
Die Goldpreise sind ein wichtiges Element auf dem Finanzmarkt, denn Gold ist ein klassisches Anlageprodukt. Aktuell sind hier spannende Entwicklungen zu beobachten, die alle Arten von Goldprodukten betreffen. Seit zehn Jahren ist der Goldpreis nur gestiegen. Eine Flucht in Goldanlagen kann also in der momentanen Situation festgestellt werden.
Gold ist eine der bekanntesten krisensicheren Investitionen, die als risikoarm gilt und entsprechend eher weniger Rendite erzielt. Wenn es eine unsichere Lage auf den Finanzmärkten gibt, greifen Anleger entsprechend eher zu Gold, der ein rettender Anker scheint.
Gold kann schließlich nicht künstlich hergestellt werden und ist daher eine härtere Währung als Papiergeld. Gerade diese Eigenschaft macht es beliebt in instabilen Zeiten. Immer wenn andere Kurse aufgrund mangelnden Vertrauens fallen, steigt der Kurs für das Gold - diese verlässliche Konstante hat sich schon mehrfach beobachten lassen und ist eine psychologisch begründete Reaktion. Auch ist Gold keinen geopolitischen Krisen unterworfen und von daher recht sicher.
Es ist vor allem die Finanzkrise, die weltweit vor allem in der Europäischen Union und in den Vereinigten Staaten um sich greift, die als Verunsicherung fungiert und die Anleger in die Arme des Goldmarktes treibt. Auch der Zusammenbruch der Banken und das Infragestellen des Kreditsystems haben für eine tiefe Verwirrung bei den Anlegern geführt, die sich daher zunehmend Gold als sicherer Anlage zugewendet haben. Der Rettungsschirm für Krisennationen wie Griechenland hat das Vertrauen der Anleger ebenfalls nicht gerade gestärkt und die Angst vor der Inflation nimmt ebenfalls zu. Gerade in Zeiten von drohender Inflation bietet Gold ja wie gesagt eine sehr verlockend stabile Option der Anlage.
So kommt es auch im Moment zu einer Flucht in Goldanlagen aufgrund der weltweiten Verunsicherung von Anlegern, die im Zweifel lieber zum bewährten Goldprodukt als Anlage greifen. Und wenn die Nachfrage steigt, dann steigt auch der Goldpreis. So kam es gerade in den letzten Jahren zu einem stetig ansteigenden Goldkurs. Ein Abwärtstrend ist aufgrund kleinerer Einbrüche noch lange nicht auszumachen. Stattdessen erscheint der Goldpreis konsolidiert auf hohem Niveau zu liegen.
Falls der Dollar stärker als der Euro wird, hat das einen negativen Einfluss auf den Goldpreis, denn die Entwicklung der Goldanlagen ist an den Verlauf des Dollar gekoppelt. Dann wird der Goldpreis wieder spürbar fallen. Zugleich werden dann Anleger aus der Europäischen Union vom Wertzuwachs des Dollars auch so sehr profitieren, dass der Referenzgoldpreis ruhig etwas sinken könnte. Jede Entwicklung in dieser Hinsicht ist also für EU Anleger positiv zu bewerten. Für Amerikaner sieht der Goldmarkt im Moment etwas risikoreicher aus, aber auch hier bieten sich hohe Gewinnchancen bei schneller Reaktion auf Kurswechsel.
Bestimmt wird der Goldpreis grundsätzlich von Angebot und Nachfrage, aber natürlich auch von dem Ölpreis, den Goldreserven, Spekulationen, Emotionen und unerwarteten Ereignissen. In dieser Hinsichtlich gibt es ebenso vielfältige Faktoren wie für die meisten Anlagen. Entsprechend unmöglich ist eine genaue Prognose des Goldkurses.
Ein klassisches Goldprodukt ist natürlich Goldschmuck, also Schmuck, der aus Gold hergestellt ist oder zu einem großen Teil aus Gold besteht. Hier hält man den Wert in funkelnder Form in der Hand, kann aber natürlich auch bestohlen werden etc.
Aber auch anderes physisches Gold ist eine Investitionsmöglichkeit. Barren und Münzen gibt es aus reinem, nicht in Schmuck verarbeitetem Gold, wie sie auch Banken in der Hinterhand haben. Diese kann man also professionell verwahrtes Tresorgold ebenfalls als Investitionsmöglichkeit nutzen.
Weiterhin gibt es Goldfonds und Goldminenaktien, die nur auf abstrakte Weise mit Gold zu tun haben und immaterielle Goldprodukte als Anlage an der Börse sind. Es gibt zum Beispiel Wertpapiere, die an den Goldpreis gekoppelt sind. Dazu zählen die sogenannten ETFs, was für Exchange Traded Funds steht. Gerade bei Goldminen gibt es im Moment eine große Lücke zwischen deren Preis und dem Goldpreis. Dass die Goldminen schwächer notiert werden, bietet Anlegern besondere Chancen. Hier gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Goldminen, deren Anteile man an der Börse erwerben kann.
Das Schreckgespenst Inflation treibt in vielen Regionen Deutschlands die Grundstückspreise nach oben. Wer Geld hat, möchte es in Sicherheit bringen, denn niemand kann genau vorhersagen, was da noch kommen mag. Immobilien gelten nach wie vor als sicherer Hafen für Kapital. Vor allem Privatpersonen suchen mehr denn je finanzielle Stabilität in Häusern und Eigentumswohnungen - sei es zur Vermietung oder zur Selbstnutzung. Doch sollte dieser Schritt stets mit Bedacht getan werden, denn auch bei Immobilien lauern Fehlgriffe und vor allem Fehlinvestitionen, die zu enormen Verlusten führen können.
Nicht jeder hat das Glück und wohl auch nicht das Geld, eine große Eigentumswohnung im Zentrum Münchens sein Eigen zu nennen. Denn hier erreichen die Preise deutschlandweit ihren Höhepunkt und die Nachfrage ist immens. Aber auch an anderen Orten Deutschlands ist es schwierig geworden, an Objekte in Top-Lagen zu gelangen. Nicht umsonst ist die Lage mit eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf von Immobilien - insbesondere bei Wohnimmobilien. Vor allem dann, wenn das Objekt vermietet werden soll, bieten sich Groß- und mittlerweile auch Mittelstädte als bevorzugte Lagen an. Die Nachfrage verdeutlicht dies - und somit auch der Preis.
Eine Gegenteilige Entwicklung lässt sich in ländlichen Gegenden beobachten. Bestes Beispiel ist Ostdeutschland mit zahlreichen verwaisten Dörfern, schlechter Infrastruktur und mangelhafter Verkehrsanbindung. Wer hier ein Objekt kauft, sollte schon selber in der entsprechenden Gegend wohnen wollen, denn eine Vermietung dürfte schwer fallen, so schön das Haus oder die Wohnung auch sein mag. Wer sich eine Wohnimmobilie zur Altersvorsorge zulegen möchte, um von Mieteinnahmen profitieren zu können, der sollte in den Ballungsgebieten Ausschau halten.
Gerade in Zeiten sehr niedriger Zinssätze ist die Immobilie ein Anlageobjekt mit stetig wachsender Rendite, sofern gewisse Grundsätze wie die oben bereits erwähnten beim Kauf berücksichtigt werden. Geldanlagen wie Festgeld oder Tagesgeld können in vielen Fällen nur mehr als Schadensbegrenzung herhalten, da der Zinssatz das Inflationsniveau entweder gar nicht oder gerade so abdeckt. Die Zinsen sind es aber auch, die den Immobilienkauf weiter begünstigen. Das gilt vor allem für Bauzinsen. Experten reden schon seit einiger Zeit von einem historischen Zinstief, denn nie sei Baugeld günstiger gewesen.
Dies sollte zukünftige Immobilieneigentümer jedoch nicht dazu verleiten, sich Hals über Kopf den nächstbesten Immobilienkredit zu besorgen, denn auch hier sollte im Detail geplant werden. Wichtig ist zur Zeit vor allem eine möglichst lange Zinsbindungsfrist, damit Käufer noch lange von dem derzeitigen Zinstief profitieren können. Die finanzielle Belastung sollte aber auch nicht unterschätzt werden. Als Faustregel haben sich mindestens 25 % Eigenanteil bei der Finanzierung bewährt. Es gilt zu bedenken, dass Immobiliendarlehen Laufzeiten von zum Teil mehreren Jahrzehnten aufweisen. Zeiträume also, die sich nur schwer überblicken, geschweige denn planen lassen. Hier sollte unbedingt der Abschluss einer Restschuldversicherung in Erwägung gezogen werden. Dabei handelt es sich um eine Risikolebensversicherung mit fallenden Beiträgen, die sich ständig der verbleibenden Restschuld des Darlehens anpassen und zumindest die Angehörigen des Kreditnehmers absichert, falls ersterem etwas zustößt oder eine Berufsunfähigkeit droht. So lässt sich zumindest die Privatinsolvenz vermeiden.
Der wichtigste Vorteil wird im Allgemeinen in der Wertstabilität von Immobilien gesehen. Im Gegensatz zu Fonds, Aktien und ähnlichen Anlageprodukten stimmt das auch. Dennoch sind auch Immobilien nicht ganz ohne Risiko. Auch eine Wohngegend, die heute einen nahezu perfekten Ruf genießt, könnte sich unter Einwirkung diverser Umstände wirtschaftlich zurückentwickeln. Ansteigende Kriminalität, fehlende Investitionen in die Infrastruktur von Seiten der Stadt oder große Bauprojekte können die Qualität einer Wohngegend und damit den Wert einer Immobilie nachhaltig mindern.
Auch wenn die Immobilie selber genutzt werden soll und deswegen keine Miete zu zahlen ist, bedeutet das noch lange nicht, nur noch mit geringfügigen Kosten belastet zu werden. Wer eine Eigentumswohnung erwirbt, muss auch damit rechnen, dass früher oder später Investitionen zur Erhaltung oder Sanierung des Gebäudes fällig werden, die von allen getragen werden müssen. Und so gut wie alle Reparaturen, die sonst von einem Vermieter übernommen worden wären, müssen von nun an aus eigener Tasche bezahlt werden.
Eine Frage, die nicht pauschal beantwortet werden kann. Steht das Kapital zur Verfügung und auch ein Objekt, das sich in einer wirklich guten Lage befindet, spricht eigentlich nichts dagegen. Ortskenntnisse sollten wenn möglich vorhanden sein oder selbst recherchiert werden. Auch Immobilienmakler neigen gelegentlich dazu, Objekte schön zu rechnen. Eine einzige Meinung zum Objekt ist also nicht ausreichend, möchte man auf Nummer sicher gehen. Auch die Kalkulation zusätzlicher Kosten darf nicht vernachlässigt werden. Stehen Renovierungsarbeiten am Haus an? Welche Reparaturen sind in der Wohnung fällig? Es gilt also, vielerlei Fragen vorab zu klären. Vor allem dann, wenn das Objekt per Kredit finanziert werden soll.
Festgeld bietet Anlegern ein sehr ausgeglichenes Verhältnis zwischen Risiko und Rendite, was es zu einer der beliebtesten Anlageformen macht. Dem Namen entsprechend wird Festgeld fest, also fix, verzinst. Das bietet den Vorteil, dass Anleger wie Sparer genau wissen, mit welchem Kapitalbetrag sie am Ende der Laufzeit rechnen können. Die feste Verzinsung geht jedoch auch mit einer sehr eingeschränkten Verfügbarkeit des Kapitals einher, weswegen sich diese Anlagemethode für mittel- bis langfristiges Sparen am ehesten eignet.
Festgeld wird auch als Termingeld bezeichnet und kann das komplette Spektrum an Anlagezeiträumen abdecken. In der Praxis wird es jedoch vorwiegend für mittel- bis langfristige Anlagen verwendet, da sich die Zinsen mit kürzer werdenden Laufzeiten mehr und mehr denen des Tagesgeldes angleichen, welches wiederum täglich verfügbar ist. Gerade bei Laufzeiten von wenigen Monaten empfiehlt es sich also, auch Tagesgeldangebote in den Vergleich mit einzubeziehen. Je länger der Zeitraum, über den ein Vertrag geschlossen wird, desto höher fallen auch die Zinsen aus. Ähnliches gilt auch für den Anlagebetrag selbst: Je mehr Geld der Bank überlassen wird, desto höher auch die Rendite.
Dennoch sollte stets beachtet werden, dass Festgeld über die gesamte Laufzeit hinweg nicht verfügbar ist. Anleger haben also keine Möglichkeit, an ihr Kapital zu gelangen. Deswegen empfiehlt es sich, nur solche Beträge fest anzulegen, die in absehbarer Zeit auch wirklich nicht benötigt werden. Wem diese Restriktion nicht zusagt und dennoch nicht auf das niedriger verzinste Tagesgeld ausweichen möchte, kann bei manchen Banken auf die sogenannten Kündigungsgelder zurückgreifen. Zwar ist das Kapital auch hier nicht bei Bedarf sofort verfügbar, aber dafür wird es nach einer Kündigungsfrist ausgezahlt. Deren Dauer beträgt in der Regel vier Wochen. Und auch nur während dieser vier Wochen wird Kündigungsgeld fest verzinst. Davor gilt ein variabler Zinssatz, der oftmals nur geringfügig über dem Tagesgeld liegt. Kündigungsgeld bietet folglich nicht dieselbe stabile Kalkulationsgrundlage wie normales Festgeld.
Für Festgeld gelten innerhalb der EU die gleichen Richtlinien wie beimTagesgeld. Die gesetzliche Einlagensicherung beträgt 100.000 Euro pro Kunde. Bis zu diesem Betrag wird das angelegte Kapital zu vollen 100 Prozent erstattet. Einige Banken nehmen zudem an einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds teil, der ihnen eine höhere Absicherung gestattet. Nach Ablauf der vertraglich festgelegten Laufzeit kann eine Prolongation, also eine Verlängerung, beantragt werden. In diesem Falle kommt auch der Zinseszinseffekt zum Tragen, da die angefallenen Zinsen in der Regel erst am Ende der Laufzeit gutgeschrieben werden. Die Prolongation kann auf Wunsch des Kunden auch automatisch erfolgen. Jedoch wird der Zinssatz vorher neu berechnet und den Gegebenheiten am Markt angepasst. Es empfiehlt sich also, vor der Verlängerung das vorliegende mit anderen Angeboten zu vergleichen, da sich die Zinssätze der einzelnen Unternehmen oftmals in signifikantem Maße unterscheiden.
Immer mehr Anleger stellen sich die berechtigte Frage, was eigentlich mit ihrem Geld geschieht, wenn es einmal einer Bank oder einem Kreditinstitut überlassen wurde. Es ist zwar klar, dass sie versuchen wird, das Kapital möglichst gewinnbringend zu investieren. Aber wer kann schon genau sagen, in was eigentlich investiert wird? Wer lieber sicher gehen möchte, dass sein Erspartes sinnvoll angelegt wird, sollte sich Ökofonds und Anlagen in Erneuerbare Energien einmal genauer ansehen. Denn dieser Markt bietet eine breite Palette an rentablen Anlagemöglichkeiten, die oftmals auch noch besonders risikoarm daherkommen.
Eines ist klar: Strom wird immer benötigt. Ohne ihn ist unsere Gesellschaft kaum mehr Überlebensfähig. Es ist auch kein Geheimnis, dass die konventionellen Energieträger wie Kohle und Öl langsam aber sicher zuneige gehen. Alternativen müssen her. Eine Aufgabe, die letztlich nur von den erneuerbaren Energien bewältigt werden kann, also Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft, um nur die wichtigsten Vertreter zu nennen. An Bedarf wird es also in Zukunft nicht mangeln, und das macht Investitionen in die Infrastruktur der zukünftigen Energiegewinnung zu etwas wirklich Sinnvollem.
Eine Möglichkeit, direkt in die nachhaltige Energiegewinnung zu investieren, findet sich in der Direktinvestition in Ökofonds. Hier lassen sich über Anteile und Anleihen gezielt einzelne Projekte oder Unternehmen fördern. Natürlich tragen Anleger hier auch einen Teil des Risikos, denn auch in diesen Branchen kann es zu Fehlentscheidungen und Fehleinschätzungen kommen.
Eine weitere Alternative liegt in den Fördersparkonten Alternativer Banken. Hier haben sich Unternehmen auf das Feld der Ethik- und Ökofonds spezialisiert und unterstützen die Projekte mit den Einlagen von Sparern. Diese Alternative eignet sich vor allem für Anleger, denen schlicht die Zeit dazu fehlt, sich näher mit der Materie vertraut zu machen. Die meisten Ökofonds unterliegen Kriterien, die sich aus Positiv- und Negativlisten ableiten. Positivlisten beinhalten beispielsweise Projekte und Unternehmen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, welche es wert sind, gefördert zu werden. In den Negativlisten finden sich hingegen Ausschlusskriterien. Anleger können hier jedoch nur indirekt agieren, da sich die Einhaltung der jeweiligen Kriterien nicht immer genau nachverfolgen lässt. So es denn irgendwie möglich ist, sollten Anleger etwas Zeit dafür aufwenden, die einzelnen Projekte selber zu prüfen. Nur so kann letztlich sichergestellt werden, dass diese auch den gesetzten Präferenzen entsprechen.
Wer Geld in Infrastrukturfonds anlegt, investiert nicht selten in das Tafelsilber einer Volkswirtschaft. Denn letztendlich ist Infrastruktur genau das, was die Grundlage des Wirtschaftens eines Landes darstellt: Straßen, Schienen, Flughäfen, Energieversorgung und weitere wichtige Bereiche. Hier werden regelmäßig hohe Summen benötigt, die nicht immer vom Staat allein kommen. Um die Finanzierbarkeit größerer Vorhaben dennoch gewährleisten zu können, wird auf das Geld privater bzw. institutioneller Anleger zurückgegriffen. Da die Notwendigkeit einer Investition in den meisten Fällen mehr als gegeben ist, kann hier auch von einer vergleichsweise sicheren Methode der Geldanlage gesprochen werden.
Infrastrukturfonds werden dort eingesetzt, wo auch Infrastruktur benötigt wird. Also quasi überall. Ob Autobahnen, Landstraßen, Schienen, Tunnel, Brücken, Schulen oder Energienetze - für alles lässt sich ein entsprechender Fonds einrichten, über den das Vorhaben ganz oder teilweise finanziert wird.
Generell lassen sich fünf verschiedene Arten an Infrastruktur unterscheiden:
Verkehrsinfrastruktur (Straßen, Tunnel, Brücken, Schienen, Flughäfen)
Kommunikation (Funk- und Kabelnetze)
Energieversorgung (Netze und Anlagen zur Energiegewinnung)
Sanitäreinrichtungen (Abwasserkanäle, Kläranlagen)
Bildungs- und Gesundheitssysteme (Schulen, Krankenhäuser)
Bildungs- und Gesundheitssysteme sind vor allem in aufstrebenden Märkten, sogenannten Emerging Markets, besonders gefragt. Hier befinden sich viele Strukturen noch in einem relativ frühen Entwicklungsstand und bieten Anlegern damit die Möglichkeit, ihr Geld vergleichsweis sicher in einem sonst sehr volatilen Markt unterzubringen. Hierzulande sind momentan vor allem Investitionen in Erneuerbare Energien gefragt. Auf diesem Gebiet bietet sich ein breites Feld an Infrastrukturfonds, mit denen beispielsweise Windkraft- oder Solaranlagen errichtet werden. Vor allem Anleger, die viel Wert auf Sicherheit legen, wissen, dass Strom in einer technisch hoch entwickelten Gesellschaft praktisch immer benötigt wird. Im Zuge der energiewende werden in den nächsten Jahren noch gewaltige Summen in die Energienetze fließen, da die Energiegewinnung sich mehr und mehr dezentralisiert. Auch die Tatsache, dass der Staat in vielen Bereichen die Preise reguliert, gewährt Anlegern zusätzliche Sicherheit.
Wie bei Immobilienfonds gibt es bei Infrastrukturfonds offene und geschlossene Modelle. Während sich letztere eher für große bzw. institutionelle Anleger eignen, öffnen sich erstere einer breiteren Anlegerschicht. So können auch Kleinanleger direkt in die volkswirtschaftliche Grundlage investieren und zugleich die Vorzüge einer für dieses Fondsmodell größeren Risikostreuung mitnehmen. Vor allem der Bereich Erneuerbare Energien dürfte in Zukunft reichliche Wachstumschancen bieten. Für Anleger ist es also lohnenswert, sich mit diesem Gebiet vertraut zu machen, um Chancen und Risiken besser abschätzen zu können. Die Fördermengen von Öl und Kohle sind seit Jahren rückläufig und werden daher keinen nennenswerten Boom mehr auslösen können. Sonne, Wasser und Wind sind da schon eher die Energie- und Renditeträger der Zukunft.
Um herauszufinden, ob sich eine Kapitalanlage lohnt oder nicht, ist eine Berechnung der Realzinsen erforderlich. Der reale Zinssatz wird jedoch bei Anlageprodukten in der Regel nicht mit angegeben. Ein Umstand, der den Banken und Kreditinstituten nur bedingt anzulasten ist, denn der Realzins lässt sich nur rückwirkend genau berechnen, da er abhängig von der Inflationsrate ist.
Die Berechnung der realen Verzinsung ist an sich ganz einfach: Vom Nominalzins wird einfach die Inflation abgezogen. Aktuell liegt diese bei 1,5 Prozent (Februar 2013). Noch im Dezember 2012 lag sie bei 2,00 Prozent, was Anlegern angesichts der niedrigen Kapitalzinsen mehr als nur ein Stirnrunzeln bescherte. Wer auf sein Festgeld 2,1 Prozent Zinsen erhielt, musste sich demnach mit einem Realzinssatz von 0,1 Prozent begnügen. Viele Angebote (vor allem beim Tagesgeld) taugten nur noch zur Schadensbegrenzung - an Rendite war nicht mehr zu denken.
Inflation entsteht durch ein Ansteigen der sich im Umlauf befindlichen Geldmenge. Je mehr Geld also in den Markt gepumpt wird, desto höher klettert die Inflationsrate. Genau das vollzieht derzeit die Europäische Zentralbank, um damit die Bereitschaft zur Investition zu steigern. Schließlich wird günstigeres Geld eher investiert als teures. Ein sinkender Leitzins bedeutet, dass sich Banken günstiger Geld leihen können. In Folge dessen sinken die Zinssätze. Für Kreditnehmer übrigens eine positive Entwicklung, denn damit sinken auch die Aufwendungen für Kreditzinsen. Anleger sind indes weniger erfreut.
Es sind vor allem die klassischen Anlagemethoden, mit denen derzeit wenig Rendite zu erwirtschaften ist. Nicht umsonst ist mittlerweile die Rede von einer finanziellen Repression, in welcher der Staat die Zinsen künstlich auf einem sehr niedrigen Niveau hält. Dieses Niveau orientiert sich wiederum am Bruttoinlandsprodukt. Auf diesem Wege ist es ihm nämlich möglich, sich zu entschulden. Bei Tages- und Festgeldern lässt sich diese Entwicklung schnell ablesen. Aber auch Lebensversicherungen leiden bekanntlich unter der Niedrigzinsphase. Wie sehr sie das tun, hat die zurückliegende Diskussion um die Überschussbeteiligungen verdeutlicht.
Wer vergleichsweise hohe Realzinsen erwirtschaften möchte, sollte derzeit auch in möglichst reale Werte investieren. Damit sind vor allem Anlagen in Rohstoffe und Infrastruktur gemeint. Bei diesen finden sich vertretbare Rendite-Risiko-Profile. Gleiches gilt für Anleihen in zukünftige Wachstumsmärkte in Schwellenländern, sogenannte Emerging Markets. Wer mit seinem Geld nicht allzu weit in die Ferne auswandern möchte, sollte auf jeden Fall die Entwicklung im Hinblick auf die erneuerbaren Energien im Auge behalten. Hier stehen die Chancen für höhere Realzinsen noch recht gut.
Investitionen in Sachwerte sind in den letzten Jahren regelrecht zu einer Modeerscheinung geworden, insbesondere seit dem die Euro Krise ihren Lauf genommen hat, und die Zinsen für Kapitalanlagen einen äußerst niedrigen Stand erreicht haben. In diesem Zuge erleben nicht nur klassische Sachwerte wie Gold oder Immobilien einen echten Aufschwung, sondern auch ungewöhnliche Wertanlagen wie beispielsweise Kunstwerke oder klassische Automobile.
Woran viele Anleger jedoch nicht - oder zumindest nicht ausreichend - denken, ist eine ausreichende Versicherung für ihre Sachwerte. Gerade bei Werten, die nicht im Banktresor gelagert werden können (anders als zum Beispiel Goldbarren, Münzen etc.) sind solche Versicherungen unabdingbar.
Doch auch, wer bereits an eine solche Versicherung gedacht hat, könnte unter Umständen im Ernstfall sein blaues Wunder erleben. Stichwort Allgefahrendeckung: Die Versicherung muss so beschaffen sein, dass sie sämtliche Gefahren, die einen Totalverlust der Kapitalanlage hervorrufen können, abdeckt. So müssen beispielsweise Oldtimer nicht nur gegen Diebstahl, sondern auch gegen Feuer, Hochwasser, Sturmschäden usw. versichert werden. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die Versicherung jeweils den tatsächlichen Wert der Kapitalanlage abdeckt. Wer heute noch glaubt, eine herkömmliche Hausratversicherung würde ausreichen, um auch Kapitalanlagen in Form von Sachwerten im Haushalt abzudecken, der irrt sich in den meisten Fällen gewaltig.
Bei Kunstwerken können beispielsweise heute spezialisierte Kunstversicherungen abgeschlossen werden. Sie decken nicht nur Schäden ab, die durch den Diebstahl des Anlagewertes entstehen, sondern auch solche, die beispielsweise beim Transport auftreten. Darüber hinaus gibt es Policen, die sogar die Kosten für die Wiederbeschaffung eines Kunstwerks übernehmen.
Ähnlich gelagert ist der Fall bei Oldtimern und anderen Sachwerten exotischer Art. Auch hier reicht eine normale Fahrzeugversicherung - zum Beispiel bestehend aus Haftpflicht und Teil- bzw. Vollkasko - in den meisten Fällen nicht aus. Wer seinen Oldtimer als Kapitalanlage nutzt, erhält dafür bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften inzwischen speziell auf diesen Einsatzzweck zugeschnittene Policen.
Immer wieder stößt man auf Angebote für Kapitalanlagen, bei denen die Alarmglocken sofort zu schrillen beginnen. Irgendetwas kommt einem sofort faul vor, und oft kann man gar nicht genau sagen, was es ist. Nicht immer liegt man mit einer solchen Einschätzung richtig, manchmal jedoch schon. Dabei ist es gar nicht so schwer, relativ sichere Anzeichen für eine unseriöse Kapitalanlage zu finden, wenn man einige Ratschläge befolgt.
Hier die auffälligsten Zeichen, die auf eine unseriöse Anlage hindeuten können:
Setzt man Sie bzgl. der Angebotsannahme unter Druck? Wird immer wieder von „einer einmaligen Chance“ gesprochen, die nicht wieder kommt? Dann könnte es sich hierbei um ein unseriöses Angebot handeln. Merke: Keine Anlage ist so gut, dass sie nicht auch zu einem späteren Zeitpunkt abgeschlossen werden kann.
Mehrfache Anrufe (sog. „Cold Calls“) oder Spam-Emails, die für die betreffende Anzeige werben? Hat es ein seriöser Anbieter wirklich nötig, mit solchen Mitteln zu arbeiten? Denken Sie doch mal darüber nach!
Jeder Anbieter sollte sein Produkt in wenigen, treffenden Worten erklären können. Falls jedoch eine Kapitalanlage nur vage beschrieben wird und die Details schwammig und wenig plausibel wirken, sollten Sie tunlichst Abstand davon nehmen.
Grundsätzlich gilt: Nicht jede Auslandsanlage muss zwingend unseriös sein. Viele sind es aber. Und der Anleger hat in diesem Fall wenige Möglichkeiten, die Seriösität sowie einzelne Faktoren wie Kapitalabsicherung etc. zu überprüfen. Wer sich nicht absolut sicher ist, sollte lieber die Finger von Auslandsanlagen lassen.
Auch hier gilt: In dieser Vertriebsform kann es durchaus seriöse Angebote geben. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass dem oft nicht so ist. Hauptgrund für schlechte Produkte im Strukturvertrieb sind die vielen Ebenen, die hier mitverdienen möchten.
In Zeiten von allerorten sinkenden Zinssätzen kam mancher Sparer auf die Idee, einen gut verzinsten Bausparvertrag als lukrative Kapitalanlage zu nutzen. Das hat in den letzten Jahren auch sehr gut funktioniert. Doch genau diese Sparer sind heute vielen Anbietern ein Dorn im Auge. Ergo wollen sie die „lästigen“ Kunden loswerden, um Zinskosten einzusparen.
Und wie wird man den Kunden in einer solchen Situation los?
Indem man scheinbar clevere Tricks anwendet. Und genau das versuchen etliche Anbieter momentan. Die verbreitetste Methode: Man rechnet vereinbarte Boni und/oder Treueprämien nicht erst am Laufzeitende der Bausparsumme hinzu, sondern schon früher. Dadurch erreicht der Kunde die im Vertrag festgelegte Bausparsumme schon früher als ursprünglich geplant, was wiederum der Bausparkasse die Möglichkeit gibt, das Vertragsverhältnis früher zu kündigen. Denn dieses Recht steht ihr zu, wenn die Bausparsumme erreicht ist.
Doch ist dieses Vorgehen wirklich rechtens?
Laut Meinung der Finanzexperten der Verbraucher kaum. Sie raten den betroffenen Bausparern, einen genauen Blick in die Vertragsbedingungen bzw. die AGB des Anbieters zu werfen. Ist eine Regelung wie die angesprochene dort nicht schriftlich verankert, hat die Bausparkasse wenig Chancen, vor Gericht mit der Masche durchzukommen.
Doch es gibt eine noch dreistere Variante: Hierbei streicht der Anbieter evtl. vereinbarte Boni komplett, er zahlt sie also auch nicht nach Erreichen der Bausparsumme mit den Regelsparbeträgen aus. Als Begründung werden oftmals fadenscheinige Argumente vorgelegt. In diesem Fall raten die Finanzexperten meist, unmittelbare den Rechtsweg zu gehen und anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Und es könnte zukünftig noch mehr Ärger geben: Mancher Bausparer hat die Zahlung seiner Regelbeiträge in letzter Zeit bewusst gedrosselt oder ganz ausgesetzt, um das Erreichen der vereinbarten Bausparsumme möglichst lange hinauszuzögern. Diese Kunden werden nun verstärkt aufgefordert, die Beiträge sofort nachzuzahlen. Diesbezüglich werden die Gerichte in Deutschland noch einiges an Arbeit vor sich haben.
Dass man das Risiko bei einer Kapitalanlage möglichst breit streuen sollte, dürfte inzwischen kein Geheimnis mehr sein. Banken und Vermögensberater empfehlen daher, immer auch einen gewissen Anteil seines Kapitals in physische Produkte zu investieren. Da kommen die Rohstoffe doch gerade recht. Es wird empfohlen, rund zehn Prozent seines Portfolios in Rohstoffe zu investieren.
Jedoch dürfte es heute die absolute Ausnahme sein, Rohstoffe wirklich in physischer Form zu kaufen. In der Regel geschieht der Kauf von Rohstoffen in Form von Terminkontrakten, bei denen die entsprechenden Produkte nicht in physischer Form erworben werden, der Investor aber trotzdem an der Preisentwicklung dieser Produkte teilhaben kann. Doch eignen sich solche Anlagen wirklich für jedermann?
Bevor man in Rohstoffe investiert, sollte man wissen, dass beispielsweise Terminkontrakte eine nur sehr kurze Laufzeit aufweisen und daher immer wieder neu hinzugekauft werden müssen. Dadurch entstehen sogenannte Rollkosten, die von der Rendite abzuziehen sind. Um die Rollkosten zu vermindern, können beispielsweise statt Terminkontrakten auch Indexfonds erworben werden.
Auch die Investition in börsennotierte Rohstoffaktien ist inzwischen ein gern genutzter Weg, von diesen Produkten zu partizipieren. Die Strategie dahinter: Durch die steigenden Rohstoffpreise werden sich nach Ansicht von Experten auch die Gewinne der dahinter stehenden Rohstoffunternehmen in die Höhe entwickeln. Durch den Kauf entsprechender Aktien nutzt der Anleger diese Entwicklung für sich aus.
Wer es dennoch nicht lassen kann und Rohstoffe in physischer Form erwerben möchte, der tut dies am besten in Form von Edelmetallen. Hierbei stehen Gold und Silber an erster Stelle. Experten sehen insbesondere den Umstand, dass Edelmetalle zu den nicht verderblichen Rohstoffen gehören, als echten Vorteil. Auch die vergleichsweise geringen Lagerkosten sprechen für den Erwerb von Gold, Silber und Co. Zudem sind die Wertschwankungen hier relativ überschaubar.
Fazit: Investments in Rohstoffe taugen durchaus für jedermann, sofern man einige wichtige Details beachtet und seine Anlagestrategie konsequent plant und entsprechend ausrichtet.
Momentan schießen neue Trading-Plattformen wie Pilze aus dem Boden. Der weitaus größte Teil der neuen Anbieter besteht dabei aus den sogenannten Social Trading Plattformen. Doch was ist Social Trading überhaupt? Und welche Vorteile bietet es, verglichen mit den herkömmlichen Onlineportalen zum Handel mit Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten?
Unter dem Kunstbegriff Social Trading versteht man die gezielte Vernetzung von Tradern untereinander innerhalb einer Handelsplattform. Der Hintergrund: Insbesondere Anfänger tun sich in der Regel sehr schwer, durch den Handel mit Finanzprodukten dauerhaft Gewinne zu erwirtschaften. Oft wird daher der Wunsch laut, bereits erfolgreichen Tradern einfach zu folgen bzw. deren Handelsstrategien zu kopieren. Genau das wird auf der den Social Media Plattform zur Realität. Die Handelsaktivitäten jedes einzelnen Users können von den anderen Nutzer verfolgt und – wenn gewünscht – nachgeahmt werden.
Es ist zum einen der Reiz des schnellen Geldes. Warum sich erst mühsam über Wochen oder gar Monate in die Materie einarbeiten, wenn es durch das Folgen eines anderen, bereits erfolgreichen Traders viel einfacher geht? Hinzu kommt außerdem der Community-Aspekt. Es macht einfach mehr Spaß, sich in einer Gruppe von Gleichgesinnten zu bewegen und direkten Kontakt zu diesen zu haben, als von zu Hause einsam im stillen Kämmerlein zu handeln.
Dort, wo sich viele Menschen ohne viel Arbeit das große Geld versprechen, lauern immer Gefahren. So auch beim Social Trading. Insbesondere Anfänger meinen, dass die Profi-Trader kontinuierlich Gewinne erwirtschaften und verlassen sich darauf. Zum einen entspricht dies nicht der Realität, andererseits müssen die wenigen wirklich erfolgreichen Trader damit leben, dass ihnen u. U. Tausende Nutzer bei jedem Schritt über die Schulter schauen.
Momentan drängen immer mehr Anbieter mit den neuartigen Plattformen auf den Markt. Obwohl jedes Portal für sich behauptet, die besten Leistungen in Verbindung mit der komfortabelsten Bedienung zu bieten, gleichen sich die Angebote sehr stark. Am bekanntesten dürften mittlerweile die Plattformen von Wikifolio und Ayondo sein.
Nachdem die EZB mit ihrer derzeitigen Niedrigzinspolitik die Hoffnungen der deutschen Sparer auf einen baldigen Aufschwung der Zinsen beim Festgeld zunichtemacht, haben einige Dienstleister ihre Chance erkannt und bieten den Kapitalanlegern einen Transfer ihres Festgeldes ins Ausland an – verbunden mit der Aussicht auf wesentlich bessere Renditen. Dieser Transfer ist allerdings nicht ohne Tücken, was einige Anleger bereits am eigenen Leib erfahren mussten.
Doch zunächst zu den Möglichkeiten: Für eine Festgeldanlage von beispielsweise 20.000 Euro gab es vor rund sieben Jahren noch einen Zinssatz von ca. fünf Prozent. Heute sind es noch magere 1,5 % - wenn überhaupt. Manche Banken zahlen inzwischen sogar deutlich weniger als ein Prozent Zinsen, wodurch noch nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen wird.
Um diesen Missstand zu umgehen, bieten spezialisierte Dienstleister an, das Festgeld der Anleger ins Ausland zu transferieren, z. B. nach Bulgarien oder Portugal. Dort sollen deutlich höhere Zinssätze geboten werden, teilweise bis zu vier Prozent. Der Dienstleister übernimmt dabei die Eröffnung des Bankkontos im Ausland, was für Privatleute meist nicht einfach ist, da man sich u. a. vor Ort ausweisen oder einen Wohnsitz nachweisen muss.
So bietet z. B. die bulgarische Fibank für eine Anlage von 10.000 Euro bei einem Jahr Laufzeit einen Zins von derzeit 2,5 %. Bei drei Jahren Laufzeit erhöht sich der Zinssatz auf 3,3 %. Auch Anlagen in anderen Währungen als Euro sind möglich, z. B. in norwegischen Kronen.
Allerdings sollten sich Kunden nicht der Illusion hingeben, dass das Ganze zu 100 % sicher sei. Zwar unterliegen die Banken in der Regel der europäischen Einlagensicherung, es kommt jedoch öfter vor, dass einzelne Kreditinstitute für mehrere Wochen geschlossen werden und die Kunden in dieser Zeit nicht an ihr Geld kommen. Und wenn eine Bank ganz Pleite geht, kann es Monate dauern, bis der Kunde seine Einlage zurück erhält.
Dass die bekannten Kapitalanlagen wie Tages- und Festgeld in den letzten Jahren immer mehr an Attraktivität verloren haben, dürfte mittlerweile jeden Anleger erreicht haben. Kein Wunder: Teilweise werden beispielsweise auf das Tagesgeld Zinssätze von 0,3 Prozent oder gar noch weniger geboten, was noch nicht einmal ausreicht, um die Inflationsrate halbwegs auszugleichen.
Und so ist es ebenfalls nicht verwunderlich, dass alternative Kapitalanlagen auch in Deutschland immer mehr Anhänger finden. Dabei handelt es sich insbesondere um Luxusartikel, die teilweise bei Auktionen Rekordsummen erzielen. Sie wecken in den Anlegern die Hoffnung auf schnelle und sichere Renditen. Doch längst nicht in allen Fällen erfüllen sich diese Hoffnungen.
Der größte Fehler der Anleger ist, sich ohne entsprechende Vorkenntnisse bzw. ohne fachliche Hilfe in Investments mit hochwertigen Oldtimern, Uhren, Antiquitäten, Musikinstrumenten etc. zu stürzen. Oft wird davon ausgegangen, dass in Auktionen angebotene Objekte automatisch die entsprechende Wertsteigerung bieten und man praktisch nichts falsch machen könne. Diese Tatsache wird von immer mehr Anbietern ausgenutzt, so dass sich daraus mittlerweile eine regelrechte Blase wickelt, die zwangsläufig irgendwann platzen wird.
Erst kürzlich ist ein Ferrari Oldtimer versteigert worden, für den der bislang höchste Erlös unter allen Automobilen gezahlt wurde: 28,4 Millionen Euro! Ob dieser Wagen in Zukunft noch eine Wertsteigerung aufweisen wird oder der Preis deutlich fällt, lässt sich selbst durch Experten heute nicht abschätzen. Gleiches gilt für wertvolle alte Geigen oder Uhren, die teilweise mehrere 100.000 Euro in Auktionen bringen.
Anlegern kann daher nur geraten werden, sich nicht kopfüber in ein solches Investment zu stürzen, sondern den Markt zunächst zu beobachten und nach Möglichkeit einen echten Experten zurate zu ziehen.
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