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CFD Trading alles rund um Differenzkontrakte

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Einleitung – Was sind CFD´s?

Aktienkursverlauf  / Bild Nr. 25615147
Aktienkursverlauf | ©: raissa - Fotolia

Bei CFD´s handelt es sich um Finanzkonstrukte, welche – einfach gesagt - auf die Differenz zwischen dem Kauf- und dem Verkaufspreis eines beliebigen Basiswertes spekulieren. Es wird also lediglich auf die Kursentwicklung dieses Wertes spekuliert, ohne dass der Wert selbst dabei erworben werden muss.

Der Begriff CFD steht in der englischen Finanzfachsprache für „Contract for Difference“. Folgerichtig wird dieses Finanzprodukt im Deutschen häufig mit „Differenzkontrakt“ bezeichnet.

Gegen Ende der 1980er-Jahre wurden Differenzkontrakte erstmals in den Markt eingeführt. Der Beweggrund dafür war die bis zu diesem Zeitpunkt in England gültige Stempelsteuer, welche für sämtliche Handelsaktivitäten an der Londoner Börse berechnet wurde. Mit den neuen Differenzkontrakten konnte diese Steuer ausgehebelt werden, da man CFD´s auch außerhalb der Börse handeln konnte. Insbesondere bei großen Handelssummen fiel dies mitunter sehr stark ins Gewicht, es ging bisweilen um viele Tausend Pfund.

Grundsätzlich gehören CFD´s zur Gruppe der derivativen Finanzinstrumente und ähneln damit Optionsscheinen, Hebelzertifikaten etc. Die grundsätzliche Funktionsweise von CFD´s ist jedoch um einiges einfacher und transparenter als bei den genannten Produkten, daher finden sie seit jeher bei Einsteigern großen Anklang. Die Annahme, dass CFD´s ein gutes Produkt für Einsteiger sind, ist jedoch grundfalsch. Im Gegenteil: Für den Handel mit diesen Finanzprodukten sind eine große Erfahrung und ein ausreichend bemessener finanzieller Background unumgänglich. Mehr dazu später.

Heutzutage macht der beliebte Handel mit CFD´s an der Londoner Börse mehr als ein Viertel des täglichen Handelsvolumens aus. Daran erkennt man, dass CFD´s eine große Beliebtheit besitzen. Dies ist inzwischen auch in Deutschland der Fall, jedoch in einem etwas kleineren Rahmen. In steuerlicher Hinsicht sind Differenzkontrakte mit anderen Kapitalanlagen vergleichbar, auch für sie gilt die 2009 in Deutschland eingeführte Abgeltungssteuer mit einem Steuersatz von pauschal 25 Prozent.

Ein grundsätzliches Merkmal der CFD´s ist die Hebelwirkung, welche sich mit einem solchen Geschäft erreichen lässt. Grund dafür ist die Sicherheitsleistung (genannt „Margin“), welche auf die dem Geschäft zugrunde liegende Position entrichtet werden muss. Diese Sicherheitsleistung bildet allerdings nicht den tatsächlichen Werts des Basiswertes ab, sondern beträgt immer nur einen Teil von diesem. Der somit erreichbare Hebeleffekt bewegt sich in der Regel zwischen 5:1 und 100:1. Für Anleger ist wichtig zu wissen, dass mit der Nutzung des Hebels zwar einerseits die Chance auf größere Gewinne steigt, andererseits das damit verbundene Risiko aber ebenso mit wächst.

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Wie funktioniert der Handel mit CFD´s?

Zunächst ist festzuhalten, dass der Handel mit CFD´s an keine bestimmte Haltedauer gebunden ist. Das bedeutet, es liegt keine Fälligkeit vor, das Geschäft kann also so lange offen gehalten werden, wie es der Anleger gerne möchte.

Dem Händler von Differenzkontrakten ist es möglich, zwei verschiedene Positionen beim Handeln einzunehmen. Wird ein CFD gekauft, so begibt sich der Anleger in die Long Position, folgerichtig übernimmt er beim Verkauf eines CSD die Short Position.

Es ist durchaus möglich, durch den Handel mit CFD´s innerhalb kürzester Zeit hohe Gewinne zu erzielen. Durch den Einsatz des Hebels, der mitunter sehr stark ausfallen kann, bergen CFD´s auf der anderen Seite genauso hohe Verlustrisiken. Mitunter kann das gesamte Kapital des Anlegers binnen Minuten verloren sein. Um einem solchen Horrorszenario vorzubeugen, sollte sich der Einsteiger zunächst intensiv mit diesem Thema befassen und lernen, wie der Handel mit CFD´s genau funktioniert.

Hier die wichtigsten Basisinformationen zu diesem Thema:

Zunächst stellt sich die Frage, welche Basiswerte für einen CFD´s geeignet sind. Es gibt sie inzwischen mit unzähligen verschiedenen Basiswerten, im Grunde macht es keinen Unterschied, ob es sich bei dem jeweiligen Basiswert beispielsweise um Aktien, Rohstoffe, Währungen oder ein anderes Finanzprodukt handelt. Gern genutzte Basiswerte sind beispielsweise die Unternehmen in den verschiedenen Aktienindizes in der ganzen Welt, die beliebtesten Währungspaare, Edelmetalle aller Art und sonstige Rohstoffe.

Die grundsätzliche Funktionsweise des CFD-Handels lässt sich am besten anhand von Beispielen erklären. Ein solches haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt:

Der Anleger kann beispielsweise beim Kauf von Aktien selbst entscheiden, ob er diese als physischen Wert erwirbt, oder statt der Aktien lieber in CFD´s investiert. Er spart sich damit die Investition in den Basiswert und spekuliert lediglich auf die Kursveränderungen dieser Aktien. Nehmen wir nun an, ein Anleger kauft 100 Aktien eines renommierten Unternehmens zum Stückpreis von 50 Euro, investiert insgesamt also 5.000 Euro in diese Anlage. Zunächst muss er nun die Sicherheitsleistung - auch Margin genannt - für diesen Trade bei seinem Broker hinterlegen. Wie hoch diese Summe ausfällt, ist von Broker zu Broker sehr unterschiedlich. Ein guter Mittelwert ist hier 5 Prozent. In dem uns vorliegenden Beispiel ergibt sich daraus eine Sicherheitsleistung von 250 Euro.

Nun muss der Anleger die Entwicklung der Aktien abwarten. Erweist sich seine Vorahnung als richtig und die Aktien steigen in ihrem Wert, wird er den daraus resultierenden Gewinn sowie seine hinterlegte Sicherheitsleistung vom Broker gutgeschrieben bekommen. Ergibt sich jedoch infolge der Aktienentwicklung ein Verlust, so wird dieser zunächst mit der hinterlegten Sicherheitsleistung verrechnet. Bleibt danach trotzdem noch ein Verlust über, so muss der Anleger diesen aus eigener Tasche hinzuschießen, man spricht dabei auch von einem so genannten Margin Call. Man sieht daran: Ein CFD bildet grundsätzlich den Kursverlauf des ihm zugrunde liegenden Basiswertes genau nach. Die Gewinn- und Verlustchancen müssen demnach auch gleich denen des Basiswertes sein. Lediglich dadurch, dass dieser Basiswert beim CFD nicht erworben werden muss, sondern lediglich eine Sicherheitsleistung hinterlegt wird, ergibt sich das größere Verlustrisiko.

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Wo liegen die Chancen und Vorteile von CFD´s?

Grundsätzlich besitzt jede Anlageform ihre ganz eigenen Chancen und Risiken. Der Anleger sollte daher nur Anlageformen wählen, bei denen diese Chancen und Risiken mit seinen eigenen Voraussetzungen und Möglichkeiten möglichst gut übereinstimmen.

Insbesondere bei CFD´s liegen die Chancen und Möglichkeiten geradezu auf der Hand und lassen sich auf den ersten Blick erkennen, was viele Anleger dazu verleitet, etwas unbedarft in diesen Markt einzusteigen. Experten können vor einer solchen Vorgehensweise nur warnen und empfehlen den Handel mit CFD´s ausschließlich erfahrenen Anlegern mit ausreichend bemessenen finanziellem Polster.

Zunächst wollen wir uns jedoch den Möglichkeiten und Vorteile widmen, die sich durch diese Anlageform ergeben.

Wer den Einleitungstext gelesen hat, für den wird sich der größte Vorteil eines CFD´s bereits offenbart haben. Mit diesem Finanzinstrument besteht die Möglichkeit, auf beliebige Basiswerte zu spekulieren, ohne dabei den jeweiligen Basiswert kaufen zu müssen. Das bedeutet konkret: Die umständliche Prozedur des Kaufs und Verkaufs des Basiswertes entfällt bei einem CFD völlig. Es ist für den Anleger also kein Problem, sein Kapital auf viele verschiedene Basiswerte aufzuteilen, zum Beispiel für einen Teil Aktien zu kaufen, den anderen Teil seines Kapitals in Rohstoffe, Edelmetalle oder Währungen zu investieren. Eine solche Flexibilität bietet nahezu kein anderes Investmentmodell.

Was für viele Anleger jedoch noch wichtiger ist: mithilfe von CFD´s kann man den Basiswert in einer Größe handeln, die bei dem persönlichen Budget beim realen Kauf des jeweiligen Basiswertes keinesfalls möglich wäre. Diese Gelegenheit ergibt sich durch die Hebelwirkung, welche beim Handel mit CFD´s entsteht. Für die Spekulation auf einen bestimmten Basiswert sind in der Regel lediglich zwischen drei und zehn Prozent des Wertes als Margin (Sicherheitsleistung) beim jeweiligen Broker zu hinterlegen. Ein solcher Hebel erlaubt es also, mit relativ wenig Kapitaleinsatz große Werte zu handeln. Selbstverständlich ist dabei zu beachten, dass im Ernstfall der Verlust ebenso groß ist, als wenn der Basiswert ohne Hebel gehandelt worden wäre.

Weiterhin bietet sich durch CFD´s die Möglichkeit, sowohl an steigenden als auch an fallenden Kursen zu verdienen. Begibt sich der Anleger in die Long Position, kauft er seine CFD´s in Erwartung steigender Kurse. Im Idealfall kann er diese also zu einem späteren Zeitpunkt teurer wieder verkaufen. Das Ganze funktioniert jedoch auch umgekehrt: Der Anleger begibt sich in die Short Position und verkauft seine CFD´s, weil er fallende Kurse erwartet. Treten diese dann ein, kann er zu einem späteren Zeitpunkt die CFD´s zu einem günstigeren Kurs wieder zurückkaufen und hat somit ebenfalls einen Gewinn erwirtschaftet.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch die fehlende Laufzeitbegrenzung. Der Anleger ist nicht gezwungen, bei einer ungünstigen Entwicklung seine CFD´s zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder zu verkaufen. Er kann sie nach Wunsch über Wochen, Monate oder sogar Jahre halten, und damit den günstigsten Zeitpunkt zum Kauf beziehungsweise Verkauf abwarten. Eine erhöhte Sicherheit ergibt sich außerdem dadurch, dass die so genannte Knock-out-Schwelle bei CFD´s nur sehr selten überschritten wird. Diese Finanzprodukte werden also nur äußerst selten durch Erreichen eines vordefinierten Wertes im Kursverlauf automatisch vom Markt genommen.

Was Anlegern ebenfalls gefallen dürfte, ist die Tatsache, dass es außer beim Kauf von Aktien-CFD´s keinerlei Ordergebühren gibt. Wer also seine CFD´s mit Basiswerten wie Rohstoffe, Währungen, Indizes etc. kauft, bezahlt dafür keine Ankaufs- beziehungsweise Verkaufsgebühren. Lediglich beim Handel mit Aktien-CFD´s wird eine solche Gebühr berechnet, allerdings ist sie relativ gering bemessen.

Fazit: Mit dem Handel von Differenzkontrakten hat der Anleger die Möglichkeit, mit relativ geringem Kapitaleinsatz große Kapitalmengen zu bewegen. Er genießt eine hervorragende Flexibilität in Verbindung mit niedrigen Gebühren. CFD´s können praktisch immer gehandelt werden, bei steigendem sowie bei fallenden Kursen und mit vielen unterschiedlichen Basiswerten.

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Nachteile und Risiken beim Handel mit CFD´s

„Wo Licht ist, da ist auch Schatten“, sagt ein bekanntes Sprichwort. Nicht anders verhält es sich bei Differenzkontrakten, auch CFD´s genannt. Das Interessante dabei: aus den größten Vorteilen, die wir bereits im vorigen Abschnitt ausführlich beschrieben haben, ergeben sich im Umkehrschluss auch die prägnantesten Nachteile. Diese möchten wir Ihnen in den folgenden Abschnitten etwas näher bringen.

Grundsätzlich sollte man im Finanzbereich immer nur mit Kapital handeln, dass man auch wirklich besitzt. Andernfalls sind die Verluste um so schmerzvoller, und der Anleger muss bei einem Verlustgeschäft eventuell sogar noch Kapital hinterher schießen, dass er zu diesem Zeitpunkt gar nicht besitzt. Nicht wenige Anleger sind durch solche Geschäfte schon in eine Schuldenspirale geraten, da sie zum Abdecken ihrer Nachzahlungen teure Kredite aufnehmen mussten. Diese Kredite versuchten sie anschließend dadurch wieder abzutragen, dass sie neue Geschäfte mit Hebelwirkung tätigten. So reichen schon einige Verluste aus, um einen Anleger in den völligen finanziellen Ruin zu treiben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der größte Nachteil bzw. das größte Risiko bei CFD´s besteht darin, dass sich durch das Hinterlegen einer Sicherheitsleistung (Margin) ein teils sehr extremer Hebeleffekt ergibt. Muss ein Anleger beispielsweise lediglich fünf Prozent vom Wert des Basiswertes als Sicherheitsleistung hinterlegen, so kann sich daraus ein krasser Verlust ergeben. Verändert sich der Wert des Basiswertes in einem solchen Fall beispielsweise um zehn Prozent, und der Anleger macht dadurch einen entsprechenden Verlust, so wird er die Differenz in Höhe von fünf Prozent der Kursveränderung des Basiswertes aus eigener Tasche nachschießen müssen. Bei solchen Handelsvolumina kann es sich dabei durchaus um viele Tausend Euro handeln.

Dem Anleger ist also immer geraten, trotz Hebelwirkung lediglich mit so viel Kapital beziehungsweise so viel Anteil des Basiswertes zu handeln, wie er im Notfall ohne Probleme finanzieren kann.

Selbstverständlich besteht bei dem Handel mit CFD´s das gleiche Kursrisiko, als wenn der Anleger mit dem Basiswert selbst handeln würde. Beispiel Aktienmarkt: Befindet sich dieser in einer unruhigen Phase, sind die Kursentwicklungen sehr schlecht vorauszusehen. Auch beim Handel mit CFD´s unterliegt der Trader dabei dem Risiko, durch Kursschwankungen Verluste einzufahren. Ein CFD-Trader sollte also nicht nur für den Einsatz dieses Finanzinstrumentes finanziell gut gerüstet sein, sondern auch über das nötige Basiswissen beim Handel mit dem entsprechenden Basiswert verfügen. Wer also CFD´s auf Aktien handelt, tut gut daran, sich zunächst einige Erfahrungen am Aktienmarkt anzueignen.

Kommen wir nun zu einem weiteren Nachteil, beziehungsweise zu einem Umstand, der sich als Nachteil entpuppen könnte. Da es sich beim Handel mit CFD´s nicht um den An- beziehungsweise Verkauf von physischen Werten wie beispielsweise Rohstoffen oder Aktien handelt, sind die CFD-Broker nicht durch entsprechende Einlagensicherungsfonds abgesichert. Für den Anleger besteht also über die oben beschriebenen Verlustrisiken hinaus immer das Risiko eines Totalverlustes seines Kapitals durch eine Insolvenz des Brokers. Viele wählen daher ausschließlich einen großen deutschen Broker für ihre Geschäfte.

Grundsätzlich sollte jede Order im CFD-Handel mit einem klaren Stop Loss Signal versehen sein, um das Risiko der extremsten Verluste etwas abzumildern. Wichtig ist aber auch die Psyche des Anlegers. Nach ersten Handelserfolgen verfallen viele Trader in eine Art Rausch und lassen alle zuvor beachteten Regeln plötzlich links liegen. Ein herber Verlust ist dadurch quasi bereits vorprogrammiert.

Fazit: Der Handel mit CFD´s birgt große Chancen, aber auch empfindliche Verlustrisiken. Man muss als Anleger emotional sehr kühl und gefestigt sein, um sich nicht durch erste Erfolge zum leichtsinnigen Handeln verleiten zu lassen. Außerdem gilt auch hier die alte Grundregel: Immer nur mit so viel Kapital handeln, wie man auch schmerzfrei verlieren kann. Wer diese Punkte beherzigt, für den stehen im CFD-Handel alle Möglichkeiten für schnelle und hohe Gewinne offen.

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CFD´s im Vergleich zu Optionsscheinen

Auf den ersten Blick scheint, zumindest für Laien, zwischen CFD´s und Optionsscheinen kaum ein Unterschied zu bestehen. Schaut man jedoch etwas genauer hin, so ergeben sich in einigen Bereichen doch deutliche Differenzen. Doch zunächst zu den Gemeinsamkeiten: Beide Finanzprodukte gehören zur Gruppe der Derivate und zeichnen sich dadurch aus, dass ihnen andere Finanzprodukte als Basiswert zugrunde liegen. Dabei kann es sich um viele verschiedene Finanzprodukte handeln, zum Beispiel Aktien, Rohstoffe, Währungen, Indizes, Rentenpapiere und vieles mehr.

Durch diesen Bezug auf einen bestimmten Basiswert lässt sich sowohl bei CFD´s als auch bei Optionsscheinen eine Hebelwirkung im Handel erzielen. Allerdings hören bereits hier die Gemeinsamkeiten beider Produkte auf und es ergeben sich erste Differenzen. Die Hebelwirkung ergibt sich beim CFD daraus, dass beim Kauf lediglich eine Sicherheitsleistung hinterlegt werden muss, die nicht gleich dem theoretischen Kaufpreis für den jeweiligen Basiswert ausfällt. Im Gegenteil: Die Sicherheitsleistung beträgt meist nur zwischen drei und zehn Prozent des Wertes vom Basiswert. Der Anleger kann hier also mindestens den zehnfachen Basiswert handeln, ohne die finanziellen Mittel dafür aufbringen zu müssen.

Bei Optionsscheinen lässt sich ebenfalls ein Hebel zum Handeln einsetzen, jedoch ergibt sich dieser aus der Restlaufzeit und dem aktuellen Kurs des Basiswertes. Dieser wird in ein bestimmtes Verhältnis zum im Optionsschein verbrieften Basispreis gesetzt. In der Regel lässt sich somit ein Hebel in einer Größenordnung zwischen 2 und 15 erreichen. Zum Vergleich: der Hebel bei einem CFD kann in Einzelfällen bis zu 400 hochschnellen.

Aus diesen extremen Hebelwerten könnte man auch schließen, dass das Verlustrisiko bei einem CFD größer als beim Optionsschein ist. Im Grunde genommen ist das nicht verkehrt, Experten betonen jedoch immer wieder, dass sich das faktische Verlustrisiko zwischen beiden Finanzinstrumenten kaum unterscheidet, der Verlust beim CFD jedoch wesentlich schneller eintreten kann. Immerhin ist der Optionsschein mit einem festen Fälligkeitstermin ausgestattet, bis zu diesem er nach einem Verlust noch an Wert zulegen kann. Anders bei einem CFD: Durch das Schließen der offenen Positionen kann es dem Finanzinstrument unmöglich gemacht werden, einen zwischenzeitlichen Wertverlust wieder aufzuholen. Für den Anleger bedeutet das den Totalverlust seines eingesetzten Kapitals.

Man kann also sowohl eklatante Gemeinsamkeiten als auch große Unterschiede zwischen CFD´s und Optionsscheinen feststellen. Abschließend lässt sich sagen, das beide Finanzprodukte aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu den Derivaten als risikoreich einzustufen sind, die CFD´s jedoch das Risiko noch um einiges nach oben schrauben. Die Renditechancen sind aufgrund des extremen erzielbaren Hebels sehr groß, die Möglichkeit zum Totalverlust des Kapitals auf der anderen Seite jedoch fast ebenso. Beide Produkte eignen sich also vor allem für erfahrene Anleger.

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Wie kann ich am Handel mit CFD´s teilnehmen?

Wenn es Sie als erfahrenen Anleger nach dem Lesen der letzten Artikel nun in den Fingern juckt und Sie sich im CFD-Handel einmal versuchen möchten, haben wir im Folgenden die wichtigsten Basisinformationen für den Einstieg in den CFD-Handel für Sie zusammengestellt.

Zunächst noch einmal der Hinweis: Sie sollten sich ohne die nötigen Fachkenntnisse und ein großes Maß an Erfahrung im Handeln verschiedener Finanzinstrumente keinesfalls in das Abenteuer CFD-Handel stürzen. Nicht nur die nötigen Fachkenntnisse sollten unbedingt vorhanden sein, der Anleger sollte auch psychisch beziehungsweise emotional so weit wie möglich gefestigt sein. Der äußerst schnelle und aufregende CFD-Markt verleitet geradezu dazu, unüberlegte Handelsentscheidung aus dem Bauch heraus zu treffen, die sich im Nachhinein als ruinös entpuppen können. So hektisch es auch ist - der Anleger muss gerade beim Handel mit CFD´s unbedingt einen kühlen Kopf bewahren und sich ausschließlich auf Fakten verlassen. Das Bauchgefühl sollte hierbei so weit wie möglich ausgeschaltet werden.

Wer mit Differenzkontrakten handeln möchte, wird dies heute zumeist über das Internet tun. Zwar gibt es auch die Möglichkeit, CFD´s per Telefon oder Fax zu handeln, dies ist jedoch in den meisten Fällen recht umständlich und mit erhöhten Kosten verbunden. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe verschiedener Online Broker, die den CFD-Handel über das Internet in Echtzeit erlauben. Diese stellen oft komfortable Plattformen mit zahlreichen Hilfsfunktionen und Softwaretools zur Verfügung. Gerade für Anfänger sind solche Angebote interessant, auch wenn sie hinsichtlich der Gebühren nicht zu den günstigsten zählen. Diesen Punkt sollten Sie als Anfänger jedoch zunächst außer Acht lassen, denn in kaum einem anderen Finanzbereich ist gründliche Vorbereitung und Informationen so wichtig für den Erfolg.

Zum Handeln eröffnen Sie also ein spezielles Tradingkonto bei einem Broker Ihrer Wahl. Wichtig zu wissen in diesem Zusammenhang ist, dass die meisten Broker von Anleger eine Mindesteinlage auf dem Konto fordern. Wie hoch diese ausfällt, ist sehr unterschiedlich. Einige Broker geben sich bereits mit 500 Euro zufrieden, während andere durchaus eine Mindesteinlage von 5.000 Euro fordern. Für den Anfänger empfiehlt es sich jedoch, zunächst mit einem überschaubaren Kapitalaufwand zu beginnen. Ist das Konto eröffnet und die Mindesteinlage eingezahlt, erhält der Anleger in der Regel schnell Zugang zum Portal und kann die Software nutzen. Damit keine Fehler oder zeitliche Verzögerungen entstehen, ist es beim Handel mit CFD´s über das Internet unabdingbar, dass die Internetverbindung schnell und stabil ausfällt. Wackelige WLAN-Verbindungen, die immer wieder zwischenzeitlich ausfallen, sind für diese Tätigkeit äußerst ungeeignet, da jeder Verbindungsabbruch einen Verlust nach sich ziehen könnte.

Inzwischen gibt es übrigens viele Broker, die ihren Kunden zunächst einmal die Möglichkeit bieten, den CFD-Handel ohne den Einsatz von echtem Kapital zu trainieren. Dabei eröffnet der Kunde eine Art Übungskonto und kann über dieses nahezu alle Funktionen der Plattform nutzen, ohne dabei jedoch echtes Kapital einsetzen zu müssen. Man kennt das Prinzip vom Forex Trading, wo es nahezu jeder Broker als Service für neue Kunden anbietet. Wenn diese Möglichkeit auch bei Ihrem bevorzugten Broker besteht, sollten Sie sie unbedingt nutzen.

Geht es dann an das Handeln mit echtem Geld, sollten Sie darauf achten, zunächst relativ kleine Hebel zu wählen und Ihre Aufträge unbedingt mit einem Stop Loss zu versehen. Mit der Zeit und mit wachsender Sicherheit im Bereich des CFD-Handels lassen sich dann die Hebel langsam und schrittweise steigern, das Setzen von Stop Loss Limits sollte man jedoch auch weiterhin beibehalten.

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Begriffs-ABC der CFD´s

Basiswert

Der dem CFD zugrunde liegende Wert. Auf ihn bezieht sich das gesamte CFD, steigt er in seinem Wert, steigt auch der Wert des CFD, umgekehrt verhält es sich jedoch genauso. Ein CFD kann grundsätzlich auf nahezu jedem Basiswert erstellt werden, in Deutschland nutzt man jedoch dazu meist Aktien beziehungsweise Aktienindizes, Währungen oder Rohstoffe.

CFD

Abkürzung für „Contract for Difference“. Ins Deutsche übersetzt bedeutet dieser Fachbegriff so viel wie „Differenzkontrakt“. Gemeint ist damit ein Geschäft, das auf die Differenz bei der Kursentwicklung eines Basiswertes spekuliert. Der Basiswert muss dazu nicht gekauft werden, lediglich eine Sicherheitsleistung ist vom Anbieter bei seiner Broker zu hinterlegen. Ihr Anteil beträgt in der Regel zwischen 3 und 10 Prozent. CFD´s gehören in Deutschland zu den Finanzgeschäften mit dem höchsten Verlustrisiko sollten daher nur von erfahrenen Anlegern gehandelt werden.

Derivate

Als Derivate bezeichnet man grundsätzlich Finanzinstrumente, das sich auf einen bestimmten Basiswert beziehen. Zu den Derivaten gehören auch die CFD´s. Die Entwicklung des Basiswertes gibt dabei mittelbar oder unmittelbar Ausschlag über die Entwicklung des entsprechenden Finanzprodukts. Neben CFD´s gehören auch Optionen beziehungsweise Optionsscheine zu den Derivaten.

Gap

Als Gap bezeichnet man eine Lücke im Kursverlauf eines Basiswertes. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Aktie handeln. An der Börse treten solche Lücken unter anderem zwischen dem Schlusskurs eines Tages und dem Eröffnungskurs des nächsten Tages auf. Analysten versuchen nun, diese Lücke zu schließen, indem sie folgende Annahmen treffen: Liegt der Eröffnungskurs des nächsten Tages über dem Schlusskurs des vorigen Tages, wird auf insgesamt fallende Kurse an der Börse spekuliert. Ist der Schlusskurs jedoch höher, gehen Experten von steigenden Kursen für den nächsten Börsentag aus.

Hebel

Von einem Hebel spricht man, wenn man zum Handeln eines bestimmten Kapitalwertes nicht das gesamte Kapital einsetzen muss, sondern lediglich einen Teil davon aufbringt und beispielsweise als Sicherheitsleistung hinterlegt. Genauso verhält es sich beim Handel mit CFD´s. Da der jeweilige Basiswert nicht gekauft werden muss, ist der Anleger lediglich dazu verpflichtet, eine Sicherheitsleistung in Höhe von 3 bis 10 Prozent von diesem Basiswert zu hinterlegen. Verläuft der jeweilige Trade erfolgreich, so erhält der Anleger die Sicherheitsleistung zurückgezahlt, bei einem eventuellen Verlust wird dieser mit der Verlustsumme verrechnet.

Hedging

Mit der Strategie des Hedging versuchen Anleger, sich gegen mögliche Verluste im Handel mit CFD´s abzusichern. Zwar können Verluste mit dieser Methode nicht grundsätzlich vermieden werden, das Risiko lässt sich jedoch durchaus verringert. Das Hedging führt man aus, in denen beispielsweise Short-Positionen auf ein Teil des eigenen Depots oder aber auf das komplette Depot gesetzt werden.

Knock-out Schwelle

Als Problem für den Anleger beim Handel mit CFD´s stellt sich oftmals heraus, dass diese nicht über eine festgelegte Laufzeit verfügen, wie es beispielsweise bei Optionsscheinen der Fall ist. Das bedeutet: Über- oder untersteigt der Kurs des Basiswertes eine bestimmte Schwelle, so verfällt der CFD daraufhin sofort und wird für den Anleger völlig wertlos. Ein Totalverlust des Kapitals ist in diesem Fall unausweichlich. Diese Schwelle im Kursverlauf des Basiswertes bezeichnet man als Knock-out Schwelle.

Long Position

Zur Spekulation auf einen bestimmten Basiswert mithilfe eines CFD´s hat der Anleger verschiedene Möglichkeiten. Er kann beispielsweise die so genannte Long Position bekleiden, was bedeutet, dass er mit dem Kauf des CFD´s auf steigende Kurse des Basiswertes setzt. Er spekuliert also darauf, zu einem späteren Zeitpunkt einen höheren Preis für sein CFD zu erhalten, als er jetzt bezahlt hat. Daraus ergibt sich der Gewinn.

Margin

Zu den prägnantesten Eigenschaften eines CFD gehört, dass der ihm zugrunde liegende Basiswert nicht vom Anleger erworben werden muss. Dieser spekuliert mit seinem CFD lediglich auf Kursänderungen dieses Basiswertes. Da die Entwicklung des CFD jedoch direkt von der des Basiswertes abhängt und sich somit ein ebenso großer Verlust ergeben könnte, als wenn der Basiswert gekauft worden wäre, wird vom Broker bei CFD-Geschäften zumindest das Hinterlegen einer Sicherheitsleistung gefordert. Diese beträgt zumeist zwischen 3 und 10 Prozent des jeweiligen Basiswertes und wird auch als Margin bezeichnet.

Optionsschein

Bei einem Optionsschein handelt es sich - ebenso wie bei einem CFD - um ein Finanzprodukt, das zur Gruppe der Derivate gezählt wird. Das bedeutet, auch der Optionsschein bezieht sich auf einen bestimmten Basiswert. Der Unterschied ist jedoch, dass der Optionsschein mit einer Restlaufzeit ausgestattet ist und sich ist somit das Verlustrisiko für den Anleger etwas verringert. Dafür ist die erzielbare Hebelwirkung bei einem Optionsschein in der Regel viel geringer als bei einem CFD.

Short

Über die verschiedenen Positionen, in die sich ein Händler beim Traden mit CFD´s geben kann, haben wir schon einiges geschrieben. Er kann sowohl auf steigende Kurse spekulieren (hier nimmt er die Long Position ein) als auch mithilfe der Short Position auf fallende Kurse des Basiswertes setzen. In diesem Fall verkauft er also seinen CFD zum jetzigen Zeitpunkt und spekuliert darauf, dass die Kurse in absehbarer Zeit fallen und er diesen später günstiger wieder zurückkaufen kann. Die Differenz zwischen jetzigem Verkaufspreis und späterem Einkaufspreis ergibt dann den Gewinn.

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Trading Strategien

Serie „Trading-Strategien“ – Die Trendfolgestrategie

Wie in allen anderen Bereichen der Kapitalanlagen auch, gilt beim CFD-Trading der Grundsatz: „Ohne die richtige Strategie sinken die Chancen des Anlegers, dauerhaft eine gute Rendite zu erwirtschaften, fast gegen Null“. Es ist daher enorm wichtig, sich als Anleger zunächst einmal ausgiebig mit den Grundsätzen und Regeln des Marktes auseinanderzusetzen, bevor man aktiv in den Handel mit CFDs einsteigt. Um Ihnen dabei etwas unter die Arme zu greifen, werden wir zukünftig die wichtigsten Handelsstrategien für CFDs an dieser Stelle etwas näher beleuchten und Ihnen dabei helfen, die für Ihre Wünsche und Voraussetzungen passende Strategie zu finden.

Den Anfang macht eine der bekanntesten Trading-Strategien überhaupt: Die Trendfolgestrategie. Sie ist keine Strategie, die sich ausschließlich auf den Handel mit CFDs ableiten lässt, sondern quasi für jede nur erdenkliche Kapitalanlageform. Dabei ist sie gleichzeitig eine der ältesten Handelsstrategien überhaupt.

In ihren Grundzügen ist die Trendfolgestrategie sehr einfach zu verstehen. Sie folgt buchstäblich einer alten Börsenweisheit, die besagt: „The trend is your friend“. Diese Strategie basiert also darauf, dass es fast immer wesentlich leichter ist, bereits bestehende Trends zu erkennen und anschließend zu verfolgen, als neue, noch nicht bestehende Trends aufzuspüren.

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass jeder Trend über einen bestimmten Zeithorizont konstant bleibt. Somit kann sich für den Anleger das Aufspringen auf diesen Trend auch dann lohnen, wenn er schon einige Zeit besteht. Die Kunst besteht dann lediglich darin, rechtzeitig wieder vom Zug abzuspringen, bevor sich der Trend ins Gegenteil umkehrt. Dabei muss der Anleger in Kauf nehmen, niemals von der gesamten Spannweite des Trends - also der Differenz von Höchst- zu Tiefststand - mitnehmen zu können.

Um bereits bestehende Trends zu erkennen, gibt es so genannte Trendfolgeindikatoren. Sie bestehen meist aus einer Kombination von mehreren technischen Indikatoren, die dem Anleger ganz klare Kauf- und Verkaufssignale geben. Beim Handel mit CFDs kommt dabei noch ein positiver Effekt hinzu: die Hebelwirkung. Durch einen starken Hebel ist der Anleger dazu in der Lage, auch von sehr kurzen Trendabschnitten überdurchschnittlich zu profitieren. Somit ist die Trendfolgenstrategie für den CFD-Handel besonders prädestiniert.

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Serie „Trading-Strategien“ – Hedging

In unserer neuen Serie über die bekanntesten und erfolgreichsten Trading-Strategien beschäftigen wir uns heute mit dem so genannten Hedging – einer besonders konservativen Strategie im CFD-Handel, mit sich das eigene Depot wirkungsvoll absichern lässt.

Schon der Name dieser Strategie weist auf den Sinn und Zweck derselben hin – „to hedge“ bedeutet auf Deutsch übersetzt: etwas absichern. Somit ist die Hedge-Strategie nicht dazu geeignet, mit aggressivem Trading höhere Gewinne einzufahren, sondern dient ausschließlich dazu, das komplette Risiko oder zumindest einen Teil davon abzusichern. Kein Wunder also, dass das Hedging hauptsächlich konservative Anlegertypen anspricht.

Wie funktioniert das Hedging bei CFDs in der Praxis?

Je nachdem, welcher Basiswert dem jeweiligen CFD zugrunde liegt, muss das Hedging entsprechend ausgeführt werden. Beispiel Rohstoffe: Allen Risiken voran steht hier das Währungsrisiko, welches abgesichert werden muss. Dazu geht man auf das abzusichernde Währungspaar (z. B. EUR/USD) mit einem CFD long und setzt damit auf einen schwachen Kurs des US-Dollar.

Bei Aktien als Basiswert muss der CFD short gehen, um die Position abzusichern. Durch den Hebeleffekt lässt sich die Positionsgröße einstellen, so kann der Anleger bereits mit relativ wenig Kapital unter Verwendung eines großen Hebels ein ganzes Depot absichern. Damit unterscheidet sich das Hedging positiv von vielen anderen Handelsstrategien.

Dass Hedges und CFDs sehr gut zusammen passen, zeigt sich an der niedrigen Gebührenstruktur und der recht einfachen Preisberechnung. Dies ist sehr wichtig, da der Hedge zum Absichern des Depots grundsätzlich keine hohen Kosten verursachen darf. Andernfalls stellt er selbst ein gewisses Risiko dar, welches dann wieder separat abgesichert werden müsste.

Übrigens: Auch Edelmetall in physischer Form lässt sich sehr gut durch das Hedging absichern. Der besondere Vorteil dabei ist, dass der Anleger hierbei nicht die üblichen, hohen Auf- und Abschläge in Kauf nehmen muss.

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Serie „Trading-Strategien“ - Scalping - Die Kurse skalpieren

Während wir in der letzten Folge unserer Serie über die besten und bekanntesten Trading-Strategien für den CFD-Handel eine Strategie vorgestellt haben, die insbesondere für konservative und risikoscheue Anleger prädestiniert ist, schwenken wir heute ins Gegenteil um und präsentieren das so genannte Scalping, welches zu den aggressivsten Strategien im CFD-Handel gehört.

Worum geht es beim Scalping?

Wie der Name bereits andeutet, werden hierbei kleinste Kursveränderungen sofort ausgenutzt, um idealerweise einen Gewinn zu erzielen. Der Händler „schneidet“ sich also einzelne, kleine Marktbewegungen aus einem großen Portfolio heraus und setzt diese Bewegungen sofort in eine Handelsentscheidung um. Dabei muss er einen möglichst großen Hebel nutzen können, damit sich die kleinen Veränderungen letztendlich in genügend großer, barer Münze für ihn auszahlen.

Scalping zeichnet sich also dadurch aus, dass die Haltedauer äußerst gering bleibt und eine offene Handelsposition gleich nach überwinden des Spreads wieder geschlossen wird. Dadurch bleiben die erzielbaren Gewinne zwar relativ klein, es können aber sehr hohe Volumina an den Märkten gehandelt werden, wodurch sich ansehnliche Gewinne ergeben können. Wichtig ist zudem, sich ausschließlich in besonders liquiden Märkten zu bewegen, zum Beispiel im Handel mit Blue Chip Aktien oder im Bereich des Währungshandels.

Wer nun Blut geleckt hat und das Scalping einmal selbst ausprobieren möchte, der sollte allerdings über ausreichende Erfahrung verfügen. Dadurch, dass die Haltedauer einer Position bei dieser Strategie extrem kurz ist, führen schon geringste gegenläufige Bewegungen zu entsprechenden Verlusten. Einzelne Trades bringen zwar geringe Gewinne, Verluste können jedoch durch ihre Höhe gleich mehrere gewonnene Trades wieder zunichte machen. Somit eignet sich das Scalping insbesondere für bereits erfahrene Anleger, die darüber hinaus einen sehr verlässlichen und möglichst schnellen Broker an der Hand haben müssen, der die Handelsentscheidungen ohne Zeitverlust in die Praxis umsetzt.

Anfänger sind demnach gut damit beraten, sich zunächst einmal ausgiebig mit den individuellen Eigenschaften der CFDs auseinander zu setzen und genügend Zeit dafür aufzuwenden, den Handel zunächst mit einem Demo-Konto und dann mit echtem Kapital zu testen. Erst wer darin absolut sicher ist, sollte sich an den Handel von CFDs mittels Scalping wagen.

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Serie „Trading-Strategien“ - Spread Trading

In unserer Serie über die beliebtesten und bekanntesten Handelsstrategien beim CFD-Trading beschäftigen wir uns heute mit dem so genannten Spread Trading. Experten sehen diese Handelsstrategie als absolut solides Mittel insbesondere in Zeiten unsicherer Märkte an.

Fast jeder kennt die Situation: Es gibt Zeiten an den Börsen, an denen die Kurse ständig hin und her pendeln, also in regelmäßigen Abständen steigen und wieder fallen. In solchen Situationen ist mit herkömmlichen Handelsstrategien kaum mehr eine ansehnliche Rendite zu erzielen. Viele Trader verlieren irgendwann die Übersicht (und oft auch die Nerven), handeln daraufhin unkontrolliert hin und her und wundern sich dann, wenn das Kapital komplett verloren gehen.

Genau in dieser Situation setzt das Spread Trading an. Der Grundgedanke ist so einfach wie genial: Der Händler profitiert beim Spread Trading nicht von steigenden oder auch fallenden Kursen, sondern nutzt die Differenz zwischen den Kursen von zwei Werten für sich aus und macht immer dann einen Gewinn, wenn sich diese Differenz aufweitet.

Das Ganze lässt sich am besten an einem Beispiel erklären: Als Ausgangssituation wird angenommen, dass sich der Händler mit zwei Basiswerten beschäftigt, von denen einer eine positive Tendenz aufweist, der andere dagegen eine relativ schwache Performance in der Vergangenheit gezeigt hat. Zunächst wird nun der gesamte Markt betrachtet, er befindet sich in der hier beispielhaft dargestellten Situation im so genannten Zickzack-Modus, was bedeutet, dass sich eindeutige Trends zur Zeit nicht erkennen lassen. Jede Transaktion auf steigende oder fallende Kurse wird bei dieser Situation ein unkalkulierbares Risiko darstellen.

Um trotzdem Gewinne zu erwirtschaften, kann nun ein Spread Trading eingesetzt werden. Dabei wird eine Position aus zwei Anteilen erstellt. Einerseits setzt man auf steigende Kurse des ersten Unternehmens, während beim zweiten Unternehmen auf fallende Kurse spekuliert wird. Ziel ist nun, dass sich die Kurse der beiden Basiswerte weiter auseinander entwickeln, also zum Beispiel der Kurs von Unternehmen A weiter steigt als der von Unternehmen B, bzw. der von Unternehmen B sich entsprechend nach unten entwickelt.

Somit ist das Spread Trading sehr gut dafür geeignet, die Performance bei unklaren Marktsituationen trotzdem aufrecht zu erhalten. Dagegen steht ein doppelter Kapitaleinsatz, der sich jedoch beim CFD-Handel durch niedrige Gebühren und eine niedrige Kapitalbindung weitgehend wieder ausgleichen lässt.

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