Kopfschmerzen wirken, zu häufig eingenommen, lösen diese unter Umständen selbst Schmerz aus. Das könnte daran liegen, dass das individuelle Schmerzempfinden deutlich sinkt, wenn die Betroffenen regelmäßig Schmerzmittel einnehmen, wodurch das Schmerzsystem überempfindlich reagiert.

Wie viele Sitzungen sind notwendig?

Eine deutliche Linderung ihrer Beschwerden bemerken die Betroffenen oft schon nach wenigen Sitzungen. Zwar ist eine vollständige Heilung von Migräne durch Akupunktur nicht möglich, allerdings lassen sich die Beschwerden deutlich reduzieren. Im Schnitt wird diese Verbesserung nach 15 Sitzungen erreicht, sofern pro Woche zwei Behandlungen durchgeführt werden. In besonders hartnäckigen Fällen stellt sich der Behandlungserfolg aber möglicherweise auch erst nach 40 Sitzungen ein. Für die langfristige Vorbeugung sollten allerdings im Abstand von einigen Monaten noch Auffrischungssitzungen erfolgen. Die Kosten für die Behandlung durch Akupunktur wird jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen.

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Wie ist die Traditionelle Chinesische Medizin entstanden?

Belegen lassen sich die Anwendung der Traditionellen Chinesischen Medizin über einen Zeitraum von rund drei Jahrtausenden. Entwickelt wurde das ursprüngliche Konzept während der Schang-Dynastie, die im Zeitraum von 1.500 bis 1.050 vor Christi Geburt geherrscht hat. Die unterschiedlichen Heilsysteme, die im Lauf der Zeit entwickelt wurden, haben sich größtenteils bis in die Gegenwart gehalten.

Die Ahnenmedizin in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die frühesten Nachweise für die Traditionelle Chinesische Medizin stammen aus dem 13. vorchristlichen Jahrtausend. Damals wurden Schildkrötenschalen sowie Orakelknochen beschriftet. Das Entstehen von Krankheiten schrieb man damals den Ahnen oder dem Einwirken dritter Personen zu, zur Vorbeugung und Heilung wurden Beschwörungen, Versöhnungsgaben und andere Geschenke genutzt.

Die Dämonenmedizin in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die sogenannte Dämonenmedizin gilt als Fortführung der Ahnenmedizin. Hier gingen die Heiler davon aus, dass Krankheiten von böswilligen Dämonen verursacht werden. Der Medizinhistoriker Paul Ulrich Unschuld sieht in der Dämonenmedizin ein Abbild der Gesellschaft in China zwischen dem 8. und 3. vorchristlichen Jahrhundert. Damals hatten permanent Machtkämpfe geherrscht und China war zeitweise in Hunderte von Königreichen zerbrochen. Als Heilverfahren dürften bereits damals Massage, Moxibustion sowie Akupunktur eingesetzt worden sein, um die unwillkommen Eindringlinge dazu zu zwingen, den Körper wieder zu verlassen.

Die religiöse Medizin in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Im Zeitraum von 25 bis 220 nach Christi Geburt wurden in der Traditionellen Chinesischen Medizin auch diverse religiöse Heilsysteme entwickelt. In dieser Phase sah man den Grund für Krankheiten als Strafe für ein Missverhalten in der Vergangenheit statt als Folge des Eingreifens von Totengeistern. Diese Entwicklung gipfelte darin, dass Kranke im Rahmen von öffentlichen Massenritualen ihre Verfehlungen bekannt geben mussten.

Die Entsprechungsmedizin in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Darüber hinaus gibt es in der Traditionellen Chinesischen Medizin Heilsysteme, die der sogenannten Entsprechungsmedizin zuzuordnen sind. Hier wird nicht der Einfluss von Dämonen als Ursache für eine Krankheit gesehen, sondern vielmehr diverse Naturphänomene.

Naturkundliche Methoden in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Naturkundliche Methoden zählen zu den ältesten Heilverfahren in der Traditionellen Chinesischen Medizin, deren Ursprung lässt sich allerdings nur durch Legenden belegen. Auch diese sind bis in die Gegenwart in Gebrauch und haben Einzug in die westliche Medizin gehalten. Ein Austausch zwischen der Traditionellen Chinesischen Medizin und der westlichen Welt hatte jedoch erst im Zuge der jesuitischen Mission in Fernost im ausgehenden 16. Jahrhundert erfolgt. Erst dadurch ist es gelungen, dass sich die Traditionelle Chinesische Medizin auch in der westlichen Welt verbreitet.

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So wichtig ist die Ernährung in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Anders als die westliche Medizin unterscheidet die Traditionelle Chinesische Medizin nicht zwischen Nahrung und Arzneimitteln. Der einzige Unterschied, der gesehen wird, besteht darin, dass Nahrungsmittel von der Wirkung her schwächer sind als Arzneimittel. Weil der Mensch eben täglich essen muss, ist es nach der Lehrmeinung in der Traditionellen Chinesischen Medizin wichtig, dass die Nahrung dem jeweiligen Typen, der Jahreszeit und dem Gesundheitszustand angepasst wird. Dadurch seine eine wirksame Vorbeugung vor Krankheiten gewährleistet.

Welche Wirkung hat die Nahrung auf die Organe?

Der Mensch gilt in der chinesischen Medizin dann als gesund, wenn die Energie in seinen Organen ausgewogen und harmonisch ist. Nur dann könnten diese reibungslos funktionieren und hätten einen unterstützenden Einfluss auf andere Organe. Besteht hingegen innerhalb eines Organs ein Energiemangel oder -stau würden Krankheiten entstehen.

Die Grundlage der chinesischen Ernährungslehre bildet dabei das System der fünf Elemente, welches schon vor Jahrtausenden entwickelt wurde. Dies besagt, dass sich die Elemente Metall, Erde, Wasser, Feuer und Holz gegenseitig beeinflussen und miteinander in einem stetigen Wechselspiel verbunden sind. Durch seinen Geschmack lässt sich jedes Lebensmittel dabei einem Element zuordnen. Dadurch kann eine Aussage darüber getroffen werden, wie die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen auf die Organe wirken.

Das sind die Lebensmittel des Elementes Holz

Dem Element Holz werden sämtliche Lebensmittel, die einen sauren Geschmack aufweisen, zugeordnet. Nahezu jedes saure Lebensmittel besitzt eine erfrischende Energie, was sich positiv auf die Holzenergie auswirkt. Durch diese Lebensmittel werden einerseits die körpereigenen Säfte bewahrt und andererseits dessen Substanz gefestigt. In den Sommermonaten oder bei sportlicher Aktivität kann diese Funktion von säuerlichem Obst oder Früchtetees erfüllt werden.

Der saure Geschmack hat den Effekt, dass er zusammen zieht, was insbesondere bei Erkältungskrankheiten unerwünscht ist. Bahnt sich eine Erkältungskrankheit an, wirken sich beispielsweise Früchtetees, Südfrüchte oder Tomaten negativ aus. Denn durch die zusammenziehende Wirkung des sauren Geschmacks wandert die Kälte von der Oberfläche des Körpers ins Innere, wo sie sich schwieriger wieder entfernen lässt. Dadurch kann unter Umständen ein großer Schaden entstehen.

Das zeichnet die Lebensmittel des Elements Feuer aus

Diese Lebensmittel haben nicht nur eine austrocknende Wirkung, sondern leiten darüber hinaus das Qui nach unten. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Verdauung, insbesondere, wenn es um die Verdauung von Fett geht. Lebensmittel, die durch Grillen, Rösten oder Braten Bitterstoffe entwickeln und verschiedene Genussmittel, etwa Kaffee, Schwarztee oder Zigaretten entziehen dem menschlichen Körper Feuchtigkeit. Dadurch erhöht sich die körperliche und geistige Aktivität kurzfristig.

Werden die genannten Genussmittel jedoch im Übermaß konsumiert, führt das zu negativen Symptomen. Sehr häufig treten Schlafstörungen, Nervosität sowie innere Unruhe auf. Daneben gibt es eine Reihe von Lebensmitteln, die natürliche Bitterstoffe enthalten und dank ihrer positiv austrocknenden Wirkung bei Feuchtigkeit eingesetzt werden können. Zu diesen Lebensmitteln zählen beispielsweise Löwenzahn, Rucola, Grapefruit oder Chicorée.

Diese Lebensmittel werden der Erde zugeordnet

Durch die erdigen Anteile der Lebensmittel wird die Mitte des Menschen gestärkt. Größtenteils handelt es sich hierbei um sättigende und süße Lebensmittel, wie nahezu alle Sorten von Gemüse, Fleisch und Getreide, Nüsse, Fette und Eier. Weil durch den süßen Geschmack das Chi aufgebaut wird, geht die Traditionelle Chinesische Medizin davon aus, dass ein plötzlicher Heißhunger auf Süßes auf einen Chi-Mangel in der Milz zurückgeht. Milchprodukte hingegen haben eine verschleimende und befeuchtende, also negative Wirkung.

Bei Feuchtigkeit, also einer Yin-Fülle lagert sich Wasser mit giftigen Stoffen, die darin gelöst sind, im menschlichen Gewebe ab. Ein zu hohes Maß an Feuchtigkeit kann sowohl bei normal- als auch bei übergewichtigen Menschen auftreten. Dieses Problem macht sich durch Wasseransammlungen, Niedergeschlagenheit, Dumpfheit sowie das Gefühl von Schwere in den Gliedmaßen bemerkbar. Der Zustand der Betroffenen bessert sich, wenn sie auf Lebensmittel mit feuchtigkeitsbildender Wirkung verzichten. Das Ausscheiden der Feuchtigkeit wird durch gekochte Speisen aus hochwertigen Zutaten, die mit aromatischen Gewürzen und Kräutern zubereitet wird, gefördert.

Die Lebensmittel des Elements Metall

Die Metall-Lebensmittel zeichnen sich dadurch aus, dass sie scharfe Wärme erzeugen, sie sowohl bei innerer Kälte als auch beim Eindringen von äußerer Kälte eine Wirkung zeigen. Beim Eindringen von äußerer Kälte in den Körper helfen scharf-warme Getränke, etwa Glühwein oder Ingwertee dabei, die Poren zu öffnen. Der Betroffene fängt an zu schwitzen, wodurch die Kälte wieder abgegeben wird. Scharfwarme Gewürze, die regelmäßig gegessen oder in Form von Gewürztee getrunken werden, helfen bei innerer Kälte, also etwa bei einem kalten Körperempfinden, kalten Füßen oder häufigem nächtlichem Wasserlassen. Die Wirkung entsteht dadurch, dass sie den Aufbau von Wärme innerhalb des Körpers unterstützen. Durch das Verwenden von Alkohol oder scharfen Gewürzen beim Kochen wird die Energie in Bewegung gebracht. Scharf-warme Gewürze sollten beispielsweise bei einem Chi- oder Yangmangel oder niedrigem Blutdruck in kleinen Mengen regelmäßig verwendet werden. Werden über einen längeren Zeitraum hinweg Speisen gegessen, die stark scharf gewürzt sind, kann dies zum Hitzeaufbau im Körper führen. Vorsicht ist also bei Bluthochdruck oder innerer Hitze angebracht.

Die Wasser-Lebensmittel

Der wichtigste Grundsatz bei diesen Lebensmitteln lautet, dass Salz verhärtet. Vom Ursprung her hat der salzige Geschmack eine aufweichende Wirkung. Zu den Wasser-Lebensmitteln zählen grundsätzlich jene Lebensmittel, die nach Meer riechen. Dazu gehören beispielsweise Meeresfrüchte, Meeresalgen oder Fisch. Ohnehin werden Meeresalgen in zahlreichen Ländern Asiens sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von Krebs genutzt. Im Grunde konsumiert der moderne Mensch ohnehin zu viel Salz. Im Übermaß genossen verliert das Salz aber seine aufweichende Wirkung und wirkt im Gegenteil verhärtet. Dadurch wird der Körper ausgetrocknet, die guten Säfte werden aufgebraucht und wichtige Mineralien könne dem Knochen entzogen werden.

Weil die Menschen in Asien regelmäßig Meeresalgen essen und Milchprodukte vermeiden, versorgen sie ihre Knochen optimal mit dem Spurenelement Kalzium. Deshalb ist dort das Problem der Osteoporose (Knochenentkalkung) bis heute unbekannt. In Meeresalgen sind jedoch noch zahlreiche weitere wichtige Mineralstoffe enthalten. Weil die Wirkung der Meeresalgen nach unten gerichtet und nach innen geleitet ist, können die Mineralien in die Knochen eingelagert werden. Das in der Milch enthaltene Kalzium hingegen lagert sich außen am Knochen ab, wodurch Gelenkprobleme verursacht werden können.

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Wie geht Abnehmen mit Akupunktur?

Die Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin insbesondere der Akupunktur können auch beim Abnehmen helfen. Dies funktioniert mit Nadelstichen ins Ohr, allerdings ist die aktive Mithilfe der Patienten erforderlich. Denn durch die Akupunktur wird zwar das Hungergefühl gedämpft, jedoch ist das Abnehmen ohne Bewegung und Diäten nicht möglich.

Die Akupunktur dämpft das Hungergefühl

Dr. Arnfried Reis, seines Zeichens Dozent an der Deutschen Akademie für Akupunktur, sagt zu diesem Thema: „Suchtkrankheiten wie Nikotin-, Alkoholsucht und auch Essstörungen lassen sich mit Akupunktur heilen oder deutlich bessern.“ Das Hungergefühl lasse sich bei den Betroffenen durch die Anwendung mit den Nadeln deutlich verringern.

Zunächst versucht der Akupunkteur herauszufinden, woher das Übergewicht bei den Patienten her rührt. Sobald er eine individuelle Diagnose erstellt hat, sticht der Akupunkteur in bestimmte Akupunkturpunkte am Ohr. Meist werden hierfür kleine Dauernadeln verwendet. Diese ragen einen Millimeter weit aus der Haut heraus und werden mit einem Pflaster abgedeckt. Je nachdem, wie der Befund ausgefallen ist, bleiben die Nadeln bis zu zehn Tage lang im Ohr.

Wichtig: die Ergänzung der Behandlung

Diese Akupunkturbehandlung alleine reicht allerdings nicht aus, um Gewicht zu verlieren. Deshalb muss der betroffene Patient die Akupunkturbehandlung aktiv unterstützen, eine Diät selbstständig befolgen und nach Möglichkeit auch regelmäßig Sport treiben. Dann werden bessere Erfolge erzielt und die Behandlung ist schneller erledigt.

Auch Dr. Kay Keng Khoo, seines Zeichens Hausarzt und Autor, konnte in einer australischen Studie bestätigen, dass die Kombination von Akupunktur mit einer Diät eine positive Wirkung hat, wie in einem Bericht des Fachmagazins „Medical Acupuncture“ zu lesen ist. Teilgenommen hatten an der besagten Studie 20 Frauen, deren Body Mass Index erhöht war. Jene Teilnehmerinnen, die sich genau an die Vorgaben gehalten hatten, konnten im Schnitt 4,7 Kilo abnehmen.

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Wer darf eine Akupunkturbehandlung durchführen?

Wer eine Akupunkturbehandlung durchführen möchte, muss ein fundiertes Wissen über den menschlichen Körper besitzen. Denn wird Akupunktur falsch angewendet, können massive Nebenwirkungen auftreten. Deshalb darf diese Form der Behandlung ausschließlich von Ärzten und Heilpraktikern angeboten werden, die eine entsprechende Qualifizierung nachweisen können. Patienten, die sich auf der Suche nach einem Akupunktur-Arzt befinden, sollten also im Zweifelsfall nach einer entsprechenden Zusatzausbildung nachfragen.

Wie läuft die Akupunkturausbildung ab?

Die spezielle Ausbildung für Akupunktur wird von mehreren Bildungsträgern angeboten. Bei den Abschlüssen für Ärzte unterscheidet man dabei zwischen verschiedenen Qualitätsstufen. So nennt die Deutsche Akademie für Akupunktur als Mindestvoraussetzung für die Grundqualifikation 140 Stunden in Theorie und Praxis. Abrechnen kann der Arzt seine Leistungen dann aber nur im Bereich der Privatkassen. Sofern er bestimmte Voraussetzungen erfüllt, kann ein Arzt nach 200 Ausbildungsstunden gegebenenfalls auch über die gesetzlichen Kassen abrechnen. Des Weiteren ist er dazu berechtigt, die Zusatzbezeichnung Akupunktur zu führen.

Darüber hinaus gibt es vier weitere, aufeinander aufbauende Qualifikationsstufen, die mit einer Prüfung abgeschlossen werden, die von der Fachgesellschaft für Akupunktur abgenommen wird. Lediglich die Prüfung nach der 200stündigen Ausbildung wird von der zuständigen Ärztekammer abgenommen.

Die Ausbildung für Heilpraktiker, welche die Zusatzbezeichnung Akupunktur führen wollen, ähnelt jener von Ärzten. Akupunktur dürfen aber auch Heilpraktiker nur anbieten, wenn sie die entsprechende Zusatzausbildung haben.

Warum ist die zusätzliche Ausbildung notwendig?

Ärzte und Heilpraktiker lernen während ihrer zusätzlichen Ausbildung neben den wissenschaftlichen Grundsätzen auch die kulturellen Hintergründe der Traditionellen Chinesischen Medizin kennen. Diese sind kein Bestandteil der klassisch-schulmedizinischen Ausbildung. Allerdings sind diese Grundlagen die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Beispielsweise muss ein Akupunkteur das Leitbahnsystem des menschlichen Körpers, welches einen maßgeblichen Einfluss auf den Energiefluss hat.

Einen Akupunktur-Arzt finden: das ist wichtig

Sind Patienten unsicher, können sie ihren Arzt ruhig darauf ansprechen, ob er die entsprechende Qualifikation besitzt. Grundsätzlich lautet die Empfehlung der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur, eine entsprechende Behandlung ausschließlich bei einem Arzt zu machen, der dafür qualifiziert ist. Dieser führt auch begleitende Untersuchungen durch und kann dadurch eventuell Krankheiten erkennen, die einer gesonderten Behandlung bedürfen.

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Verlängert vielblütiger Knöterich das Leben?

Vertreter der traditionellen chinesischen Medizin nutzen die Wurzel des vielblättrigen Knöterichs bereits seit Jahrhunderten als Heilpflanze. Pulver und Extrakte, die aus dieser Pflanze hergestellt werden, sind aber auch in Europa in Form von Nahrungsergänzungsmitteln erhältlich. Diesen Mitteln wird etwa eine verjüngende Wirkung zugeschrieben. Bei Würmern konnte nun im Rahmen einer Studie ein lebensverlängernder Effekt nachgewiesen werden.

Ein gesunder Lebensstil verlängert die Lebenserwartung

Viele Gesundheitsexperten sind der Überzeugung, dass Menschen ihre Lebenserwartung deutlich steigern können, wenn sie einen gesunden Lebensstil pflegen. Sie müssen dafür nur einige einfache Regeln beachten: Sie sollten sich ausgewogen mit einem hohen Anteil an Vollkornprodukten, Gemüse und Obst ernähren, keinesfalls Alkohol im Übermaß konsumieren, nur wenig rotes Fleisch essen, nicht rauchen, sich regelmäßig bewegen und es vermeiden, Übergewicht anzusetzen. Aber auch exotische Heilpflanzen können unter Umständen die Lebensspanne steigern, wie eine Studie mit Würmern gezeigt hatte.

Wie Professor Dr. Wim Wätjen, der an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg tätig ist, sagt, würden sich die meisten bisherigen Studien zum vielblütigen Knöterich lediglich mit dem Hauptwirkstoff beschäftigen. Aber: „Tatsächlich besteht er aus vielen verschiedenen Stoffen, deren kombinierte Wirksamkeit dagegen noch nicht stark erforscht ist.“ Der Ernährungswissenschaftler arbeitet zusammen mit seiner Arbeitsgruppe bereits seit einigen Jahren an der Forschung an dieser Pflanze, deren Inhaltsstoffe und möglichen Wirkungen.

In einer neuen Studie konnten die Forscher aus Hall nachweisen, dass ein Wurzelextrakt der Pflanze das Leben des Fadenwurms C- elegans verlängert. Zudem schütze der Extrakt den Wurm vor oxidativem Stress. Zudem beschreiben sie erstmals jene molekularen Signalwege, welcher die Wirkung zu verdanken sein könnte. Veröffentlicht wurde die Studie 2018 in der Fachzeitschrift „Plants“.

Wie stark ist der Anti-Aging-Effekt?

Überprüft hatten die Forscher insbesondere, ob sich die oft gepriesenen Anti-Aging-Effekte auch wirklich nachweisen lassen. Sie verabreichten dem Fadenwurm C. Elegans deshalb große Mengen des Extraktes. Dazu sagt Wätjen: „Die meisten bisherigen Studien haben die Wirkungen der Pflanze mit isolierten Zellen oder im Reagenzglas untersucht, wir wollten sie im lebenden Organismus untersuchen. Bei einer Konzentration von 1.000 Mikrogramm je Milliliter stellten die Forscher fest, dass sich die Lebenszeit um etwa 19 Prozent verlängert hatte. Der Fadenwurm lebte also drei Tage länger als seine Artgenossen.

Darüber hinaus wurde untersucht, ob der Extrakt auch einen Schutz vor Hitzestress oder oxidativen Stress bietet. Bei Hitze verbesserte sich die Überlebensrate zwar nicht, allerdings besteht ein Schutz vor oxidativem Stress, weil der Extrakt bewirkt, dass sich weniger schädliche Sauerstoffradikale bilden.

Anschließend untersuchten die Forscher zum Vergleich Würmer, deren Erbgut verändert worden war. Durch diese gezielte Veränderung war die Funktion bestimmter Proteine ausgeschaltet, welche eine Rolle im Alterungsprozess spielen. Dazu erläutert Wätjen: „Waren die Gene für die Bildung der Proteine DAF-16 oder Sir-2.1 defekt, waren auch die positiven Effekte des Wurzelextraktes deutlich geringer.“ Eine längere Lebensdauer stellten die Forscher nur fest, falls sämtliche Proteine funktionierten.

Sind die Erkenntnisse auf den Menschen übertragbar?

Die neuen Studienergebnisse würden sich gut in den bisherigen Wissensstand einfügen, so die Forscher. Denn ein wichtiges Element des Wurzelextraktes ist ein Stoff, welcher von der Struktur ähnlich wie Resveratrol ist. „Diesen Stoff findet man zum Beispiel in Weintrauben und von ihm weiß man, dass er eine spezielle Enzymklasse, die Sirtuine, aktiviert. Diese zählen seit Langem zu den maßgeblichen Stoffen, die Alterungsprozesse im Körper steuern“, wie Wätjen erläutert. Zwar lassen sich die neuen Erkenntnisse nicht direkt auf den Menschen übertragen, jedoch kann die Studie als Grundlage für weitere Forschungen dienen. Beispielsweise will man danach Forschen, ob der Extrakt eine schützende Wirkung vor Alzheimer hat.

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Chinesische Steinmassage – besser als Botox?

Selbstverständlich wirken entspannte Gesichtszüge wesentlich einladender auf das Gegenüber als verkniffene. Jedoch ist es so gut wie unmöglich, die Muskulatur an jenen Stellen unter Kontrolle zu haben, an welcher sich die Emotionen zeigen. Auch wenn sie es nicht wollen, kneifen viele Menschen die Lider, lassen ihre Mundwinkel hängen, ziehen die Augenbrauen zusammen oder kräuseln die Stirn. All diese Regungen hinterlassen natürlich auch ihre Spuren im Gesicht der Betroffenen. Beseitigt werden diese in aller Regel mit bewährten Mitteln wie einer Hayaluron-Injektion oder Botulinumtoxin. Diese Maßnahmen gehören in der gesamten westlichen Welt fast schon zum Alltag. Mittlerweile gibt es mit Gua Sha jedoch einen neuen Trend, der völlig frei von Spritzen oder Nervengiften ist. Hierbei handelt es sich um eine Massage, die mit Hilfe eines Steins ausgeführt wird.

Die Massage in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Lymphdrainagen und Massagen mit Edelsteinen werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin bereits seit Jahrtausenden genutzt, um den Körper des Betroffenen wieder in die Balance zu bringen. Von der traditionellen Methode unterscheidet sich Gua Sha jedoch dadurch, dass es sich hierbei um eine wesentlich sanftere Methode handelt. Wird diese Massage regelmäßig angewendet, soll sie dafür sorgen, dass die Haut besser durchblutet wird und dem Teint zugleich mehr Spannkraft und Vitalität verleihen. Laut einiger Studien lässt sich dadurch sogar eine bessere Schlafqualität erreichen und das Immunsystem stärken.

Wie wird die Massage durchgeführt?

Durchgeführt wird die Gesichtsmassage mit Hilfe eines flachen Handschmeichlersteins, dessen Kanten abgerundet sind und der in etwa die Größe einer Streichholzschachtel hat. Dieser Stein enthält insgesamt 40 Spurenelemente und wird auch Bian Stone genannt. Entstanden sollen die Bian Stones bei einem Meteoriteneinschlag, der sich vor circa 65 Millionen Jahren ereignet hat. Zugeschrieben wird diesen Steinen, dass sie sowohl auf DNA als auch auf Zellen einen Anti-Aging-Effekt haben. In jedem Fall sieht das Gesicht der Betroffenen nach einer entsprechenden Behandlung entspannter aus als zuvor. Dafür bearbeitet der Masseur die Haut mit Streichbewegungen, bis sie leicht gerötet ist.

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Lindern das Tragen von Eisenschuhen Schmerzen?

Auch in China gilt dieses Verhalten als exzentrisch. Doch so mancher Chinese schwört darauf, dass er mit 400 Kilo schweren Schuhen an den Beinen Rückenschmerzen und Hämorrhoiden heilen kann. Die Energieströme werden dabei während des Gehens sowohl von der Muskelkraft als auch von Quigong gesteuert.

Das Gehen auf den Eisenschuhe ist nicht einfach: Vor jedem Schritt gilt es, tief Luft zu holen und das Gleichgewicht zu halten. Dennoch sind auf den Schuhen, von welchen jeder 200 Kilo wiegt, nur Wegstrecken von wenigen Metern möglich. Obwohl das Gehen beschwerlich ist, gelten die schweren Schuhe für viele Chinesen als wahre Wundermittel gegen Hämorrhoiden und Rückenschmerzen.

Reine Muskelkraft allein reicht allerdings nicht aus, um die Schuhe zu bewegen, weshalb die Betroffenen auch die Kräfte des Qigong nutzen. Das heißt: Sie praktizieren Bewegungs- und Meditationsübungen, um in ihrem Körper die Energieströme zu steuern und schöpfen damit gewissermaßen auch Kraft aus ihren inneren Organen.

Das Gewicht ist nicht entscheidend

Zhang Zhenghui, der aus Changha stammt und angeblich die schwersten Eisenschuhe in ganz China tragen soll, schaffte sogar einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde: Er hatte es geschafft, sich auf den Schuhen, die ein Gesamtgewicht von 400 Kilo auf die Waage bringen, zehn Meter rückwärts zu bewegen.

Aber auch diverse Prominente wie der Läufer Liu Mei nutzen mittlerweile Eisenschuhe. Dieser für sein Training. Andere Betroffen, die das Laufen auf den Schuhen ausprobiert hatten, berichten, dass ihre Rückenschmerzen schon wenige Monate, nachdem sie begonnen hatten, die Schuhe zu tragen, verschwunden waren.

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Morinda officinalis: ein wahrer Allrounder

Noch kennen in mitteleuropäischen Breitengraden allenfalls Fachleute die Pflanze Morinda officinalis, was sich aber schon bald ändern könnte. Denn dieser Pflanze wird ein großes Potenzial zugeschrieben, wenn es um die Heilung verschiedener Leiden geht. Dazu gehören beispielsweise Entzündungen, rheumatische Erkrankungen oder Depressionen. Aus diesem Grund wird Morinda officinalis schon seit langem in der Traditionellen Chinesischen Medizin genutzt.

Die Pflanze, welche zur Familie der Kaffeegewächse gehört, bevorzugt als Lebensraum subtropisches oder tropisches Klima. Zur Heilung diverser Krankheiten werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin und im gesamten Nordosten Asiens die Wurzeln. Aber auch Mediziner aus der westlichen Welt haben die Pflanze entdeckt und forschen nach Wirkung und möglichen Anwendungsgebieten.

Morinda officinalis als Antidepressivum?

Laut einer Studie, deren Ergebnisse 2020 veröffentlicht wurden, könnte Morinda officinalis möglicherweise als pflanzliches Antidepressivum genutzt werden. Möglicherweise lassen sich aber auch diverse körperliche Beschwerden mit Hilfe der Heilpflanze lindern.

Wie wird Morinda officonalis in der Traditionellen Chinesischen Medizin genutzt?

In Nordostasien und China wird die Pflanze oft verwendet, um die Knochen zu stärken, das Immunsystem anzuregen und die Nieren zu unterstützen. Weitere Anwendungsgebiete sind hier auch Depressionen und Impotenz sowie verschiedene entzündliche Erkrankungen.

Welche Wirkstoffe in der Heilpflanze enthalten sind, ist noch nicht völlig erforscht. Isoliert werden konnten bislang jedenfalls mehr als 100 chemische Verbindungen.

Noch wird an der Pflanze und ihrer Wirkung geforscht. Die bisherigen Ergebnisse scheinen jedoch die Anwendungsgebiete in der Traditionellen Chinesischen Medizin zu bestätigen. Auch Depressionen lassen sich nach einer aktuellen Studie möglicherweise bald mit mit Hilfe von Morinda officinalis behandeln. Und das scheinbar ohne Nebenwirkungen. Denn unangenehme Begleiterscheinungen wie Reizbarkeit, Unwohlsein oder Schlaflosigkeit, können erst ab einer Dosis von 1.000 Milligramm je Kilo Körpergewicht auftreten.

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Wenn TCM und Schulmedizin Hand in Hand gehen

Bei der Diagnostik ist es in der Traditionellen Chinesischen Medizin zunächst einmal wichtig, den Patienten kennenzulernen. Deshalb sammelt der Arzt im Erstgespräch alle wichtigen Befunde und Informationen zu den Beschwerden des Patienten und bewertet diese anschließend. Dabei interessieren ihn nicht nur die Krankheitsgeschichte und die Therapien, die bisher durchgeführt wurden. In der TCM interessieren den Arzt nämlich auch der Lebensstil und das psychosoziale Umfeld des Patienten. Dazu gehören auch Stressfaktoren, die möglicherweise für ein Ungleichgewicht in Körper und Seele des Patienten sorgen. Berücksichtigt werden für die Behandlung des Weiteren Faktoren wie die Zunge oder der Puls. All diese Erkenntnisse fließen dann in einen individuellen Therapievorschlag für den Patienten mit ein.

Wann wird die Behandlung eingeleitet?

Der Zeitpunkt, wann die Behandlung beginnt, hängt davon ab, um welche Erkrankung es sich handelt und wie stark diese ausgeprägt ist. So lassen sich etwa Rückenschmerzen vielfach mittels Akupunktur ambulant behandeln. Bei anderen Erkrankungen ist dagegen oft ein stationärer Aufenthalt notwendig, bei dem auch mit den anderen Abteilungen der Klinik zusammengearbeitet wird.

Gegebenenfalls arbeitet der TCM-Arzt auch mit einem niedergelassenen Allgemeinmediziner zusammen. Bei einer integrativen Therapie beispielsweise werden therapeutische Strategien aus der Schulmedizin in die Behandlung integriert. Medikamente werden in diesem Fall also beispielsweise nicht abgesetzt.

Ob ein derartiger interdisziplinärer Ansatz gewählt werden sollte, hängt individuell vom Patienten und der Art der Erkrankung ab. Mittlerweile gibt es aber bereits eine Vielzahl von niedergelassenen Schulmedizinern, die alternativen Ansätzen bei der Behandlung von Krankheiten sehr aufgeschlossen sind.

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So wirkt die Akupunktur optimal

Akupunktur hat sich mittlerweile als probates Mittel bei einer Vielzahl von Beschwerden erwiesen. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass sich Akupunktur sogar bei Entzündungen anwenden lässt. Eingesetzt wurde die Akupunktur von einem Forschungsteam der Harvard Medical School, um das Zytokinsturm bei Mäusen, die unter systemischen Entzündungen litten, entgegenzuwirken. Und die Ergebnisse waren mehr als überraschend.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Akupunktur zwar schon seit Jahrhunderten genutzt, dennoch sind die Wirkungsmechanismen noch weitgehend unbekannt. Anhand von Mäusen wurde nun untersucht welche Signalwege bei der Akupunktur aktiviert werden und wie Akupunktur gegen bakterielle Entzündungen mit Zytokinsturm wirkt. Die Ergebnisse wurden anschließend im Fachmagazin „Neuron“ veröffentlicht.

In der westlichen Medizin wird Akupunktur vor allem genutzt, um chronische Schmerzen und gastrointestinale Erkrankungen zu behandeln. Dabei soll das mechanische Stimulieren von bestimmten Punkten auf der Oberfläche des Körpers Nervensignale auslösen, wodurch wiederum die Funktion der inneren Organe beeinflusst wird.

Die Forscher nutzten in der genannten Studie die sogenannte Elektroakupunktur, welche im Grunde lediglich eine moderne Variante der traditionellen Akupunktur ist. Hier werden statt Nadeln lediglich dünne Elektroden genutzt, welche in Haut und Bindegewebe eingeführt werden. Der Grund: Die Elektroden ermöglichen eine bessere Kontrolle der Intensität der Stimulation. Welche Auswirkungen das auf die Aktivierung der Signalwege und auf die Regulation der Entzündung hat, untersuchten die Forscher an Mäusen, die unter bakteriellen Entzündungen und einem Zytokinsturm litten. In diesem Fall werden die entzündungsfördernden Moleküle sehr schnell freigesetzt. Grundsätzlich handelt es sich bei Zytokinstürmen um anormale Immunreaktionen, die bei jeder Art von Infektionen auftreten können und auch als Kennzeichen für eine Blutvergiftung bekannt sind.

Die Auswirkungen auf verschiedene Typen von Zellen

in früheren Forschungsarbeiten wurde bereits untersucht, welche Bedeutung Neurotransmittern bei der Regulation von Entzündungen spielen. Darauf bauten die Forscher auf, wobei sie sich auf bestimmte Typen von Zellen konzentrierten, nämlich solche, welche Neurotransmitter produzieren. Dabei handelte es sich um die Chromaffinzellen in den Nebennieren und die noradrenergen Neuronen im peripheren Nervensystem. Diese sind mit zahlreichen Nervenfasern mit der Milz verbunden.

Die Aktivierung der Vagus-Nebenachse

Bei den Chromaffinzellen handelt es sich um die wichtigsten Produzenten von Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin im menschlichen Körper. Die noradrengergenen Neuronen hingegen setzen Noradrenalin frei. In verschiedenen Experimenten nutzten die Forscher Elektroakupunktur mit einer niedrigen Intensität von 0,5 Milliampere, die sie an den Hinterbeinen der Mäuse an einem bestimmten Punkt einsetzten. Durch diese Stimulation wurde die Vagus-Nebenniere aktiviert, wodurch wiederum die Dopamin-Sekretion aus den Chromaffinzellen induziert wurde.

Die Überlebensrate steigerte sich

Die Forscher stellten fest, dass jene Tiere, die so behandelt wurden, niedrigere Werte dreier Haupttypen der entzündungsinduzierenden Zytokine aufwiesen und sie zudem eine höhere Überlebensrate hatten. Während von den mit Akupunktur behandelten Mäusen 60 Prozent überlebten, waren es in der Kontrollgruppe nur 20 Prozent.

Wichtig: der Ort, der Zeitpunkt und die Intensität

Schließlich führten die Forscher noch weitere Versuche durch, bei welchen sie feststellten, dass bei der Akupunktur auch Ort, Zeitpunkt und Intensität eine entscheidende Rolle spielen, was die Wirkung angeht. Beispielsweise lässt sich die Vagus-Nebenniere durch eine Elektroakupunktur an den hinteren Gliedmaßen aktivieren, während eine Akupunktur im Bauchraum wirkungslos ist. Eine höhere Intensität hingegen kann erfolgreich sein, wenn sie direkt bevor sich das Zytokinsturm entwickelt, angewendet wird. Ist die Krankheit schon ausgebrochen, werden die Entzündungen im Gegenteil sogar verstärkt. Wird die Akupunktur also nicht sachgemäß durchgeführt, hat sie sogar Nachteile.

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Hinweis zur TCM Behandlung und Kostenübernahme

Da TCM Behandlungen oftmals nicht von der normalen Kasse übernommen werden, kann eine richtig ausgewählte private Krankenversicherung, vielleicht auch in der Form einer Zusatzkrankenversicherung, diesen Part übernehmen. Informieren und Erkundigen kann sich auf jeden Fall lohnen - und kostet zunächst ja nichts.

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Einführung zur Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)


Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß hier keine Heil- oder Gesundheitsberatung durchgeführt wird, noch irgendwelche Fragen diesbezüglich beantwortet werden. Wenden Sie sich in allen Fragen an Ihren Arzt, bzw. Heilpraktiker oder fragen Sie in Ihrer Apotheke nach.












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