
Aktienkursverlauf | ©: raissa - Fotolia
Am Ende der New Economy Blase in den beginnenden 2000er-Jahren gaben viele Anleger das Traden mit Wertpapieren auf und sahen sich nach diesbezüglichen Alternativen um. Einige von ihnen sattelten schließlich auf den Handel mit Devisen um - auch Devisenhandel oder Forex Trading genannt.
In den darauf folgenden Jahren erlebte das Forex Trading einen regelrechten Höhenflug, stetig neue Trader stiegen ein und legten ihr Geld in einer solchen Art an. Zur damaligen Zeit sprach man immer noch vom Devisenhandel, erst nach einiger Zeit setzte sich schließlich die Bezeichnung "Forex Trading" durch. Jener Name hat sich inzwischen für den Währungshandel in der ganzen Welt etabliert.
Sehen wir uns einmal an, wofür der Name Forex Trading steht. Das Kunstwort Forex setzt sich aus den englischsprachigen Worten "Foreign" und "Exchange" zusammen, was ungefähr heißt "der Umtausch von Währungen" bedeutet.
Interessant zu wissen ist, dass das Volumen von Währungen an den internationalen Finanzmärkten inzwischen das Geld, das an den bekannten Aktienbörsen umgesetzt wird, weit übersteigt. Besser gesagt: An jedem Tag werden Währungen in einem Volumen gehandelt, wie im Bereich der Wertpapiere in rund zwei Monaten umgesetzt wird. Dadurch wird die große Wichtigkeit des Forex Trading für die weltweiten Finanzmärkte deutlich.
Das hinter dem Währungshandel stehende Konzept ist sehr einfach zu verstehen: Im Grunde kann eine Währung nicht gekauft oder verkauft werden, sondern lässt sich jeweils nur in eine andere Währung eintauschen. Für diesen Tausch gilt ein festgelegter Wechselkurs. Die Kurse ändern sich jedoch kontinuierlich, so dass sich durch cleveres Tauschen daraus ein Gewinn erreichen lässt. Exakt dies ist das Ziel beim Forex Trading.
Die Kunst beim Währungshandel ist nun, die Währungen so gegeneinander einzutauschen, dass sich durch die unterschiedlichen Kurse ein Gewinn ergibt. Man spricht dabei auch vom Wechselkurs. Er gibt an, wie viel eine bestimmte Währung zum jetzigen Zeitpunkt in einer anderen Währung wert ist. Die Wechselkurse befinden sich grundsätzlich ständig in Bewegung. So ist es oftmals möglich, in relativ kurzer Zeit gute Gewinne beim Forex Trading zu erwirtschaften.
Da das grundsätzliche Prinzip des Währungshandels so einfach ist, hat er in den letzten Jahren unzählige Hobby- und Gelegenheitsanleger angelockt. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe verschiedener Anbieter im Internet, die es auch Laien ermöglicht, den Handel mit Währung innerhalb kurzer Zeit zu erlernen und über die jeweilige Plattform abzuwickeln. Eine Warnung muss jedoch trotzdem ausgesprochen werden: Wer glaubt, mithilfe des Währungshandels innerhalb kürzester Zeit reich zu werden, unterliegt einem Trugschluss. Wie in jedem anderen Investmentbereich auch, bestimmen hier vor allem die Erfahrung und das strategisch richtige Vorgehen über Erfolg oder Misserfolg.
Insbesondere durch das Internet hat der Währungshandel einen großen Popularitätsschub erhalten. Inzwischen kann man rund um die Uhr, auch am Wochenende, über das Internet mit Währungen handeln. Es gibt ausgereifte und komfortable Softwareprogramme, die über vielfältige Handels- und Statistikfunktionen verfügen, und es so dem Anleger leichter machen, Gewinne im Forex Trading zu erzielen.
Den Markt für den Handel mit Währungen bezeichnet man auch als Devisenmarkt. Er hat einen dezentralen Charakter, es gibt also keinen festen Handelsplatz, wie es beispielsweise bei den Wertpapierbörsen der Fall ist (wobei auch diese zunehmend in Richtung dezentraler Markt gehen).
Die Auswahl an verschiedenen Währungen im Forex Trading ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Inzwischen können sogar sehr exotische Währungen auf diesem Markt gehandelt werden. Trotzdem hat es sich eingebürgert, dass einige Währungen beziehungsweise Währungspaare inzwischen quasi als Standard gelten und mit besonders großem Volumen gehandelt werden. Dies können zum einen sehr weit verbreitete Währungen (z. B. der US-Dollar) sein, zum anderen Währungen, die durch besonders große Kurssprünge in der Vergangenheit aufgefallen sind und somit gute Renditen versprechen.
Für Anfänger bietet es sich an, zunächst einmal mit den großen und bekannten Währungen auf diesem Markt zu handeln. Durch die große Verbreitung und das vielfältige Angebot an diesbezüglichen Währungspaaren tut er sich einfach leichter. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Währungen im Forex Trading kurz vor.
Der US-Dollar ist seit Anbeginn mit Abstand die wichtigste Währung im Forex Trading. Er gilt als weltweite Leitwährung, was sich auch im entsprechenden Handelsvolumen niederschlägt. Doch einige Anleger sehen den US-Dollar inzwischen kritisch, er hat in den letzten Jahren einiges von seiner Stabilität verloren.
Der Euro wurde als gemeinschaftliche Währung der Länder der Europäischen Union auf dem Papier im Jahr 1999 eingeführt, im realen Zahlungsverkehr allerdings erst drei Jahre später. Inzwischen hat er sich - nach dem US-Dollar - als zweitmeist gehandelte Währung am Währungsmarkt etabliert. Der Euro gilt als besonders stabil, weist aber trotzdem ausreichende Schwankungen auf, um Gewinne im Handel zu erzielen.
Ebenfalls eine sehr begehrte Währung zum Handeln am Währungsmarkt ist das Britische Pfund, auch „Pfund Sterling“ genannt. Zu seiner großen Popularität trägt auch bei, dass das Pfund nicht nur in Großbritannien Haupt-Zahlungsmittel ist, sondern in vielen anderen Ländern der Erde zumindest als Zweit- oder Ersatzwährung eingesetzt wird.
Experten betrachten auch den japanischen Yen als eine der favorisierten Währungen im Forex Trading. Er gilt grundsätzlich als besonders stabil und genießt großes Vertrauen bei den Anlegern. Als bedeutende Industrienation setzt Japan alles daran, die Stabilität des Yen dauerhaft zu bewahren.
Die äußerst einfache Funktionsweise des Währungshandels verführt viele Anleger dazu, sich ohne die nötige Erfahrung und auch ohne Training sofort in diesen Handel zu stürzen. Dabei wird oft gleich reales Geld eingesetzt, obwohl bei fast allen Brokern die Möglichkeit besteht, den Handel zunächst mit virtuellem Geld zu trainieren.
Die Erfolgsgesetze im Währungshandel sind dabei absolut kein Geheimnis und sollten jedem Anleger geläufig sein. Erfolg hat grundsätzlich derjenige, der seine Währung zu einem späteren Zeitpunkt zu einem besseren Preis verkauft, als er sie gekauft hat. Damit das gelingt, sollten jedoch zumindest ein paar einfache Grundregeln vom Anleger eingehalten werden. Diese möchten wir Ihnen in den folgenden Abschnitten etwas näher bringen.
Insbesondere für Einsteiger in den Währungshandel ist es sehr wichtig, zunächst mit wenigen, bekannten Währungspaaren zu beginnen. Wer gleich exotische Währungen handeln möchte oder sein Kapital auf viele verschiedene Währungspaare verteilt, wird sich höchstwahrscheinlich verzetteln und am Ende nicht den gewünschten Erfolg verbuchen können. Zudem sind für die am meisten gehandelten Währungen beziehungsweise Währungspaare in der Regel auch die meisten Informationen verfügbar (Stichwort: Handelssignale - mehr dazu später). Sie machen es dem Einsteiger leichter, den richtigen Zeitpunkt für den Ankauf beziehungsweise Verkauf einer Währung zu erkennen. Für exotische Währungen existieren solche Informationen oftmals nur in sehr geringem Maße oder gar nicht, so dass diese nur für erfahrene Anleger geeignet sind.
Sie sollten als Anfänger außerdem mit relativen kleinen Beträgen beginnen. So fallen die Verluste nicht so schwer ins Gewicht, und die Motivation weiterzumachen wird nicht durch einen einmaligen Verlust völlig zerstört.
Eine besonders wichtige Regel - vielleicht die wichtigste überhaupt - im Forex Trading lautet: Beachten Sie die Stop Loss Regeln! Für jede Transaktion in diesem Bereich besteht die Möglichkeit, bestimmte Preisgrenzen festzulegen, zu denen eine Währung angekauft beziehungsweise verkauft wird. Solche Grenzen bringen Ihnen große Sicherheit, da es damit nicht mehr passieren kann, dass eine Währung wesentlich teurer als geplant eingekauft, beziehungsweise ganz Stück günstiger verkauft wird. Zwar ist die Erteilung von Aufträgen in Verbindung mit einem Stop Loss immer etwas aufwändiger, dieser Mehraufwand sollte jedoch der eigenen Sicherheit zuliebe gerne in Kauf genommen werden.
Der Währungshandel ist kein Geschäftsfeld, in dem mit reiner Intuition gehandelt werden sollte. Grundsätzlich ist ein gewisses Bauchgefühl nicht schlecht, trotzdem sollten Entscheidungen immer auf soliden Fakten basieren. Zu diesem Zweck bietet der Währungshandel einige Hilfen für den Anleger, die auch als Handelssignale beziehungsweise Indikatoren bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlungen für Währungen, die sich aus bestimmten wirtschaftlichen, politischen oder gesellschaftlichen Ereignissen ergeben. Gerade für den Anfänger ist es wichtig, solche Signale und Indikatoren zu beachten und diese mit in die Handelsentscheidungen einzubeziehen.
Zur Information: Als Signal bezeichnet man im Währungshandel eine bestimmte Nachricht, die dem Anleger als Entscheidungshilfe beziehungsweise Entscheidungsgrundlage für den Ankauf oder Verkauf einer Währung dient. Solche Signale können von speziellen Dienstleistern, Fachzeitschriften, TV-Sendern oder Internetportalen erstellt und herausgegeben werden. Ein Indikator dagegen ist eine statistische Hilfsfunktion, mit der versucht wird, aus der Entwicklung einer Währung beziehungsweise eines Währungspaares in der Vergangenheit Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu ziehen.
Um eine Währung zu kaufen oder verkaufen, beziehungsweise in eine andere Währung umzutauschen, muss der Anleger einen darauf spezialisierten Dienstleister beauftragen. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Forex Broker beziehungsweise eine Bank. Ein solcher Auftrag kann entweder völlig ohne zusätzliche Bedingungen erteilt werden, es ist jedoch auch möglich, ihn mit bestimmten Einschränkungen beziehungsweise Bedingungen zu versehen. Daraus ergibt sich, dass es grundsätzlich verschiedene Arten von Kursaufträgen im Forex Trading gibt, von denen sich einige bis heute quasi als Standard durchgesetzt haben. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden einmal etwas näher vorstellen:
Spricht man von einer unlimitierten Order, so ist damit grundsätzlich die einfachste Form eines Auftrages zum Kauf bzw. Verkauf einer Währung gemeint. Wie der Name bereits verrät, ist der Auftrag unlimitiert, das bedeutet, die Währung wird sofort zum zu diesem Zeitpunkt bestehenden Kurs gekauft oder verkauft. Es gibt also keinerlei Einschränkungen oder Unter-beziehungsweise Obergrenzen hinsichtlich des Kurses.
Nun ist es aber so, dass im Währungshandel mitunter Sekunden über Erfolg oder Misserfolg einer Transaktion entscheiden. Wird eine unlimitierte Order aufgegeben, könnte es sein, dass sich zwischen Auftragserteilung und Ausführung der Kurs der Währung insoweit verändert, dass der anvisierte Gewinn für den Anleger dadurch zunichte gemacht wird. Aus diesem Grund sollten nur äußerst erfahrene und entsprechend risikobereite Anleger unlimitierte Orders im Währungshandel aufgeben. Alle anderen tun wesentlich besser daran, ihre Aufträge mit entsprechenden Limitierungen zu versehen.
Aufgrund der größeren Sicherheit für den Anleger hat sich die limitierte Order quasi als Standard für Handelsaufträge im Forex Trading durchgesetzt. Es handelt sich dabei um Kursaufträge, die mit bestimmten Beschränkungen beziehungsweise Auflagen verknüpft sind. Diese Auflagen sorgten dafür, dass eine Währung beispielsweise nur bis zu einem bestimmten Kursstand gekauft wird. Entwickelt sich der Kurs zwischen Auftragserteilung und Ausführung schlecht, so sorgt die Limitierung dafür, dass der Anleger beim Kauf keinen Verlust macht. Dies gilt selbstverständlich auch für den Verkauf einer Währung.
Die limitierte Order stellt somit also immer nur eine Art Vorschlag dar, der erst dann ausgeführt wird, wenn die darin enthaltenen Bedingungen und Auflagen erfüllt sind. Andernfalls wird der Kaufauftrag einfach nicht ausgeführt.
Mithilfe von Limitierungen hat der Anleger im Währungshandel die Möglichkeit, seine Ankäufe und Verkäufe von Währungen optimal zu planen und diese auch dann durchzuführen, wenn er gerade einmal nicht die Möglichkeit hat, die Kursentwicklung direkt zu beobachten. Aufträge können zu einem beliebigen Zeitpunkt platziert werden und werden erst dann ausgeführt, wenn alle begleitenden Bedingungen vollständig erfüllt sind. Für den Anleger ist dies eine sehr komfortable und sichere Sache!
Die Vergabe von den Limitierungen für einen Handelsauftrag hat sich somit zu einer der wichtigsten Erfolgsregeln im Forex Trading entwickelt. Nur sehr erfahrene Anleger sollten unlimitierte Aufträge vergeben. Meist werden diese deshalb erteilt, weil bei vielen Hundert Transaktionen am Tag die Limitierung grundsätzlich zu zeitaufwändig wäre. Das Risiko eines finanziellen Verlustes steigt ohne Limitierung jedoch immens an.
Eines der wichtigsten Erfolgsgeheimnisse im Währungshandel ist die kontinuierliche Analyse der Entwicklung von Währungen, beziehungsweise deren Beobachtung. Um dies durchführen zu können, benötigt es spezielle Hilfsmittel, mit denen beispielsweise die Kursentwicklung einer Währung in der Vergangenheit grafisch dargestellt und somit leichter verständlich gemacht werden kann.
Genau solche Hilfsmittel sind die so genannten Charts. Es handelt sich dabei und grafische Darstellungen von Kursverläufen bestimmter Währungspaare. Anhand dieser Grafiken kann sofort erkannt werden, wie sich eine Währung in einem bestimmten Beobachtungszeitraum entwickelt hat. Aus dieser Entwicklung wiederum können Rückschlüsse für die zukünftige Entwicklung der Währung gezogen werden.
Inzwischen gibt es viele verschiedenen Chartmodelle auf dem Markt, die jeweils auf bestimmte Einsatzzwecken zugeschnitten sind. Einige dient lediglich der Kurzinformation, andere ermöglichen wesentlich detailliertere Interpretation des Kursverlaufs einer Währung. Hier die wichtigsten Chartmodelle im Überblick:
Der so genannte Kerzenchart hat sich in letzten Jahren quasi als Standard-Chartmodell im Währungshandel durchgesetzt. Er ist sehr vielseitig einsetzbar und auch für Laien (nach einer gewissen Einarbeitungszeit) leicht zu lesen. Daher ist er inzwischen zum beliebtesten und am meisten verwendeten Chartmodell im Forex Trading geworden. Doch woher kommt überhaupt der Name Kerzenchart? Er hat sich ergeben, da die Darstellung des Kursverlaufs bei dieser Chartform an eine Kerze erinnert. Jeweils zwei vertikale Linien bilden die Kursentwicklung eines Währungspaares für den festgelegten Beobachtungszeitraum ab. Diese Linien erinnern an einen Kerzenstumpf.
Der Kerzenchart gilt als äußerst flexibel, an ihm lassen sich sowohl die einzelnen Höhen und Tiefen während des Beobachtungszeitraums sehr gut erkennen, aber auch die Gesamtentwicklung der Währung über diesen Zeitraum wird deutlich. Der durch die vertikalen Linien entstehende Kerzenkörper kann zusätzlich mit einer Farbe versehen werden, so dass der Anleger sofort erkennt, wann sich der Währungskurs im Beobachtungszeitraum negativ entwickelt hat.
Der Balkenchart ist in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund getreten, bei Profis wird er jedoch immer noch häufig angewendet. Grundsätzlich handelt es sich dabei um ein sehr einfaches Chartmodell, trotzdem ist er für Anfänger nur relativ schwer zu verstehen. Er besteht hauptsächlich aus einem vertikal eingezeichneten Balken, wobei die Spitze des Balkens den höchsten Kursstand abbildet, der unterste Punkt des Balkens den niedrigsten Kursstand. Die einzelnen Schwankungen im Beobachtungszeitraum werden nun durch kleine, waagerechte Striche an der Seite des Balkens eingezeichnet.
Im Gegensatz zum Kerzenchart ergibt sich daraus also keine aussagekräftige Kurve, mit der der Verlauf einer Währung sofort zu erkennen ist. Man muss beim Balkenchart zunächst die einzelnen Entwicklungsschritte lesen und wirken lassen, bevor man einen Eindruck von der Gesamtentwicklung des Kurses im Beobachtungszeitraum erhält.
Der so genannte Linienchart - oft auch als Min/Max-Chart bezeichnet - ist eine sehr einfache Chartform, die grundsätzlich nicht dazu geeignet ist, alle Schwankungen einer Währung in einem bestimmten Beobachtungszeitraum zu beurteilen. Man kennt diese Chartform aus dem Wirtschaftsteil vieler Tageszeitungen, wo er dazu eingesetzt wird, die einzelnen Kurse grafisch etwas plastischer darzustellen.
Grundsätzlich bildet ein Linienchart jedoch immer nur den Schlusskurs einer Währung am Ende des Beobachtungszeitraums ab. Er eignet sich also dazu, einen Überblick über den aktuellen Kurs stand einer Währung zu erhalten, jedoch nicht dafür, deren genaue Entwicklung in einem beliebig festzulegenden Beobachtungszeitraum zu erkennen.
Zunächst ist wichtig zu wissen, was der Unterschied zwischen einem Signal und einem Indikator im Währungshandel ist. Ein Signal beruht grundsätzlich nicht auf einer wissenschaftlichen beziehungsweise statistischen Untersuchung des Kursverlaufs einer Währung in der Vergangenheit, sondern auf gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Ereignissen und Veränderungen. Also beispielsweise aus einer bestimmten politischen Entscheidung, die einen positiven oder auch negativen Einfluss auf die Stabilität der Währung des Landes haben könnte. Aus dieser Nachricht kann der Signallieferant ein dementsprechendes Signal erstellen und seinen Kunden empfehlen, Bestände dieser Währung zu verkaufen beziehungsweise keine neuen Aufträge für den Kauf dieser Währung zu erteilen.
Bei einem Indikator dagegen wird der Kursverlauf einer Währung in der Vergangenheit mit empirischen, statistischen oder mathematischen Methoden aufgearbeitet, so dass sich daraus Interpretationen für den zukünftigen Kursverlauf der Währung ergeben. Im Folgenden möchten wir die wichtigsten Indikatoren kurz vorstellen:
Bei der Standardabweichung handelt es sich grundsätzlich um den einfachsten Indikator im Währungshandel. Viele kennen sie noch aus der Schule, wo die Standardabweichung im Mathematikunterricht häufig gelehrt wird. Grundlage der Standardabweichung ist das Festlegen eines Standards. Man untersucht also beispielsweise, wie sich eine Währung im Durchschnitt in einem bestimmten Zeitraum in der Vergangenheit entwickelt hat. Diesen als Standard definierten Wert kann man nun dafür verwenden, ihn mit anderen Werten im Beobachtungszeitraum zu vergleichen. Ergibt sich daraus eine Abweichung (also die Standardabweichung), können entsprechende Erkenntnisse für den zukünftigen Verlauf der Währung gewonnen werden.
Die Abkürzung MACD steht bei diesem Indikator für „Moving Average Convergence / Divergence“. Es handelt sich um einen auch für Laien recht einfach zu verstehende Indikator, der trotzdem recht gute Ergebnisse liefert. Dargestellt wird der Indikator anhand zweier Linien, wobei die eine Linie die Entwicklung einer Währung in einem beliebigen Beobachtungszeitraum darstellt, die andere den Durchschnittswert des Indikators abbildet. Der MACD Indikator ist besonders für Währungen geeignet, die in der Vergangenheit eine große Schwankungsbreite aufwiesen.
Der RSI ist einer der ältesten Indikatoren, er wird seit über 30 Jahren verwendet. Er wird insbesondere dafür eingesetzt, die relativen Veränderungen zwischen dem höchsten und dem tiefsten Stand eines Währungskurses deutlich zu machen, und daraus Rückschlüsse für die zukünftige Entwicklung ziehen zu können. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in Form eines RSI-Wertes ausgegeben, an dem sich der Anleger oder Broker orientieren kann.
Der Stochastik Indikator basiert hauptsächlich auf empirischen Untersuchungsmethoden und ist besonders für Währungen mit starken Schwankungen bzw. in Zeiten unstabiler Trends geeignet. Grundlage des Indikators ist die statistisch belegte Annahme, dass bei einer positiven Kursentwicklung der Schlusskurs eines Tages nahe dem Tageshöchstkurs liegt, während er bei einer negativen Entwicklung näher am niedrigsten Tageskurs liegt.
Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Indikatoren im Forex Trading, deren einzelne Behandlung hier allerdings zu weit führen würde. Einige Indikatoren sind nur für ganz bestimmte Währungen beziehungsweise Währungspaare geeignet, andere können dagegen für den gesamten Währungsmarkt eingesetzt werden.
Um am Handel mit Währungen teilnehmen zu können, benötigt der Anleger einen so genannten Broker. Dabei handelt es sich um einen spezialisierten Dienstleister, der die Handelsaufträge für seine Kunden am Währungsmarkt ausführt. Oft übernehmen Banken diese Funktion, es gibt jedoch auch bankunabhängige Dienstleister, die einen solchen Service anbieten.
Früher verstand man unter einem Broker denjenigen, der für den Anleger an die Börse ging und dort die entsprechenden Währungen einkaufte oder verkaufte. Da sich durch die Popularität des Internets der Währungshandel grundlegend geändert hat, benötigt es einen solchen Dienstleister heute in der Regel nicht mehr. Folglich übernehmen Forex Broker inzwischen etwas andere Funktionen. Insbesondere im Internet stellen viele Dienstleister heute komfortable und ausgereifte Handelsplattformen zur Verfügung, über die der Anleger selbstständig mit Währungen handeln kann. Der Broker ist also, im Gegensatz zu früher, nicht mehr dafür zuständig, den Kauf beziehungsweise Verkauf einer Währung vorzunehmen, er stellt lediglich das nötige Equipment zur Verfügung.
Grundsätzlich verhält es sich wie in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens. Einen guten Anbieter erkennt man daran, dass er zu einem fairen Preis einen ausreichend bemessenen Leistungskatalog bietet, und auch beim Service seine Kunden nach Möglichkeit nicht im Stich lässt. Doch woran erkennt man einen ausreichend bemessenen Leistungsumfang. Uns welche Leistungen sollten genau geboten werden?
Zunächst einmal sollte die gewählte Handelsplattform auch für Einsteiger übersichtlich und leicht zu bedienen sein. Weiterhin ist es für den erfolgreichen Handel mit Währungen unabdingbar, dass die zum Handeln eingesetzte Software möglichst ohne zeitliche Verluste arbeitet. Der Handel sollte also in Echtzeit stattfinden. Mitunter können Bruchteile von Sekunden über Erfolg und Misserfolg im Währungshandel entscheiden, so dass dieser Punkt absolut ausschlaggebend für den Erfolg im Forex Trading ist.
Für Anfänger ist es außerdem wichtig, dass die Plattform gewisse Hilfestellungen bietet. Gute Forex Broker bieten beispielsweise Trainingsmöglichkeiten an, bei denen der Einsteiger den Währungshandel mit virtuellem Geld trainieren kann. Dabei stehen ihm alle Funktionen der Plattform zur Verfügung, die Erfolge und Misserfolge beim Handeln sind allerdings nur virtuell, es wird also nicht mit echtem Geld gehandelt. Außerdem sollten für Anfänger Hilfsmittel wie beispielsweise Anleitungen etc. bereitgestellt werden.
Wichtig ist weiterhin, dass der favorisierte Broker eine ausreichende Auswahl von Währungspaaren zum Handel zur Verfügung stellt. Es nützt Ihnen nichts, einen besonders günstigen Broker zu wählen, wenn dieser nicht die gewünschten Währungspaare zum Handel anbietet. Auch Signale und Indikatoren sowie die verschiedenen Chartmodelle sollten in ausreichender Anzahl für den Kunden zur Verfügung gestellt werden.
Wichtig ist, zunächst die Angebote verschiedener Forex Broker miteinander zu vergleichen. Das Internet bietet dazu komfortable Möglichkeiten, Sie müssen einfach die für Sie wichtigen Voraussetzungen und Kriterien eingeben und erhalten anschließend eine Übersicht der dazu passenden Forex Broker mit all ihren individuellen Vor- und Nachteilen. So können Sie den am besten passenden Anbieter für die eigenen Bedürfnisse schnell finden und müssen nicht zunächst mehrere Offerten testen, um irgendwann das gewünschte Ziel zu erreichen.
Einfaches Chartmodell, dessen Grundlage ein vertikal ins Diagramm eingezeichneter Balken ist, von dem aus rechts und links die einzelnen Kursbewegungen während des Beobachtungszeitraums eingetragen werden. Für alle geeignet, die einen schnellen Überblick über die Kursentwicklung einer Währung bekommen möchten. Für Anfänger eher schwierig zu lesen.
Als Broker bezeichnet man einen Börsenhändler. Früher ging dieser direkt an die Börse und handelte für den Anleger mit den gewünschten Werten, heute läuft der Handel am Währungsmarkt vollständig über das Internet ab. Daher bezeichnet man auch Internetplattformen, die dem Kunden die Möglichkeit bieten, selbst Währungen zu handeln, als Broker.
Verbreitetste Chartform im Forex Trading. Auf einer Zeitachse, die den Beobachtungszeitraum darstellt, werden für die einzelnen Kursbewegungen jeweils zwei senkrechte Striche nebeneinander eingezeichnet, die an einen Kerzenstumpf erinnern. Zur besseren Übersicht kann der Kerzenkörper zusätzlich eingefärbt werden, z. B. in Rot bei fallenden Kursen.
Seit der weltweiten Nutzung des Internets hat sich der Währungshandel zu einem dezentralen Markt entwickelt. Das bedeutet, die Handelsaktivitäten finden nicht gebündelt an einer beziehungsweise mehreren Börsenplätzen statt, sondern überall in der Welt verteilt, lediglich durch das Internet vernetzt. Jeder kann von seinem PC zuhause aus mit Währungen direkt handeln, ohne dafür eine Börse nutzen zu müssen.
Englischer Fachbegriff für den Handel mit Währungen. Die Abkürzung Forex steht dabei für „Foreign Exchange“, was übersetzt wiederum den „Umtausch von Währungen“ bedeutet. Durch die sich ständig ändernden Wechselkurse zwischen verschiedenen Währungen besteht die Möglichkeit, eine Währung zu einem späteren Zeitpunkt teurer wieder verkaufen zu können, als sie eingekauft wurde. Daraus ergeben sich die Gewinnmöglichkeiten im Forex Trading. Der Währungshandel weist weltweit das größte finanzielle Handelsvolumen von allen Kapitalmärkten auf.
Bei einem Indikator handelt es sich um die Untersuchung beziehungsweise Auswertung der Entwicklung einer Währung in der Vergangenheit. Dazu werden verschiedene wissenschaftliche und technische Verfahren angewendet, sich mit denen sich aus dieser Entwicklung Prognosen für die Zukunft ableiten lassen. Der einfachste Indikator ist die Standardabweichung, hierbei wird mit einer speziellen Rechenmethode ermittelt, inwieweit die Entwicklung eines Währungskurses von einem vorgegebenen Standard abweicht. Zusätzlich gibt es wesentlich kompliziertere Indikatoren, die allerdings nur für Profis taugen.
Als Kursauftrag bezeichnet man den Auftrag zum Ankauf oder Verkauf von Währungen. Im Englischen wird er mit der Fachbegriff Order bezeichnet. Üblicherweise läuft eine Order so ab, dass der Anleger den Kursauftrag an seinen Broker weitergibt, woraufhin dieser ihn dann umsetzt. Es besteht die Möglichkeit, Kursaufträge unlimitiert zu erteilen, oder diese mit speziellen Bedingungen - also Limitierungen - zu versehen. Diese dienen vorrangig der Sicherheit des Anlegers.
Bei der limitierten Order handelt es sich um einen Kursauftrag, der mit bestimmten Bedingungen verknüpft ist. So könnte beispielsweise eine Obergrenze festgelegt werden, bei deren Überschreitung die Währung nicht mehr gekauft wird. In diesem Fall wird der Auftrag also automatisch storniert. Auch bei Verkaufsaufträgen können Limitierungen hinzugefügt werden, zum Beispiel dann, wenn eine Währung nicht unter einem bestimmten Kurs verkauft werden soll. Für den Anleger sind Limitierungen sinnvoll, insbesondere dann, wenn er nicht den ganzen Tag über Zeit hat, die Entwicklungen am Währungsmarkt zu verfolgen.
Bei einer unlimitierten Order handelt es sich um einen Kursauftrag, der mit keinerlei Einschränkungen verbunden ist. Ein solcher Auftrag wird also sofort und unmittelbar ausgeführt, ohne dass dabei am Markt bestimmte Bedingungen vorherrschen müssen. Die unlimitierte Order ist für den Anleger sehr risikoreich, da sich die Kurse am Währungsmarkt mitunter in Sekunden drastisch verändern können.
Um ein Forex Chart optimal lesen zu können, muss er mit einer bestimmten Skalierung versehen sein. Die einfachste Skalierungsform ist dabei die lineare Skalierung, bei der die einzelnen Schritte der Entwicklung der Währung im Beobachtungszeitraum in stets gleichbleibenden Abstand dargestellt werden. Bei der logarithmischen Skalierung dagegen bezieht sich jeder Schritt immer auf einen oder mehrere zuvor aufgezeichnete Schritte, so dass gleiche Kursbewegungen hier durchaus in unterschiedlichen Abständen eingezeichnet werden können. Für den Profi ergibt dies Vorteile, für den Anfänger ist es eher schwer zu lesen.
Bei einem Stop Loss handelt es sich um eine Limitierung für Kursaufträge im Währungshandel. Jeder Kursauftrag kann nach Belieben mit einer solchen Limitierung versehen werden. Der Stop Loss sorgt dafür, dass Aufträge automatisch storniert werden, wenn bestimmte Bedingungen nicht erfüllt sind. Dabei kann es sich beispielsweise um das Über- oder Unterschreiten eines Grenzbetrages handeln.
Zwei verschiedene Währungen, die im Forex Trading zusammen gehandelt werden. Da eine Währung nicht allein gekauft oder verkauft, sondern immer nur in eine andere Währung umgetauscht werden kann, geschieht der Handel im Forex Trading stets mithilfe von Währungspaaren. Daraus ergibt sich auch der jeweilige Wechselkurs.
Bezeichnung für den Preis, den man für eine Währung beim Umtauschen in eine andere Währung bezahlen muss. Die sich stetig ändernden Wechselkurse sorgen dafür, dass Anleger im Forex Trading Gewinne erwirtschaften können. Der Wechselkurs kann sich innerhalb von Sekundenbruchteilen ändern, so dass der Währungshandel in der Regel sehr schnell abläuft, und der Anleger beziehungsweise Broker sich diesem Tempo anpassen muss.
War der Handel mit Währungen - neudeutsch auch Forex Trading genannt – bis vor wenigen Jahren noch ausgewiesenen Finanzexperten vorbehalten, so sorgte insbesondere das Internet dafür, dass dieser in den letzten Jahren zunehmend gesellschaftsfähig geworden ist. Mittlerweile ist für viele Menschen zu einer Art Hobby geworden, ihr Kapital in Form von Währungen anzulegen und diese regelmäßig in andere Währungen einzutauschen, um daraus einen Gewinn zu erwirtschaften.
Doch bei aller Euphorie sollte man sich zunächst zumindest die Grundlagen des Währungshandels aneignen und auch in der Folge einige Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitshinweise beachten, wenn man in diesem Bereich tätig werden möchte.
Wer noch nie mit Währungen gehandelt hat, für den sieht der Markt zunächst sehr transparent und der Handel besonders einfach aus. Um einen Gewinn im Forex Trading zu erwirtschaften, reicht es aus, die jeweilige Währung zum richtigen Zeitpunkt in eine andere Währung einzutauschen, beziehungsweise sie später wieder in die Ausgangswährung zurückzutauschen. Es muss lediglich darauf geachtet werden, wie sich die Kurse im betreffenden Zeitraum entwickeln, so dass sich beim Rücktauschen der Währung ein entsprechender Gewinn ergibt. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. Wenn der Handel mit Währungen so einfach wäre, würden sich sämtliche Finanzexperten sofort darauf stürzen und es gäbe am Ende keine Verlierer. Leider sieht es in der Realität ganz anders aus.
Beispiel Euro-US-Dollar: In den Zeiten der Wirtschaftskrise in Europa schwächelt der Euro zusehends, wohingegen der Dollar im Verhältnis dazu stärker wird. Insofern wäre es ein guter Tipp, momentan in größeren Mengen US-Dollar zu kaufen, um diese später, wenn der Kurs noch höher gestiegen ist, wieder umzutauschen und damit den gewünschten Gewinn zu generieren. Leider weiß niemand genau, wenn der Zenit dieser Entwicklung erreicht ist. Schon eine einzige weitreichende politische Entscheidung kann dafür sorgen, dass sich der Spieß umdreht und der Währungskurs zugunsten des Euros fällt, so dass diejenigen, die auf den US-Dollar als Kapitalanlage gesetzt haben, in die Röhre schauen.
Damit dies nicht passiert, gibt es die so genannten Signale. Sie sollen dem Anleger die Kaufentscheidung erleichtern und basieren auf komplizierten Analysen und Auswertungen echter Experten. Über das Internet kann man heute eine große Auswahl solcher Signale beziehen. Um möglichst sicherzugehen, sollte man stets mehrere Signallieferanten mit in die persönliche Handelsstrategie einbeziehen und erst dann investieren, wenn auch mehrere dieser Signale auf eine bestimmte Entwicklung hindeuten.
Inzwischen ist nicht mehr zu übersehen, dass das Forex Trading - also der Handel mit Währungen - auch in Deutschland immer beliebter wird. Diesen Trend haben zahlreiche Dienstleister zum Anlass genommen, Kurse speziell für Anfänger anzubieten, mit denen ein angeblich erfolgreiches Trading schnell und einfach erlernt werden können soll.
Doch was taugen solche Kurse? Kann man mit ihnen wirklich lernen, erfolgreich mit Währungen zu handeln? Oder sind sie bloße Geldmacherei?
Fakt ist, dass solche Kurse in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, und hinsichtlich des Inhalts und der Kosten teilweise sehr stark differieren. So werden beispielsweise Kurse angeboten, die dem Anfänger die grundsätzliche Vorgehensweise beim Handel mit Währungen verdeutlichen und ihm die wichtigsten Fachbegriffe dazu erklären. Andere Kurse gehen viel weiter und vermitteln gleichzeitig angeblich erfolgreiche Handelsstrategien, mit denen die ersten Euros im Forex Trading verdient werden sollen.
Grundsätzlich gilt: Das Wissen, welches in solchen Kursen vermittelt wird, kann man sich mit etwas Zeit und Eigeninitiative zumeist auch im Internet anlesen. Es muss daher jeder für sich selbst entscheiden, ob er lieber das Geld für einen Kurs investieren möchte oder sich die Zeit dazu nimmt, selbst in die Materie einzutauchen.
Einige Anhaltspunkte geben jedoch Aufschluss darüber, ob es sich beim jeweiligen Kurs um ein seriöses Angebot handelt oder der Anbieter damit nur den schnellen Euro machen möchte. Diese Anhaltspunkte sind zum Beispiel:
Verspricht der Anbieter unrealistische Gewinne gleich zu Anfang? Dann sollten Sie hellhörig werden. Gleiches gilt, wenn im angebotenen Kurs wichtige Faktoren wie beispielsweise Risiko- & Money-Management völlig vernachlässigt werden und dem Teilnehmer aufgedrängt wird, möglichst sofort Geld auf sein Tradingkonto einzuzahlen. Abstand sollte man auch von Angeboten nehmen, wenn lediglich ein einziger Anbieter empfohlen und dieser über den grünen Klee gelobt wird. Meist handelt es sich bei solchen Kursen um ein Werbeangebot eben dieses Anbieters, um neue Kunden zur Eröffnung eines Depots anzulocken.
Etwas gesunder Menschenverstand ist also gefragt, wenn es darum geht, die seriösen Kursangebote von unseriösen Offerten zu unterscheiden. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass selbst der beste Kurs für Anfänger nicht garantieren kann, sofort und dauerhaft im Forex Trading Gewinne zu erwirtschaften.
Immer wieder liest man von neuen und vermeintlich einzigartigen Strategien, mit denen ein Erfolg im Forex Trading garantiert werden soll. Was viele Trader, insbesondere Anfänger, dabei allerdings vergessen, sind ein paar einfache Grundregeln. Durch das Anwenden dieser Tipps und Tricks können Sie jede Strategie noch ein ganzes Stück verbessern, aber auch ohne spezielle Handelsstrategie deutlich bessere Ergebnisse erzielen. Und hier sind sie:
Wer körperlich krank, unausgeschlafen oder psychisch angeschlagen ist, der sollte keinen Währungshandel betreiben. Erfolgreiches Handeln setzt einen gesunden Geist und Körper unbedingt voraus!
Über die Spreadgebühren macht der Forex Broker seine Gewinne. Trotzdem sollte er seinen Kunden hier faire Konditionen bieten. Machen Sie sich bewusst: Bereits ein Pip Unterschied bei den Spreadkosten entspricht einem Unterschied von einem Euro pro Trade. Bei vielen Trades können somit hohe Ersparnisbeträge zusammenkommen.
Wer zu viele offene Positionen hat, kann leicht die Übersicht verlieren. Experten empfehlen, mit maximal fünf Positionen gleichzeitig zu traden, um das Ganze problemlos im Auge behalten zu können. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Auswahl der Währungspaare. Insbesondere für Anfänger ist es ratsam, sich zunächst auf maximal zwei Währungspaare zu konzentrieren und im Handel mit diesen erst einmal Erfahrungen zu gewinnen.
Immer wieder geraten Trader in Probleme, weil sie über ein Money Management verfügen, das ihrem Tradingstil keineswegs entspricht. Inzwischen gibt es unzählige verschiedene Money Management Systeme, so dass jeder ohne Probleme etwas Passendes finden sollte.
Für Trader gibt es vielfältige Beispiele, wie man Stopp-Loss-Limits setzen kann. Oftmals werden diese einfach von vorhandenen Beispielen übernommen. Besser ist es jedoch, sich aufgrund der persönlichen Voraussetzungen und Wünsche eigene Stopp-Loss-Grenzen zu setzen und diese dann auch strikt einzuhalten.
Wer in den Handel mit Währungen einsteigt, möchte in der Regel selbst den damit verbundenen Nervenkitzel genießen und somit aktiv tätig werden. Doch halt: Längst nicht jeder traut sich zu, ohne entsprechende Vorkenntnisse und Erfahrungen Währungen zu handeln. Manchen fehlt einfach die Zeit oder auch die Lust, sich erst einmal umfassende theoretische Kenntnisse anzueignen, um dann möglichst erfolgreich im Forex Trading tätig zu werden.
Für diese Zielgruppe gibt es seit einiger Zeit eine gute Lösung, die allerdings nur wenige Menschen auf dem Schirm haben. Die Rede ist von einem sogenannten Managed Account. Doch worum geht es dabei genau?
Mithilfe eines Managed Account kann sich ein Anleger in passiver Form am Devisenhandel beteiligten. Wie jeder andere Trader auch, eröffnet er zunächst ein eigenes Konto, gibt jedoch dann die kompletten Handelsaktivitäten an einen professionellen Broker ab. Das bedeutet: Es müssen keine eigenen Handelsentscheidungen getroffen werden, denn auch diese Arbeit übernimmt der Broker.
Das Ganze läuft folgendermaßen ab: Zunächst muss sich der Kunde entscheiden, ob er sein gesamtes Anlagekapital zum Handel freigeben möchte. Will er dies nicht, kann er seinen Managed Account mit diversen Vorgaben und Bedingungen versehen, zum Beispiel dahingehend, dass nur in bestimmten Währungen gehandelt werden darf. Diese Vorgaben und Bedingungen werden anschließend in vertraglicher Form festgehalten. Er kann außerdem festlegen, zu welcher Zeit, in welcher Höhe und in welchen Intervallen sein Kapital gehandelt wird. Der Broker beachtet diese Bedingungen und entwickelt auf ihre Grundlage seine Handelsstrategie.
Natürlich ist ein Managed Account auch mit Nachteilen verbunden. So sollte ein großes Vertrauen zum Anbieter vorhanden sein, um das Eigenkapital in die Hände anderer zu geben. Zudem will natürlich der handelnde Broker auch ein Stück vom Kuchen haben, was wiederum die Rendite schmälert. Abgesehen werden sollte von Angeboten, die garantierte und besonders hohe Gewinne mit einem Managed Account versprechen. Selbst Profis können niemals hundertprozentige Prognosen im Forex Trading stellen, so dass auch bei einem Managed Account immer ein Restrisiko bezüglich des Verlustes bleibt. Wer es sich jedoch bequem machen möchte und noch über wenig Erfahrung im Forex Trading verfügt, für den könnte ein Managed Account eine sehr gute Alternative sein.
Es hört sich so einfach an: Jeder kann im Währungshandel Geld verdienen, denn Forex Trading ist gerecht, schließlich stehen jedem Trader die gleichen Chancen und Möglichkeiten zur Verfügung. Doch ist das wirklich so?
Rein sachlich betrachtet sicherlich schon. Es stehen genügend Informationen bereit, mit denen sich jeder Trader versorgen und auf denen er seine Handelsentscheidungen aufbauen kann. Zusätzlich gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Analysetools, die den Händler in seiner Arbeit unterstützen. Allerdings sind dies nur die sachlichen Voraussetzungen für erfolgreiches Handeln mit Währungen.
Hinzu kommen noch die persönlichen Skills, allen voran Disziplin. Wer keine Disziplin aufbringen kann, der wird im Währungshandel auf Dauer scheitern, so sind sich Experten einige. Doch wie lernt man Disziplin? Hier einige Tipps:
Setzen Sie sich klare Ziele und verfassen Sie diese schriftlich. Legen Sie das Schriftstück immer gut sichtbar auf den Schreibtisch. Durch die permanente Erinnerung fällt es leichter, sich diszipliniert zu verhalten.
Beginnen Sie mit kleinen, leicht erreichbaren Zielen. Sind die angestrebten Gewinne zu groß und stellen sich dann nicht ein, fällt es viel schwerer, diszipliniert zu sein, als bei kleinen, in viele Zwischenschritte unterteilten Zielen.
Belohnen Sie sich. Immer wenn Sie ein Ziel bzw. Zwischenziel erreicht haben, sollten Sie sich eine kleine Belohnung gönnen. Das hält die Motivation und somit auch die Disziplin aufrecht.
Setzen Sie nur das Kapital ein, dessen Verlust Sie wirklich verkraften können. Wer unter der Maxime handelt, unbedingt Gewinne erwirtschaften zu müssen, tut sich viel schwerer, als wenn das Kapital nicht unbedingt benötigt wird. Die Disziplin steht und fällt also auch mit dem Druck, dem der Trader ausgesetzt ist.
Tragen Sie alle Erfolge und Verluste in eine Liste ein. Das hilft, den Überblick zu bewahren und schützt vor unkontrollierten Handlungen.
Insbesondere Einsteiger im Währungsmarkt suchen immer wieder nach einer Handelsstrategie, die das Risiko beim Forex Trading so gering wie möglich hält. Eine dieser Strategien ist das sogenannte Nachrichten-Trading. Es eignet sich sehr gut für Einsteiger und relativ unerfahrene Anleger.
Die Strategie an sich ist sehr einfach und in wenigen Worten erklärt. Es wird immer dann gehandelt, wenn wichtige wirtschaftspolitische Nachrichten veröffentlicht werden, die außerhalb der Zinsentscheidungen und des Agrarsektors liegen. Eine geeignete Nachricht könnte beispielsweise die Veröffentlichung der neuen Zahlen zum US-BIP sein. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass auf solche Nachrichten sämtliche Währungspaare reagieren, allerdings erzielen Währungspaare, die auf dem US-Dollar basieren, dabei in der Regel die besten Resultate.
Somit liegen die Vorteile des Nachrichten-Tradings auf der Hand: Sämtliche Tradings sind fundamental begründet und die Erfolgsquote ist durchaus ansehnlich. Da hier keine komplizierten Auswertungen und Berechnungen vorgenommen werden müssen, eignet sich die Strategie auch sehr gut für Einsteiger.
Allerdings gibt es auch Nachteile: Wer ausschließlich nach wichtigen Nachrichten tradet, erhält relativ selten die Gelegenheit dazu. Daher muss er sich entweder mit recht bescheidenen Gewinnen zufrieden geben, oder aber bei jedem Trade einen höheren Betrag einsetzen, was wiederum das Risiko vergrößert. Außerdem kommt der Markt sehr stark in Bewegung, sobald solche Nachrichten veröffentlicht werden, wodurch es bei einigen Brokern zu Problemen kommen kann.
Am besten funktioniert das Nachrichten-Trading, wenn sich der Händler etwa 30 Minuten vor dem Newstermin Long und Sport positioniert und den Stop-Loss für die Long Position auf das Kurstief der vergangenen 1-2 Stunden setzt. Analog dazu sollte der Stop-Loss für die Short Position auf das Kurshoch der vergangenen 1-2 Stunden gesetzt werden.
Forex Trading, also der Handel mit Währungen, wird auch in Deutschland immer beliebter. Nicht nur professionelle Devisenhändler betreiben den Devisenhandel als ihr Tagesgeschäft, sondern auch unzählige Privatleute üben ihn mittlerweile als spannendes und mitunter auch einträgliches Hobby aus. Besonders beliebt ist dabei das sogenannte Daytrading mit Währungen, also der zeitlich eng begrenzte Devisenhandel, welcher sich in der Regel auf nur maximal einen Tag Haltefrist beschränkt.
Konkret bedeutet Daytrading mit Forex also: Sie kaufen ein gewisses Lot einer Währung an und verkaufen dieses am selben Tag wieder. Idealerweise ist der Kurs in der Zwischenzeit gestiegen, so dass Sie die Kursdifferenz zwischen Einstiegskurs und Verkaufskurs als Ihren Gewinn verbuchen können. Doch Vorsicht: Ist schon der Handel mit Währungen allgemein nicht ohne Risiken, so kommen beim Daytrading noch weitere Faktoren hinzu, die unbedingt beachtet werden sollten. Hier einige Tipps:
Es ist eine alte Börsenweisheit, die jedoch gerade beim Daytrading von höchster Wichtigkeit ist. Hier sollte ein effektives Finanzmanagement zum Einsatz kommen, bei dem die Verluste eng begrenzt werden. Gewinne werden dagegen laufen gelassen, natürlich nur im Rahmen der gesetzten Ziele und Bedingungen. Machen Sie nicht den Fehler, bereits den kleinsten Gewinn mitzunehmen, wenn ein Trade ins Plus läuft, Verluste dagegen zu stattlichen Summen auswachsen zu lassen.
Trading ist ein schnelles Geschäft mit oftmals relativ kleinen Gewinnen pro Trade. Daher sollten die Einsätze auch entsprechend klein gehalten werden. Mit zu großen Positionen kann ein gesamter Tagesgewinn durch den Verlust des letzten Trades wieder egalisiert sein. Das möchten Sie sicherlich nicht.
Der Erfolg im Daytrading steigt mit schnellen und fundierten Entscheidungen. Wer jedoch zu viele Indikatoren in seine Strategie mit einbezieht, kann solche schnellen Entscheidungen in der Regel nur schlecht treffen, da fast nie alle Indikatoren die gleiche Sprache sprechen. Konzentrieren Sie sich daher auf einige wenige, erfolgserprobte Indikatoren.
Tagesgeldanlagen
Wer sein Kapital sinnvoll und wirksam anlegen möchte, sollte auf jeden Fall einen Blick auf die Tagesgeldanlage werfen.
CFD´s - Contract for Difference
CFD´s sind Finanzprodukte, bei denen auf die Kursverlaufskurve eines Basiswertes spekuliert wird. CFD = "Contract for Difference", was auf Deutsch Differenzkontrakt heißt.
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